Flammenblüte fühlte sich, als würden ihr alle Eingeweide aus dem Bauch gerissen. Ihre Pfoten gaben unter ihr nach und sie brach zusammen. Schmerzverzerrt jaulte sie auf.
"... ihre Jungen" miaute Regenpelz neben ihr besorgt. Ihre Freunde beugten sich über sie und schauten sie verwirrt an. "Es ist zu früh"meinte Staubwolke und Fels bot an: "Wir bringen sie in unser Lager, kann sie laufen?" Die flammenfarbene Kätzin zitterte am ganzen Körper, aber sie stand nickend auf. Von beiden Seiten von ihren Clangefährten, Regenpelz und Staubwolke, gestützt humpelten sie den Stammkatzen hinterher. Es war ein langer, mühsamer und steiler Weg und Flammenblüte kam es vor, als würden mehrere Blattwechsel vergehen, bis sie endlich den Wasserfall erreicht hatten, hinter dem der Stamm des eilenden Wassers sein Lager hatte. Nacht ohne Sterne, wie eine der beiden fremden Stammeskatzen hieß, eilte voraus, um ihrem Seher und Anführer Sager von den spitzen Steinen, der von allen nur Steinsager genannt wurde, von ihrem Besuch zu berichten. Von allen Seiten wurden sie begrüßt, aber die Königin verstand nur die Hälfte des Gesagten, der Rest prallte an ihr ab. Ihr Bauch zerrte und sie wollte sich nur noch hinlegen.
Unter größter Anstrengung erklomm sie den dünnen Pfad, der hinter den Wasserfall führte und blinzelte dann einige Male, denn sie konnte in dem düsteren Licht der Höhle nichts erkennen. Als sich ihre Augen an das Licht, oder eher das fehlende Licht, gewöhnt hatten, konnte sie die atemberaubende Höhle sehen. Überall ragten spitze Steine von der Decke und vom Boden auf und teilweise waren auch einige zusammengewachsen, sodass sie aussahen, wie die großen Eichen im DonnerClan-Territorium. Was würde Flammenblüte jetzt nur für ein gemütliches Nest in der Kinderstube geben. Ihre Jungen würden in kurzer Zeit geboren werden und sie war beim Stamm, wo es nur einen Seher und keinen richtigen Heiler gab. Dabei sollten die kleinen erst in einem Viertelmond geboren werden.
Ein braun getigerter, stockdünner Kater trat aus dem Schatten. Er sah aus, als spanne sich sein Pelz über seine bloßen Knochen, und seine Schnauze war grau vor Alter. Seine bernsteinfarbenen Augen glühten im Dämmerlicht.
Regenpelz hinter Flammenblüte neigte ehrfurchtsvoll den Kopf. "Sei gerüßt, Steinsager." Flammenblüte scharrte ungeduldig auf dem harten Höhlenboden. Sie konnte jetzt nicht an irgendwelche Begrüßungen denken, weil ihr Bauch so sehr schmerzte. Steinsager musterte sie mit zusammengekniffenen Augen. "Seid gegrüßt. Ich habe euch erwartet. Ihr werdet mir meine Tochter nicht wegnehmen." knurrte der Anführer des Stammes. Seine Tochter wegnehmen? Was redete er da? War er vor Alter verwirrt? "Herbst bring die Jungenmutter in die die Jungenhöhlen(sorry hab vergessen, wie die Kinderstube beim Stamm heist...) und die anderen drei können sich bei unseren Beutejägern ausruhen. Sie werden beim jagen helfen und sobald die Jungen laufen können, werden sie den Stamm verlassen" mit diesen Worten drehte sich der braune Kater für sein Alter recht gelenkig um und lief davon. Herbst, eine hellbraune Kätzin mit weißen Flecken und grauen Augen, die hinter Steinsager gestanden hatte, trat hervor. "Ihr müsst meinen Vater entschuldigen, er ist seit ein paar Sonnenaufgängen seltsam. Er hat wohl irgendeine Prophezeiung vom Stamm der ewigen Jagd bekommen. Ich bin Herbst wo Blätter fallen, aber ihr könnt mich Herbst nennen. Ihr beiden wartet hier bitte kurz" miaute sie und fuhr dann an die orange Kätzin gewandt fort: "Folgst du mir bitte?" Diese nickte nur zustimmend und eilte der Stammeskätzin hinterher.
Die Braune führte sie in ein kleines abgelegenes Tunnelsystem und zeigte mit dem Schwanz auf eine kleine Höhle, in der ein Nest war. "Leg dich am besten da hin. Ich werde bei dir bleiben. Ich bin für das Helfen bei der Geburt von Jungen ausgebildet, keine Sorge" Dankbar legte Flammenblüte sich in das weiche Moosnest. Sie spürte, wie ein zittern durch ihren ganzen Körper ging und Herbst miaute: "Das erste kommt gleich. Hier beiß da drauf" Sie legte der Königin einen Stock vor die Pfoten. Flammenblüte wusste zwar nicht, wozu der gut sein sollte, aber sie nahm ihn zwischen ihre Zähne. Ein weiteres Zittern durchlief ihren Körper und sie hätte am liebsten aufgejault vor Schmerzen. Dafür war der Ast also gut. Damit sie mit ihrem Gejaule nicht den ganzen Stamm störte.
