12 - Mitarbeitsplus für unerklärliches Wissen

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12 - Mitarbeitsplus für unerklärliches Wissen

Ein paar Wochen später schaffte ich es wenigstens nicht mehr durch Unfälle auf mich aufmerksam zu machen. Ich hatte schon fast Nachsitzen aufgebrummt bekommen, nur weil ich gestolpert war und mit dem Kopf gegen den Snackautomaten geknallt war, der daraufhin alle Süßigkeiten ausspuckte, die er intus hatte. Der Lehrer hatte nur behauptet ich hätte das geklaut, obwohl ich krankhaft versichert hatte, dass es ein Unfall gewesen war.

Clara hingegen hatte mich akzeptiert und wir waren gute Freundinnen. Zusammen tickten wir allerdings manchmal einfach so grundlos aus und bekamen einen Lachanfall, der sich gewaschen hatte. Mit Seife. Und Sandpapier.

Als ich an einem Morgen zum Frühstückstisch hinunterkam, meinte Mom hektisch: »Hör zu, du musst heute nach der Schule zum See kommen, es ist Vollmond! Du weißt doch wo unser Boot liegt.«

Ach herrje! Das Klischee, dass Werwölfe sich an Vollmond zwangsweise verwandeln, stimmt auch. Der Unterschied zwischen der gewollten und der Vollmond-Verwandlung besteht aber darin, dass unser lieber kleiner Erdtrabant, über den Kinderlieder geschrieben werden, uns zu Bestien macht. Stellt es euch vor wie ein Eichhörnchen auf Drogen. Nur mit einem leicht blutrünstigen Touch. In dieser Nacht, steuern uns unsere Instinkte, wir können nicht mehr klar denken, nichtmal normale, echte Wölfe verhalten sich so.

Um zu verhindern, dass wir völlig kirre wurden, fuhr unser Rudel auf eine einsame Insel, mitten in einem riesigen See, die so von Felsen und Strömungen umgeben war, dass sich niemand außer uns dorthin traute.

Ich war noch nie als Wolf auf der Insel gewesen, und hatte ehrlich gesagt Panik, jemanden zu töten. Was übrigends durchaus passieren konnte.

Krampfhaft verdrängte ich den Gedanken und aß mein Brot auf. Ich ging als Letzte zur Tür hinaus. Meine Geschwister waren schon weg. Dann schlich ich über den Waldweg, bis dieser eine Kurve machte. Dort verwandelte ich mich und trabte in den Wald.

Ich kam schnell voran, doch als ich um einen Baum bog, stieß ich fast mit Kate* zusammen! Ihr pechschwarzer Wolf machte einen ulkigen Hopser, doch als sie mich wütend anknurrte, verging mir das Lachen. Ich kauerte mich auf den Boden, um meine Unterwürfigkeit zu zeigen. »Was machst du hier?! Schule schwänzen oder was?!« knurrte sie.

Ich protestierte empört: »Nein! Ich gehe jeden Tag so zur Schule, weil ich im Bus keinen Platz finde und alle schreien und werfen mit Müll... Verrate bitte nichts!! Mom würde mich nur zwingen Bus zu fahren.« Sie seufzte. "Na gut. Ich kann dich verstehen." Ich dankte ihr überschwänglich und lief weiter zur Schule.

Clara begrüßte mich und wir gingen in den Biologiesaal. Der Lehrer kam herein und laberte etwas von kommenden Tests. Dann redeten wir über: .... tatsächlich! Über Wölfe! Ich hob gefühlte 1000 mal die Hand und konnte jede Frage beantworten. Am Ende der Stunde gab mir der Lehrer ein fettes Mitarbeitsplus und so gut wie die ganze Klasse starrte mich an. Ich fragte mich, ob ich es vielleicht übertrieben hatte....?

In der Pause vor Englisch fragten mich ein paar Mitschüler wegen meinem Wissen.

Ich antwortete, verbissen nach einer Ausrede suchend: »Ähmm... Meine Mutter ist Tierärztin und privat erforscht sie Wölfe. Sie war sogar schon einmal für ein Jahr in Kanada und hat mit einem Wolfsrudel gelebt.«, log ich das Blaue vom Himmel herunter. Doch es schien zu funktionieren. Und als Draufgabe meinte ich noch: »Sie glaubt sogar felsenfest daran, dass es Werwölfe gibt.« Die anderen grinsten und ich lächelte.

Wenn die wüssten...

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Hehe ich wusste nicht was ich für ein Bild reinstellen sollte, und deswegen könnt ihr jetzt einfach dieses bewundern :)

Ps: in meinem Zimmer war die ganze Zeit das Fenster offen und draußen hat es -6°.

Ich denke ihr könnt euch meine Situation vorstellen.

Allein unter Menschen!Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt