Kapitel 14

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Samus Sicht

Vier weitere Wochen vergingen, vier weitere Wochen ohne ein Lebenszeichen von Seija was mich noch durch drehen ließ! Selbst die Polizei wusste nicht mehr wo sie suchen sollte und hatte angedroht, die Suche einzustellen wenn nicht bald ein Lebenszeichen von ihr käme. Ich saß im Schlafzimmer auf dem Bett und starrte aus dem Fenster, wieso tat mir Riku das nur an, wir waren doch mal beste Freunde gewesen?! Ich raufte mir meine Haare und stand auf, es konnte doch nicht sein, dass meine Frau wie vom Erdboden verschluckt war, so groß war Finnland nun auch wieder nicht?! Ein leises klopfen ließ mich zusammen zucken, ich drehte mich um und sah Jonne unsicher im Türrahmen stehen. "Hey mein großer!" Ich breitete meine Arme aus und drückte ihn kurz darauf fest an mich. "Meinst du Mama lebt noch?" Er sah mich mit Tränen überströmten Gesicht an, was mich zum seufzen brachte. "Ich weiß es nicht...Man kann nur hoffen und hoffen das Riku bald einen Fehler macht!" Er nickte und versteckte sein Gesicht wieder in meinem Pulli. "Ich hasse ihn und wüschte du wärst mein richtiger Vater!" Kurz musste ich lächeln und küsste ihn auf den Kopf. "Ich kann dich ja Adoptieren, dann kannst du wie deine Mama meinen Nachnamen annehmen!" Er sah mich an und nickte sofort. "Das wäre schön, Jonne Haber!" Ich drückte ihn wieder an mich und strich immer wieder über seinen Rücken. "Ich werde sie Suchen gehen!" Murmelte ich und zuckte erneut zusammen, als eine Männerstimme hinter mir ertöhnte. "Samu meinst du, das bringt was?" Ich drehte mich zu Mikko um und löste mich von Jonne. "Es ist besser, als unötig auf Neuigkeiten zu warten..." Mikko schüttelte den Kopf, wusste aber wenn ich mir etwas in den Kopf gesetzt hatte, dass ich es dann auch duchziehen würde! "Du lässt dich eh nicht umstimmen, aber lass mich wenigsten mitkommen!" Ich nickte und stürmte aus dem Zimmer.

Nachdem ich mir meine Schuhe angezogen und meine Auto Schlüssel geholt hatte, rannte ich zu meinem BMW, ich schloss auf und wollte mich gerade hinter mein Steuer setzen, als ich eine Landkarte auf meinem Beifahrersitz sah. "Michelle kannst du nicht wenigstens deinen Müll mit raus nehmen!" Brüllte ich und sah mir die Karte genauer an. "Finnland?!" Ich runzelte die Stirn und faltete sie vorsichtig auseinander. Mir stockte der Atem, als ich mitten in der Wildnis einen dicken roten Kreis sah. "Michelle?!" Ich rannte wieder ins Haus und sah mich suchend nach ihr um. "Michelle?!" Liisa sah mich schockierend an, auch die anderen kamen nach und nach in den Flur gelaufen. "Spinnst du, was schreist du denn so?!" Michelle blieb vor mir stehen und sah mich fragend an. "Woher hast du die?" Ich wedelte mit der Karte in der Luft und funkelte sie zornig an. "Die hat Riku aus seinem Auto verloren, ich wollte sie noch weg schmeißen, aber irgendwie habe ich es vergessen..." "Vergessen? Hast du dir die Karte denn mal angesehen, wenn Riku sie schon verloren hat?!" Sie schüttelte den Kopf, sah mich aber weiterhin an. "Paska! Michelle Seija hätte vielleicht vor Wochen schon wieder zu Hause sein können!" Ich faltete die Karte so, dass man den Kreis deutlich erkennen konnte und schmiss sie anschließend auf den kleinen Schrank, der in der Nähe stand. "Sorry, meine beste Freundin ist verschwunden, da habe ich nicht dran gedacht und dann waren da noch die Wörter von Riku gewesen..." Ich schnaubte und verschränkte meine Arme vor der Brust. "Samu bitte, kannst du dich nicht erstmal beruhigen?" Harry legte schützend seine Arme um Shelly und sah mich unsicher an. "Ich will mich nicht beruhigen, ich will meine Frau endlich wieder haben!" Mikko kam mit Jonne die Treppe nach unten und zog sich schweigend seine Schuhe an, klar hatte er jedes Wort gehört ich war ja lauter, als wenn ich auf der Bühne stehe. "Na komm großer, lass uns gucken ob wir Seija finden!" Er nahm die Landkarte in die Hand und zog mich mit seiner anderen Hand aus dem Haus. "Papa, ich möchte mitkommen!" Jonne folgte uns zu meinem Auto und stieg sofort hinten ein, auch die anderen folgten uns nach draußen.

Mikko bestand darauf, dass ich auf dem Beifahrersitz Platz nahm, was mich noch Wahnsinnig machte.
"Ich Google jetzt schon zum zwanzigsten mal, aber auf der Karte ist nichts, wo kann Riku sie da bitte versteckt haben?!" Fluchend ließ ich mein Handy sinken und sah meinen Manager an. "Doch, da ist ein verfallnes Haus!"

Liisa gab mir ihr Handy in die Hand, was mich erneut fluchen ließ

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Liisa gab mir ihr Handy in die Hand, was mich erneut fluchen ließ. "Er wird sie doch nicht da eingesperrt haben, wer weiß was da alles rum krabbelt?!" Ich gab das Handy wieder nach hinten und starrte auf die Straße. "Kannst du nicht wenigstens etwas schneller fahren?!" Mikko schnaubte neben mir und sah mich kurz an. "Hapa, ich fahre schon mehr als eigentlich zugelassen ist, wenn uns die Polizei anhält sind wir sehr weit gekommen!" Ich raufte mir die Haare, wieso konnte dieser Mistkerl sie nicht hier in Helsinki verstecken! "Samu, wenn sie da ist, dann wird sie auch frei kommen, er ist alleine und wir sind außer Jonne zu fünft!" Liisa legte mir ihre Hand auf die Schulter und drückte diese leicht. "Ich hoffe nur, dass er ihr nichts angetan hat, oder schlimmer..." Ich drehte mich zu Liisa um und sah sie mit weit aufgerissenen Augen an. "Meinst du, dass würde er tun?" Sie sah mich ungläubig an, aber so wie Rajamaa momentan drauf war, würde ich es ihm sogar zutrauen. "Ihr könnt ruhig offen reden, ich bin kein Kind mehr!" Jonne sah uns an und ballte kurz darauf seine Fäuste, als er verstand was wir meinten. "Wieso hat er das überhaupt getan?" Ich spürte eine Träne über meine Wange laufen, die ich eilig weg wischte. "Meint ihr, dass er Drogen nimmt? Ich meine, dieser Kerl hat sich um fünfhundert Grad in die falsche Richtung gedreht?!" Ich zuckte mit den Schultern und Atmete ein paar mal tief durch. "Wenn er so wie ich eine Gitarre an den Kopf gekriegt hätte, dann wüsste ich wieso sich ein paar Schrauben gelockert haben, aber bei ihm fällt mir einfach kein Grund ein!" Mikko lachte kurz und sah mich danach wieder ernst an. "Wir sollten die Polizei alamieren, wenn Riku wirklich da ist, dann wäre es besser wenn sie auch gleich vor Ort sind!" Ich nickte und war Liisa dankbar, das sie das telefonieren übernahm!

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