Gähnend erwachte Flammenblüte aus ihrem Traum. Die ersten Strahlen der aufgehenden Sonne kitzelten in ihrer Nase und sie hörte einen Vogel krächzen. Langsam stand sie auf, wobei sie sich Mühe gab ihre beiden noch schlafenden Jungen nicht zu wecken und streckte sich ausgiebig. Der Boden war mit einer dünnen Schneeschicht überzogen und die Farnwedel waren ganz steif und knisterten, als Flammenblüte sie berührte. Regenpelz war wie es aussah gerade mit dem Bewachen dran, denn er war als einziger nirgends zu sehen. Herbst und Staubwolke schliefen dicht aneinander gekuschelt und Charly lag gleich daneben.
Frostfell und Fleckenschweif hatten wohl gemeint, dass sie sich beeilen sollten, also weckte die Königin ihre Freunde. Mürrisch erhoben die Katzen sich auf ihre Pfoten. Gleich darauf wachten auch Glutjunges und Ahornjunges auf und fingen sofort an im Schnee zu spielen. Nachdem sich alle einer schnellen Wäsche unterzogen hatten bedeutete Flammenblüte ihren, ihr zu folgen. Sie verlies den Farn und trottete zu Regenpelz, der mit Blick auf die Stammeskatzen im Schnee lag und seinen Kopf auf den Pfoten abgelegt hatte. Als er die Gruppe kommen hörte hob er den Kopf, spitzte die Ohren misstrauisch und sprang dann erfreut auf, als er seine Gefährtin erkannte. Die Kätzin trottete zu dem grauen Kater und begrüßte ihn Nase an Nase, die beiden orangenen Jungen folgten ihr auf den Pfoten. Die beiden blieben schüchtern hinter ihrer Mutter stehen und schauten ihren Vater mit großen Augen an. Dieser duckte sich, um auf Augenhöhe mit seinen Jungen zu sein und miaute schnurrend: „Wollt ihr eine Jagdtechnik lernen?“ Ahornjunges und Glutjunges blickten sich erst misstrauisch an, bevor sie schnurrend nickten. Als Regenpelz sich ins Jagdkauern fallen lies und die Kleinen versuchten dies nachzumachen, konnten Herbst, Staubwolke, Charly und Flammenblüte kein amüsiertes Schnurren unterdrücken. Die Schwänze der beiden wedelten wild in der Luft und sie glitten immer wieder auf dem verschneiten Untergrund aus. Trotzdem strahlten die Augen von Ahornjunges und Glutjunges, als sie bewundernd zu Regenpelz aufschauten. „Ich will, dass du mein Mentor wirst!“ miaute Glutjunges stolz, aber Ahornjunges wiedersprach ihrem Bruder mit ernster Stimme: „Das kann er nicht!“ Glutjunges legte den Kopf schief. „Warum?“ „Weil er schon mein Mentor wird“ schnurrte die Kätzin und griff ihren Wurfgefährten verspielt an. Flammenblüte packte ihre Tochter am Nackenfell und zog sie von ihrem Sohn herunter. „Er kann nicht euer Mentor werden, weil er euer Vater ist“ schnurrte sie und die beiden runzelten die Stirn. „Ich will aber, dass er mein Mentor wird“ miaute Glutjunges trotzig und der graue Krieger stieß ihn mit der Pfote um, worauf der kleine orangene Kater den Schweif seines Vaters angriff.
Flammenblüte freute sich, dass Regenpelz sich jetzt Mühe mit den Kleinen gab. Dann fiel ihr wieder ein, wieso sie alle so früh geweckt hatte und miaute: „Wir müssen heute weitergehen. Lasst uns schnell mit den Höhlenwächtern reden und dann aufbrechen.“ Staubwolke nickte zustimmend und so bauten die Katzen sich vor den schlafenden Stammeskatzen auf. „Aufwachen“ knurrte Staubwolke und stieß Nacht mit der Pfote an. Die drei wachten auf und blickten sich irritiert um, bis sie wieder wussten, wo sie sich befanden, denn dann begannen sie zu knurren. „Was wollt ihr“ fauchte Fels genervt und setzte sich gähnend auf. „Wir wollen, dass ihr uns glaubt. Wir haben Herbst nicht entführt“ miaute Staubwolke bestimmt. Fels Blick verfinsterte sich noch mehr, als schon davor. „Ihr habt sie mitgenommen. Das allein zählt. Ihr hattet kein Recht dazu sie vom Stamm wegzubringen.“ Flammenblütes Nackenfell sträubte sich, als sie fauchte: „Sie wollte mit uns kommen. Wir haben euch doch auch nicht verurteilt, als Sturmpelz damals bei euch geblieben ist, oder als Federschweif für euch starb!“ Daraufhin versteinerten sich die Mienen von den drei Höhlenwächtern. „Du warst meine Gefährtin, Herbst. Wieso musst du mir das antun?“ miaute Fang mit brüchiger Stimme. „Ich…ich habe dich nie geliebt, Fang. Aber ich liebe Staubwolke und ich werde seine Jungen bekommen!“ miaute die gescheckte Kätzin bedauernd.
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Warrior Cats - Die Tochter des Feuers
Fanfic"Der See wird sterben. Zu dritt werdet ihr zu den Wolken gehen und Feuer sein. Nur so kannst du die Clans retten." Eine Prophezeiung kann das Leben einer Katze für immer verändern. Das hatte Flammenblüte schon als Junges von ihrem Vater Feuerstern g...
