20 - Kalenderdesaster
Meine Freundin hielt sich die Mütze fest und stolperte ins Haus.
Schnell schloss ich die Tür, bevor hier noch Eisbären reinkamen.
Clara klopfte sich den Schnee von der Jacke und schimpfte: »Wie kommen die Lehrer nur darauf, bei so einem Wetter campen zu gehen? Meine ganze Frisur ist ruiniert!«
Ich grinste. »Sei froh, dass wir nach Süden in so einen komischen Wald fahren. Der Lehrer hat gesagt dort gibts nirgenwo Zivilisation.«
Sie seufzte, nickte aber. Dann klappte ihr Mund auf. "Das Haus ist der Wahnsinn!" Ich wurde rot und machte eine Hausführung mit ihr. Der Hirschkopf in meinem Zimmer iritierte sie zwar ein wenig, doch sie war trotzdem begeistert. Nachdem wir ein wenig rumgehangen hatten, beschlossen wir, uns auf das mysteriöse Abenteuer "finde das Zelt" zu begeben.
Kichernd stiegen wir die Treppe runter. Ich knipste das Licht an und eine einzelne Glühbirne flackerte auf. In ihrem weißen Licht konnten wir Kistenstapel sehen.
Ich wusste wo das Zelt war und holte es raus. Dann durchstöberten wir alles. Clara fand zwei Schlafsäcke, ich eine Taschenlampe und einen Wasserkocher, außerdem entdeckten wir noch Streichhölzer, Bodenmatten und einen Klappstuhl.
Ich hatte zwar eine Kreischattacke, weil mir eine Spinne von der Decke ins Gesicht fiel, aber im großen und ganzen hatten wir eine gute Ausrüstung.
Wir schleppten das Zeug nach oben in den Flur, doch nachdem Papa uns angemeckert hatte, weil er über die Zeltschnüre stolperte und sich den Ellbogen anschlug, mussten wir alles im Gartenhäuschen verstauen.
Am Montag sollte es losgehen.
******
"AU! VERDAMMT!"
Fluchend rieb ich mir das Knie. Ich hatte gerade den Kofferraum geöffnet, und meine Tasche mit der Campingausrüstung freute sich offenbar mich zu sehen, denn sie fiel mir entgegen und rammte mich nieder.
Mama hatte mich in der Früh zum Treffpunkt gefahren.
Ich hatte zwei fette Taschen dabei, eine mit Anziehsachen und Kosmetikzeug und im anderen war die Campingausrüstung.
Nun aber konnte sich meine Mutter weitgehend von ihrem Lachanfall beruhigen und mir helfen, die Taschen aus dem Kofferraum zu nehmen.
Ich drehte mich humpelnd um und sah Clara, die mir schon entgegengerannt kam.
Mom meinte noch: »Schatz, pass bitte auf dich auf. Zieh immer was Warmes an. Und sei vorsichtig. Keine Ausflüge als Wolf!" Sie runzelte die Stirn. "Was ist denn Mam?" fragte ich. "Hmm.. Mir fällt gerade was ein, doch ich komm nicht drauf was genau es ist. Irgendwas war da noch.« Sie schaute nachdenklich drein. Ich meinte: »Wird schon nicht so wichtig sein.« ,umarmte Mom noch und ging dann zu Clara. Sie stand mitten im Schnee.
»Da bist du ja! Ich hab uns noch einen Platz freigehalten!« Unser Transportmittel war ein roter Reisebus. Wir stiegen hinein und ich war froh, der Kälte zu entkommen. Im Inneren gab es immer Zweierplätze. Wir setzten uns in den Mittelteil des Busses und quatschten.
Alle redeten durcheinander und man musste schreien, um sich zu verständigen. Selbst die Lehrer konnten keine Ruhe in das Chaos bringen, als sie einstiegen. Schließlich fuhren wir los.
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Allein unter Menschen!
WerewolfNormal sein ist relativ. Jedenfalls für Caroline. Während andere bei dem Gedanken, ein Werwolf zu sein, vermutlich panisch geworden wären, hatte sie samt ihren drei Geschwistern bereits seit ihrer Kindheit Zeit, sich damit abzufinden. Werwolf von Ge...