Das erste Junge, ein kleiner orangener Kater wurde geboren und Flammenblüte begann sofort ihn abzuschlecken. Dass Fell des kleinen war ganz nass und das Junge maunzte hungrig. Die Kätzin wollte es an ihren Bauch schieben, aber Herbst nahm es ihr weg. "Ich muss es erst untersuchen. Du kannst es gleich haben." miaute sie und beugte sich über Flammenblütes Erstgeborenen um ihn zu beschnüffeln. "Alles okay. Du hast einen gesunden Sohn. Wie willst du ihn nennen?" Darüber hatte sie noch gar nicht nachgedacht. Plötzlich hatte sie eine eingebung. Sie hieß Flammenblüte und ihr Vater hieß Feuerstern, warum nannte sie ihren Sohn nicht auch nach dem Feuer, dass in ihrem Herzen loderte? "Glutjunges" schnurrte sie und Herbst gab ihr das Junge zurück, dass sich sofort an ihren Bauch presste und gierig zu trinken begann.
Eine weitere Welle des Schmerzes durchzuckte den Körper der flammenfarbenen Katze und sie stöhnte auf. Wie lange sollte das noch so weitergehen? Ein weiteres Junges kam auf die Welt. Sofort leckte Flammenblüte auch dieses ab. Es war eine hellrote Kätzin mit einem dunkleren Schweif. Der Pelz der Kleinen erinnerte an ein Ahornblatt wärend des Blattfalls. "Es soll Ahornjunges heißen" miaute die Königin mit einem geschwächten Schnurren. Auch dieses Junge wurde von Herbst ausgiebig beschnüffelt und dann für kerngesund erklärt. "Sie sehen dir beide sehr ähnlich" schnurrte die Kätzin. "Ja, das tun sie" schnurrte die Clankatze zur Antwort. "Welcher der beiden Kater, ist der Vater?" Die braune schaute die flammenfarbene Kätzin fragend an. "Oh, der Vater ist Regenpelz, der hellgraue Kater. Staubwolke ist mein Bruder" "Das ist ja toll" die Augen der Stammeskätzin glänzten "Soll ich Regenpelz reinholen, wenn das letzte geboren ist?" "Es kommt noch eines?" "Ja es kommt noch eines" stellte die Braune fest, als sie mit der Pfote gegen Flammenblütes Flanke drückte. "Ja hol ihn dann bitte rein. Aber erst, wenn es geboren ist" Die DonnerClan-Kätzin freute sich schon riesig auf das erste zusammentreffen zwischen Regenpelz und seinen Jungen.
Als die letzte Schmerzeswelle kam biss Flammenblüte ganz fest auf ihren Stock. Der Schmerz war schon fast unerträglich. Endlich war es geschafft. Sie fühlte, dass das letzte geboren war, noch bevor sie es sah, denn der Schmerz lies nach. Sie drehte sich herum um das kleine, eine winzige hellgraue Kätzin mit roten Tupfen, zu beschnüffeln und abzuschlecken, da jaulte sie entsetzt auf. Es atmete nicht. "Was ist mit ihm?" fragte sie entsetzt. "Es...es ist Tod. Es wurde zu früh geboren, wie die anderen auch, aber es hätte noch länger in deinem Bauch bleiben müssen. Es tut mir so leid, Flammenblüte..." Es war tot. Ihr Junges war Tod. Die Kätzin presste sich todtraurig in das Moos, ihre beiden lebenden Jungen neben sich und zog das dritte zu sich. "Flammenblüte..." miaute Herbst, aber die Kätzin ignorierte sie und fiehl völlig unerwartet in einen tiefen Schlaf.
Ich hoffe euch hat das Kapitel gefallen(das Ende ziemlich sicher nicht, aber naja...). Es war ziemlich kompliziert von einer Geburt zu schreiben, wo doch sogar die Erins es vermeiden, aus der sicht, einer werfenden Kätzin zu schreiben. Wie findet ihr das Kapitel? (hoffe immer noch darauf, dass sich endlich mal jemand erbarmt und mir Kritik schreibt ;) )
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Warrior Cats - Die Tochter des Feuers
Fanfiction"Der See wird sterben. Zu dritt werdet ihr zu den Wolken gehen und Feuer sein. Nur so kannst du die Clans retten." Eine Prophezeiung kann das Leben einer Katze für immer verändern. Das hatte Flammenblüte schon als Junges von ihrem Vater Feuerstern g...
