- Kapitel 26 -

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Für einen kurzen Moment überlege ich, ob ich den beiden heimlich zuhören soll. Doch im nächsten Moment schlage ich mir diesen Gedanken wieder aus dem Kopf. Es wäre nicht richtig. Und auch nicht fair Luke gegenüber. Luke scheint seine Gründe zu haben, warum er so verschlossen ist. Und warum er mir nicht mehr erzählen möchte. Vielleicht schaffe ich es eines Tages, sein Vertrauen zu gewinnen. Doch heute wird das nicht mehr passieren.

Also gehe ich, wie Luke es mir gesagt hat, in sein Zimmer, setze mich auf sein Bett und zücke mein Handy, stöbere von einem Lieferservice zum nächsten. Dabei stoße ich auf eine Pizzeria, die erst vor kurzem geöffnet hat und garnicht weit weg von hier ist.

Pizza con amore – Das hört sich doch ganz gut an. Ich bestelle uns 2 große Salamipizzen, gebe die Adresse an und bekomme keine Minute später eine Nachricht auf mein Handy, dass das Essen in 20 Minuten geliefert wird. Ich lege mein Handy auf Seite und schnappe mir die Fernbedienung neben mir und klicke mich durch einen Streamingdienst. Dabei überlege ich, wonach mir gerade ist. Titanic? Zu schnulzig. Fifty Shades Of Grey? Nein, danach ist mir jetzt auch nicht. Ich habe den Film zwar schon einmal gesehen, kann aber immer noch nicht verstehen, warum Ana sich von Christian schlagen lässt. Hmm vielleicht Spiderman? Gerade, als ich auf den Film klicken will, fallen meine Augen auf den Film Jumanji. Ja, darauf habe ich Lust!

Ich starte den Film noch nicht, lege aber die Fernbedienung auf Seite und schaue mich etwas in Luke's Zimmer um. Ob man hier eventuell Hinweise auf seine Vergangenheit finden könnte? Stop Amalia! Wenn, dann soll Luke auf mich zukommen. Ich fände es schließlich auch nicht schön, wenn Luke einfach in meinen Sachen herumwühlen würde.

„Da bin ich. Sorry das du warten musstest." sagt Luke, als er das Zimmer betritt und die Tür hinter sich schließt. Dabei hat er ein leichtes Lächeln auf den Lippen. Ob er und sein Vater sich ausgesprochen haben? Alles geklärt haben? „Hey" begrüße ich ihn lächelnd und folge seinen Bewegungen. „Und? Fündig geworden?", erkundigt er sich, steigt über mich aufs Bett, legt sich neben mich und zieht mich sanft an meinem Gesicht zu sich, um mir einen Kuss auf die Lippen zu drücken, den ich ohne zu zögern erwidere. Dann zieht er mich in seine Arme und legt die Hände auf meinen Bauch. „Ja, ich hoffe du magst Salami?" frage ich ihn, kuschle mich in seine Arme und genieße die angenehme Wärme.

„Natürlich! Hast du auch einen Film gefunden?" „Jumanji, wenn du den auch sehen willst?" „Gerne, wann kommt denn die Pizza?" Lächelnd sehe ich auf meinem Handy nach „So in 10 Minuten"antworte ich ihm. „Das will ich hoffen. Sonst muss ich eben dich essen" grinsend zieht er mich fester an sich ran und neigt seinen Kopf zu mir herunter, um mich zu küssen. Dabei knabbert er kurz an meiner Unterlippe, was mich aufquietschen lässt. „Keine Sorge, ich will dich lieber im Ganzen" haucht er gegen meine Lippen und streicht mit seinen Händen meine Seiten auf und ab.

Seine Hände jagen mir ein leichtes Prickeln über meine Haut. „Mhh..ich glaube dir einfach mal" sage ich lächelnd. Ich bin wirklich froh, dass es ihm jetzt wieder besser geht. Ein Welten unterschied zu dem Luke, der vorhin vor mir stand. Dennoch bin ich neugierig, was denn passiert ist. Und ob sein Vater und er sich jetzt wieder vertragen haben. Ich möchte aber auch nicht die Stimmung kaputt machen. Gerade ist alles so schön.

„Ist wieder alles in Ordnung? Zwischen euch?" wage ich mich dennoch zu fragen und lege mich in seine Arme, rutsche mit meinem Kopf auf seine Schulter. „Ja, wieder" antwortet er knapp und wickelt sich dabei eine Haarsträhne von mir um seinen Finger. „Das freut mich" sage ich schlicht, auch wenn ich mit seiner Antwort nicht ganz zufrieden bin. Dennoch möchte ich nicht weiter nachhaken, belasse es fürs Erste und hauche ihm einen Kuss auf seinen Hals. Dabei beginnt mein Magen wieder zu grollen, was Luke zum Lachen bringt.

Gottseidank müssen wir nicht mehr lange auf unser Essen warten, denn etwa 10 Minuten später klingelt es auch schon an der Tür, worauf Luke runtergeht und mit 2 dampfenden Pizzakartons wieder zurückkommt. Der Duft, der sich dabei im Raum breitmacht verführt mich regelrecht, sodass ich mir genüsslich über meine Lippen lecke. Ich kann es kaum erwarten. Luke reicht mir meine Pizza und setzt sich wieder neben mich. Wir starten den Film und verschlingen Stück für Stück die leckere, warme und mit reichlich Käse überzogene Pizza.

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