- Kapitel 10 -

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Als der Bus an meiner Station anhält steige ich aus und laufe die letzten Meter Nachhause. Okay Amalia, reiß dich zusammen, rede ich mir immer wieder innerlich zu und wische mit meinem Ärmel mein Gesicht trocken. Leise schließe ich die Tür auf mit der Hoffnung, das Tamara oder Jason mich nicht hören. Tamara spricht zwar inzwischen wieder mit mir, jedoch war mir jede Begegnung mit ihr unangenehm. Seitdem Tamara mich auf Jason sitzend im Wohnzimmer wieder fand war alles ein bisschen anders. Auch wenn Jason die Tatsachen komplett verdreht hat, Tamaras Vertrauen in mich ist zurzeit nicht gerade groß und gut zu Sprechen ist sie auf mich nach wie vor nicht. Daher ging ich ihr so gut es ging einfach aus dem Weg. Ich schließe leise die Tür hinter mir und schaue mich kurz um. Weit und breit ist niemand zu sehen oder zu hören. Auf Zehenspitzen laufe ich die Treppe nach oben in mein Zimmer und schließe erleichtert die Zimmertüre hinter mir.

Ich lege meine Tasche neben meinem Schreibtisch ab und schäle mich erstmal aus meinen Klamotten. Eine warme Dusche ist wahrscheinlich das Einzige, was mir gerade ein bisschen helfen wird. Schließlich ist mein Körper nur noch von meiner Unterwäsche bedeckt.

Mit frischer Wäsche unter meinem Arm drehe ich mich um als Jason plötzlich vor mir steht. "Hey Baby..", raunt er grinsend mit tiefer Stimme und geht ein paar Schritte auf mich zu. Erschrocken ziehe ich die Luft ein und greife hastig nach meinem Pullover, den ich eben aufs Bett geschmissen habe, und halte ihn vor meinen unverhüllten Körper. Jason schüttelt lachend den Kopf "Es gibt nichts, was ich nicht schon oft genug von dir gesehen hätte.", Er entzieht mir meinen Pullover während ich wie erstarrt dastehe und es perplex zulasse. "Warum schleichst du dich so hier rein? Hast du mir etwa was zu verheimlichen?" Ich schüttle mit dem Kopf und senke meinen Blick auf den Boden. "Nein..i-ich verheimliche ga-garnichts.", stottere ich und merke, wie mein Puls erneut in die Höhe schießt.

Ich zucke auf, als Jason mich mit seinen eiskalten Händen dicht an sich heranzieht, um dann sein Gesicht in meiner Halsbeuge zu vergraben. "Du lügst!!"; zischt er plötzlich holt mit seiner Hand aus, die kurz darauf an meiner Wange abprallt. "Du riechst nach einem Typen!!"; fährt er fort und funkelt mich finster an. "Ich war bei Luke um eine Schularbeit fertig zu machen.", erkläre ich kleinlaut und weiche seinem prüfenden Blick aus. Ich muss schlucken, als Jason seine Hand an meine Kehle legt und zudrückt, mit der anderen Hand klemmt er mein Kinn in seine Finger und zwingt mich dazu, ihn anzusehen. "Achja?? Schularbeit also! Deswegen ist dein Gesicht hochrot. Und die Tränen in deinen Augen? Habt ihr gefickt?!", Ungläubig schaut er mich an und ehe ich mich versehe presst er seine Lippen auf meine. Dann holt er mit seiner Hand erneut aus und verpasst mir einen weiteren Schlag auf meine bereits pochende Wange. "Was zum Teufel habt ihr gemacht??", fragt er wütend und schlägt mich erneut.

Tränen laufen mein erhitztes Gesicht herunter. "Du gehst nie wieder zu diesem Luke, hast du verstanden??", fragt er erneut und platziert seine Hand in meinem Nacken. "Und sieh mich verdammt nochmal an! Und hör auf zu weinen!", sagt er in einem herrischen Ton. Ich nicke und versuche mich von seinem Griff zu befreien. Ich versuche mich weiterhin zu wehren, als Jason mich plötzlich aufs Bett schubst. "Du hältst jetzt endlich still, hast du verstanden??", raunt er in mein Ohr und will meinen Slip herunterziehen, während er dicht über mir kniet. Ich kneife meine Augen zusammen, das ist so demütigend!! Wo ist überhaupt Tamara??

Ich zittere am ganzen Körper, als Jason mich zu küssen gewinnt und seine deutlich spürbare Erregung sich zwischen meine Beine drückt. Lieber würde ich jetzt bewusstlos daliegen, als diese Scheiße hier miterleben zu müssen! Jason streift sich erregt seine Boxershorts herunter und was dabei zum Vorschein kommt, möchte ich nicht sehen. Ich will nur endlich raus aus diesem Alptraum! Und zwar schnell!

"Schaaaatz!", kommt es plötzlich von unten herauf gerufen und lässt sowohl mich, als auch Jason erschrocken zusammenzucken. Tamara, endlich! "Fuck..los zieh dich an! Oder tu so, als würdest du schlafen!"; erwähnt Jason hastig und zieht seine Boxershorts wieder hoch. Er steht auf und schmeißt mir ein paar Klamotten rüber. Dann zieht er sich sein Shirt und seine Jeans wieder an und schafft es irgendwie, seine Erregung darin zu verstecken. Während ich mich schnell anziehe kommt Jason nochmal zu mir und packt mein Kinn zwischen seine Finger "Du hältst deine Klappe, verstanden??"

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