Kapitel 83

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Seijas Sicht

Leicht lächelnd lag ich in Samus Arm und sah ihm beim Schlafen zu, ich liebe diesen Mann mehr denn je! Zärtlich strich ich über seine Wange, was ihn wohlig Seufzen ließ, er zog mich noch ein wenig mehr in seine Arme und sah mich kurz darauf ziemlich verschlafen an. „Wie lange bist du schon wach?" Murmelte er gähnend. „Schon eine ganze Weile, ich liebe es immer noch dich beim Schlafen zu beobachten!" Samu schmunzelte leicht, bevor er mir einen Kuss gab. „Ich finde das immer noch ziemlich spuki!" Kurz musste ich lachen. „Als ob du mich noch nie beobachtet hast?!" Samu seufzte leise und sah danach kurz aus dem Fenster. „Doch das habe ich ... Als ... Als Riku dich in seiner Gewalt hatte und du endlich wieder bei mir warst, bin ich gefühlt jede Stunde aufgewacht und habe nach dir gesehen!" Ich strich erneut über Samus Wange und lächelte schwach. „In dieser Zeit ist mir bewusst geworden, wie sehr ich dich liebe, dich und unsere Kinder!" Samu küsste mich erneut und zog mich wieder eng an sich. „Weißt du am Anfang dachte ich, das du mir zusammen bist, weil du wieder Spaß haben wolltest!" Mein Mann sah mich empört an. „Lass mich Ausreden! Je länger wir beide zusammen waren, desto mehr wusste ich, dass du es mit mir wirklich ernst meinst!" Samu fuhr sich durch die Haare und sah mich danach wieder an. „Du machst mich glücklich Seija! Klar hätte ich am Anfang nie daran gedacht, mit der Ex-Frau meines damaligen besten Freundes eine Beziehung anzufangen, aber je öfter wir zusammen waren, umso mehr wollte ich mit dir zusammen kommen!" Ich wischte mir meine Tränen aus dem Gesicht. „Ich hasse diese Schwangerschaftshormone!" Samu fing an zu lachen und strich zärtlich über meinen dicken Bauch. „Hast du denn schon einen Namen ausgesucht?" Lächelnd nickte ich und zog Samu zu mir ran. „Das verrate ich aber erst, wenn die anderen dabei sind!" Flüsterte ich und drückte meine Lippen zärtlich auf Samus Mund.
Ein lautes Geschepper ließ uns zusammen zucken, Samu sprang sofort aus dem Bett und rannte aus dem Zimmer. Ich folgte ihm und sah meinen Sohn in der Küche sprachlos an. „Was zur Hölle machst du da?" Jonne kratzte sich verlegen am Kopf und kniff die Lippen aufeinander. „Ich wollte sauber machen und Oma damit überraschen ..." Er sah verlegen auf die Scherben, die verstreut auf den Boden lagen. „Ich muss ja zugeben, das ich von meiner Mutter das Geschirr nicht gerade toll fand, aber zerstören wollte ich es deswegen noch nie!" Mit gerunzelt Stirn boxte ich meinen Mann in die Rippen, was ihn zusammen zucken ließ. „Olen pahoillani isoäiti (es tut mir leid Oma)!" Murmelte Jonne leise, worauf Samu sich sofort umdrehte. Eve winkte ab und lief zu meinem Sohn, sie zog ihn in ihre Arme und drückte ihn an sich. „Niin kauna kuin sinulle ei ole tapahtunut mitään (solange dir nichts passiert ist)!" Jonne drückte sich noch ein wenig mehr an seine Großmutter und seufzte leise. „Da dir mein Geschirr eh nicht gefallen hat, schlage ich vor, dass du losfährst und ein neues kaufst!" Kurz sah ich meinen Mann an und fing im nächsten Moment an zu lachen. Mein Mann funkelte mich an und wollte gerade gehen, aber ich hielt ihn am Arm fest und versuchte mich zu beruhigen. „Da du ja heute unterwegs bist und wir hier alle gerade versammelt sind, kann ich euch sagen, dass wir zu Elias noch einen Leevi bekommen!" Samu lächelte mich an und drückte kurz darauf seine Lippen auf meinen Mund. „Der Name ist wunderschön!" Flüsterte er und zog mich in seine Arme. „Seija du hast einen tollen Namen herausgesucht!" Eve legte ihre Arme um mich und Samu und drückte uns an sich. „Ich bin ja immer noch unglaublich Stolz auf dich, du machst meinen Sohn glücklich und nicht nur das, ihr habt mir so wunderbare Enkelkinder geschenkt!" Samu wischte seiner Mutter die Tränen aus dem Gesicht und drückte sie an sich. „Rakastan sinua, äiti!" Er lächelte sie kurz an, was mich ebenfalls Lächeln ließ. „Aber jetzt muss ich los!" Samu verschwand im Schlafzimmer und kam nach ein paar Minuten fertig angezogen und frisch gewaschen wieder in die Küche. „Jonne du kommst mit!" Mein Sohn seufzte leise und folgte Samu nach draußen. Kopf schüttelnd holte ich einen Besen. „Das kommt gar nicht infrage!" Eve nahm mir den Besen aus der Hand und drückte mich auf einen Stuhl. „Eve ..." „Seija du bist hochschwanger, da erlaube ich nicht, dass du dich überanstrengst!" Augen rollend seufzte ich, wusste aber das es nichts brachte, wenn ich mit ihr zu diskutieren anfing! „Du und dein Sohn könnt ziemlich stur sein, weißt du das?!" Sie nickte, bevor sie zu lachen begann. „Sanna kann ich dich kurz unter vier Augen sprechen?" Meine Schwägerin nickte, warf die Scherben in den Mülleimer und folgte mir nach draußen. „Was gibt es so Geheimnisvolles?" Sie sah mich neugierig an. „Wie findest du das Kleid?" Verwirrt sah sie auf das Handy. „Das ist wunderschön, aber wolltet ihr nicht heiraten, wenn die Babys auf der Welt sind?" Ich setzte mich auf die Liege und lächelte leicht. „Eigentlich schon, Samu weiß auch noch nichts davon! Nächsten Monat ist unseren Jahrestag, also der Tag an dem wir zusammen gekommen sind und na ja ... Ich würde ihn gerne überraschen und auch mit Mikko sprechen, das er versucht einen Termin an diesen Tag zu bekommen, da er ja so einige Tricks kennt!" „Oh Seija, die Idee ist toll und ich Versuche meinen Bruder in einen Anzug zubekommen!" Sannas Augen leuchteten, als sie sich neben mich setzte. „Finde ich auch! Kommst du mit, wenn ich mir das Kleid ansehe?" Sie nickte und zog mich in ihre Arme. „Na klar komme ich mit!" Ich seufzte und sah Sanna danach wieder an. „Aber bitte erst mal kein Wort zu deiner Mutter, du weißt ja wie sie ist!" Sanna lachte kurz, bevor sie mir das Versprechen gab.

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