Kapitel 65

23 3 6
                                    

Seijas Sicht

Ein paar Tage später waren Samu und ich auf dem Weg zum Frauenarzt, ich war froh, dass Eve noch hier in London geblieben ist, so wusste ich wenigstens, dass meine Kinder gut aufgehoben waren. Leicht nervös sah ich aus dem Fenster, auch wenn das nicht mein erstes Kind war, so war es dieses Mal doch anders! Saum nahm meine Hand und drückte sie leicht. "Ist alles in Ordnung?" Er sah mich kurz unsicher an. "Ja, aber ich bin froh, dass es eine Ärztin ist und nicht ein Arzt!" Mein Mann lächelte schwach und bog auf den Parkplatz von der Praxis. "Das kann ich gut verstehen!" Ich lächelte und war froh, nicht alleine hier zu sein.
Wir stiegen aus und Samu zog mich sofort in seine Arme. "Hey, es wird alles gut gehen!" Seufzend lehnte ich meinen Kopf an seine Brust. "Ich hoffe es!" Ich sah meinen Mann wieder an, er lächelte kurz bevor er seine weichen Lippen auf meine drückte. "Ich bin da und ich werde dich nicht alleine lassen, hast du gehört?" Seine Stimme war nur ein Flüstern, ich nickte und nahm kurz darauf seine Hand.
Wir liefen langsam zum Gebäude, ich konnte Samus Nervosität deutlich ansehen, auch wenn er versuchte ruhig zu bleiben! Vor der Tür atmete ich noch einmal tief durch, bevor ich die Tür öffnete. Die Sprechstundenhilfe sah mich fragend an und schielte dabei immer wieder zu Samu. "Haber, wir hatten einen Termin!" Sie lächelte kurz und nickte. "Richtig, sie sind heute zum ersten Mal hier?" Ihr Blick huschte immer wieder zu Samu, was mich schon wahnsinnig machte. "Richtig, meine Frau und ich sind heute zum ersten Mal hier!" Samu legte mir seinen Arm über die Schulter und zog mich ein wenig an sich. Die Frau bekam einen feuerroten Kopf und reichte mir einen Fragebogen, den ich ausfüllen sollte, und deutete uns anschließend auf, im Wartezimmer Platz zu nehmen. Leise vor mich hin fluchend, setzte ich mich auf einen Stuhl und verschränkte meine Arme vor der Brust. "Kaunis, bitte beruhige dich!" Da außer uns noch eine andere Patientin da war, versuchte ich ruhig zu bleiben, was mir aber nicht sonderlich gut gelang! "So, der Doktor hat jetzt Zeit für sie!" Die Frau stand auf und folgte der Sprechstundenhilfe ins Behandlungszimmer. "Was bildet die sich eigentlich ein?!" Fluchend sah ich meinen Mann an, er schüttelte den Kopf und nahm meine Hand. "Kaunis, mir ist es ziemlich egal, wie oft die mich ansieht, ich liebe Dich und ich möchte auch keine andere Frau mehr haben!" Ich lächelte und lehnte meinen Kopf an Samus Schulter. Samu strich mir über den Arm, als die Sprechstundenhilfe zu uns ins Wartezimmer kam. "Die Frau Doktor hat jetzt Zeit für sie!" Sie sah bei den Sätzen mehr Samu an als mich. "Danke, aber wären sie so freundlich, uns auch den Weg ins Zimmer zu zeigen, oder soll ich Ihnen vorher noch ein Passbild von meinem Mann geben?" Die Frau erstarrte, drehte sich um und zeigte uns den Weg.
Wir setzten uns, nachdem wir alleine waren, auf die Stühle und warteten auf die Frauenärztin, Samu grinste mich an, was mich kurz zum Lachen brachte. "Was denn? Sie wird doch nicht fürs Klotzen bezahlt!" Er schüttelte den Kopf und nahm erneut meine Hand. "Ich finde es süß, wenn du eifersüchtig bist!" Er gab mir einen Kuss auf die Wange, als die Tür aufging. "Na, das nennt man mal Liebe!" Lächelnd ließ ich die Hand meines Mannes los und reichte sie der Ärztin. "Haber! Und das schon seit neun Jahren!" Die Frau lächelte leicht und schüttelte erst meine und dann Samus Hand. "Das freut mich zu hören, ich bin Dr. Davies! So, dann wollen wir mal sehen!" Nervös legte ich mich auf die Liege und hilt Samu aofort meine Hand hin. "Keine Angst, bei der ersten Schwangerschaft sind alle etwas nervös!" Ich lächelte kurz, sah meinen Mann Hilfe suchend an, der sofort verstand, was ich meine. "Das ist nicht die erste Schwangerschaft, es ist bei ihr wegen etwas anderem!" Die Ärztin nickte, fragte aber zum Glück nicht weiter nach. "Okay, dann kennen sie ja den Ablauf!" Ich nickte und sah gespannt auf den Monitor. Samu folgte meinem Blick und hatte Tränen in den Augen. "Ich darf ihnen gratulieren, da ist das erste Kind und da das zweite!" Mit großen Augen starrte ich vom Monitor zu meinem Mann. "Bei der nächsten Untersuchung kann man bestimmt schon den Herzschlag hören!" Samu nickte und wischte sich seine Tränen aus dem Gesicht. "Aber ansonsten ist alles in Ordnung?" Die Ärztin wischte mir gerade den Bauch ab, sie nickte und reichte Samu ein paar Minuten später das Ultraschallbild. "Ja, es ist alles in bester Ordnung!" Mein Mann atmete erleichtert aus und sah mich danach lächelnd an. "Du weißt gar nicht, wie sehr ich mich freue!" Ich richtete mich auf und im nächsten Moment schossen mir Tränen aus dem Gesicht. "Hey Kaunis ..." Mein Mann zog mich in seine Arme und drückte mich an sich. Ich schlang meine Arme um ihn und konnte gerade nicht glücklicher sein, auch wenn es wieder Zwillinge waren! Die Ärztin drückte leicht meine Schulter und reichte mir meinen Mutterpass. "Den neuen Termin habe ich schon ins Buch geklebt!" Ich nickte, bedankte mich bei ihr und lief mit Samu zum Auto. "Bist du bereit für weitere zwei Kinder?" Er zog mich zu sich ran und hob mich im nächsten Moment hoch. "Ich bin so was von bereit!" Danach drehte er sich ein paar mal im Kreis, bevor er mich wieder absetzte und mir einen langen leidenschaftlichen Kuss gab.

You are mine Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt