Erschrocken richte ich meinen Blick aus dem Fenster und schaue direkt in zwei blaue Augen, die ich sofort wieder erkenne. Ein eiskalter Schauer macht sich in mir breit, während die kalten Augen mich fixieren.
Er trägt eine Maske im Gesicht, dennoch muss ich nicht zweimal überlegen, wer neben dem Auto steht. Mit einer Handbewegung bedeutet er mir aus dem Auto auszusteigen. Ich bekomme Angst, denke dabei an Luke's Worte. Das ich im Auto bleiben soll und mich erst Recht nicht anquatschen lassen soll. Stumm schüttle ich den Kopf und drücke den kleinen Knopf an der Tür herunter, um die Tür zu verschließen. Dann kurble ich die Scheibe einen Spalt herunter.
"Aussteigen!", knurrt Louis, was ich mit einem nervösen "Nein", beantworte. Dann verschwindet er wieder aus meinem Blickfeld und scheint zu gehen. Zu spät realisiere ich, das er über die Fahrertür versucht ins Auto zu steigen. Als ich mich über die Mittelkonsole beuge um die Tür zu verschließen hat Louis sie schon aufgerissen.
"Du sollst aussteigen! Jetzt!", befiehlt er mir. Wie erstarrt schaue ich zu ihm und weiß nicht, was ich sagen soll. Dann wandert Louis' Blick zum Schlüssel, der im Zündschloss steckt und er setzt sich auf Luke's Fahrerseite. "Entweder du steigst jetzt aus oder ich fahre mit dir, mit Luke's Karre von hier weg!!", raunt er drohend, worauf ich schlucke.
"Nein..nicht! Okay!", presse ich panisch heraus, als er schon im Begriff ist den Schlüssel umzudrehen. Hastig öffne ich das Schloss wieder und steige mit meinem Handy in der Hand aus dem Auto. "Geht doch", Louis steigt ebenfalls aus, schließt die Tür und kommt dann zu mir rüber. "Mitkommen, verhalte dich normal, okay??" Ich schlucke nervös, als er seine Hand an meinen unteren Rücken legt und mich mit sich schiebt. Wenige Meter vom Auto entfernt zieht er mich an meinem Arm grob hinter ein Gebüsch. Dann nimmt er seine Maske herunter und grinst mich finster an.
Nervös weiche ich ein paar Schritte zurück, bis ich mit meinem Rücken gegen einen Baum pralle. "Na, macht dein Freund schön Geschäfte??", erkundigt er sich, worauf ich ihn nur erstarrt anschaue. "Meine Vögelchen haben mir gezwitschert das sein Geschäft gerade nicht so gut läuft. Scheint, als könnte er seine Schulden nicht rechtzeitig begleichen" Ich bleibe weiterhin sturm, versuche stattdessen nicht in Panik auszubrechen. Er wird mich nicht entführen, oder??
"Du sollst reden dumme Göre! Wieviel Geld fehlt ihm noch???" Ich quietsche kurz auf, als er seine Hand an meinen Hals legt und kurz zupackt. "4.000€", presse ich heraus, während ich nach Luft ringe. Dann nimmt Louis endlich wieder die Hand von meiner Kehle, worauf ich meine Lungen wieder hektisch mit Sauerstoff fülle.
"Geht doch! 4.000€ in 3 Tagen, das wird knapp! Wäre zu schön, wenn er das wirklich hinbekommt!" sagt er dann finster lachend. "Was habt ihr vor, was passiert wenn er es nicht schafft?", frage ich ängstlich und verschränke meine Arme vor der Brust. "Du glaubst das sage ich dir? Bist du wirklich so dumm, oder tust du nur so? Ich kann dir was anderes sagen. Wenn du willst, helfe ich deinem Freund. Aber das darf niemand wissen, kapiert? Erst Recht nicht Luke!" "W-was? Du hilfst ihm?", frage ich und weite ungläubig die Augen. Er will Luke helfen? Wie will er das denn anstellen? Ich dachte, er wäre gegen ihn und arbeitet für seinen Boss? Wieso sollte er da Luke helfen?
"Richtig gehört. Und du bist der Schlüssel. Es hängt von dir ab, ob ich ihm helfe" raunt er dann und legt eine Hand an meine Wange, worauf ich erschrocken zusammen zucke. "Hey, warum so ängstlich? Ich tu dir nichts, keine Sorge. Und du kannst auch gleich wieder zurück. Ich gebe dir jetzt eine Anweisung, wenn du sie befolgst helfe ich Luke" "Was willst du?", frage ich nervös und versuche seinem Blick stand zu halten, was garnicht so einfach ist. "An Silvester treffen wir uns um 16 Uhr genau hier. Luke erfährt kein Wort davon, verstanden??" "Und dann?" "Tzz, das wüsstest du gerne, was? Komm erstmal hier her, dann gehts weiter. Also..steht unser Treffen?" Er durchbohrt mich mit seinem Blick, worauf ich schlucken muss.
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useless.
Romansa》Ich fühlte mich nutzlos. Ertrunken in der Angst, in Scham und Selbsthass. Dann kam er und zog mich aus dem Wasser obwohl er selbst zu ertrinken drohte.《 Manchmal müssen wir Kompromisse eingehen aber welchen Preis sind wir bereit zu zahlen, um die L...
