68 - Versteckspiel

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68 - Versteckspiel

"AUUUUUU!", quiekte Luca. "Sei still! Selbst Schuld!", flüsterte ich, während ich ihm mit dem Fuß in den Arsch trat, um diesen ebenfalls unter das Bett zu quetschen. "Kinder? Was ist da drin los?", vernahm ich die empörte Stimme der Lehrerin, die vor der Tür stand. "Nicht reinkommen! Wir sind nackt!", schrie ich halb zurück und stopfte Luca weiter grob unter das Bett. Aber er hatte mich provoziert, also verdiente er es. Verärgere niemals den hungrigen Wolf.

"Moment noch!", meinte ich richtung Tür, als der Fettklops endlich unter dem Holz verschwand und kletterte mein Hochbett rauf. Ich zog mir die Decke bis zur Nasenspitze hinauf und checkte denn ab, ob Clara Thomas im Schrank verstaut hatte. Sie lag, genauso wie Sophia in ihrem Bett. Meine Schwester allerdings sah so aus, als würde sie vor unterdrücktem Lachen beinahe platzen. "Ok, kommen sie rein!", zischte ich, während ich nochmal warnend gegen das Bettgestell trat.
Die Tür öffnete sich und unsere Lehrerin erblickte das Chaos in unserem Zimmer. "Was macht ihr denn hier? Kampfeinsätze proben! Hier siehts' ja schrecklich aus. Und eigentlich sollte hier alles ruhig sein. Ich komme in zehn Minuten noch einmal vorbei, und wenn ihr dann nicht schlafend in den Betten liegt, dann wird die generelle Nachtruhe um eine Stunde vorverlegt! Damit das klar ist!"

Sie schnaubte und verließ das Zimmer. Ich stieß einen tiefen Seufzer aus und schleuderte die Bettdecke von mir. Im selben Moment begann Luca unter dem Bett zu niesen und Thomas im Schrank krankhaft zu lachen. Ich schwang mich nach unten auf den Boden und zog den staubverschmierten Typen, der unter meinem Bett gelegen hatte, nach draußen, wo er kläglich niesend und keuchend liegen blieb. "Meine Güte, ich dachte die geht nie! Meine Nase wäre fast geplatzt vor unterdrückten Niesern." Das konnte man schon an seiner Gesichtsfarbe erkennen. Hinter uns lachte Thomas immer noch im Schrank. "Du kannst ruhig rauskommen. Sie ist weg.", meinte Clara belustigt. "I.. ich habe Angst, die Tür aufzumachen..", gestand er stotternd. "Was? Öffne sie doch einfach!" Sie packte die Tür und zog sie auf. Im selben Moment kippte Thomas mit zwei Tonnen Klamotten heraus, die ihn halb begruben. Wir starrten entsetzt auf unsere Kleidung, die am Boden geschunden wurde. "Deswegen.", meinte er und zupfte sich eine Socke vom Kopf. "Schnell, wir haben nur zehn Minuten.", seufzte ich und in windeseile begannen wir die Sachen zurück einzuräumen. Als wir fertig waren, stemmte ich die Hände in die Hüften und bestimmte: "Ich denke ihr solltet hierbleiben, bis die Lehrerin nochmal hier war und euch dann rausschleichen. Vielleicht läuft sie noch da draußen rum und kontrolliert andere Zimmer." "Geht klar. Aber ich gehe nicht nochmal in den Schrank!" "Viel Spaß unter dem Bett.", meinte Luca spöttisch und zupfte sich einige Staubflocken aus dem Haar. Ich kniff die Augen zusammen. Beleidigst du da gerade mein Bett?" "Äh... nein?" Mit einigen schnellen Schritten war ich bei ihm und begann, ihn wieder unter das Bettgestell zu stopfen, obwohl er heftig protestierte. Schlussendlich blieb er darunter liegen und ich konnte mich endlich schwer atmend unter meine Bettdecke kuscheln und das Licht abdrehen. Als keine zwei Minuten später die Tür aufging und
ein gruseliges Monster in unser Zimmer spähte, um uns auszuspionieren, waren wir komplett still. Offenbar hatte die Lehrerin nichts mehr an uns auszusetzen und ging wieder. Luca stieß sich prompt den Kopf an der Bettkante, als er hinauskrabbelte. Nachdem sie einige Minuten gewartet hatten, um sicherzugehen, dass das böse Monster auch sicher verschwunden war, schlichen sie sich aus dem Zimmer. "Gute Nacht, ihr vier.", meinte Thomas noch, bevor sie die Tür hinter sich schlossen. Ich drehte mich mit dem Gesicht zur Wand und schloss die Augen. Obwohl der Tag heute anstrengend war, konnte ich nicht Schlafen mich befiel eine innere Unruhe, ich wusste nicht, woher sie kam. Insgesamt 145 Schafe musste ich zwingen, bis ich endlich einschlief. Ich wäre sogar bei der 90 fast eingeschlafen, doch dann kam ein fettes Schaf an, das es nicht über den Zaun schaffte und dagegen klatschte. Ich musste das Lachen unterdrücken und war wieder wach. Und doch war ich am nächsten Morgen soetwas wie ausgeruht.

Es stand Snowboarden auf dem Plan. Nach einem noch relativ entspannten Frühstück stapfte ich mit Clara durch den knirschenden Schnee richtung Talstation des Liftes. Da wir für den Anfängerkurs eingetragen waren, sammelte sich unsere Gruppe bei der leichtesten Piste, die das Schigebiet zu bieten hatte. Als ich die Snowboards im Schnee liegen sah, kamen mir erste zweifel. Die Dinger sahen richtig gefährlich aus. Clara hatte zwar schonmal auf einem gestanden, aber ich hatte so ein Teil noch nichtmal berührt. Als mir schließlich die zu enthusiastische Kursleiterin Nina eines dieser Bretter an das Bein schnallte, geriet ich in Panik. Ich konnte mich kaum bewegen. Das Teil stellte sich quer. Also hoppelte ich fluchend im Schnee herum, während Clara hilflos kicherte. Und wir hatten noch nichtmal losgelegt. Bereits die Fahrt zum Sessellift war eine Herausforderung. Es ging leicht bergauf und ich war nicht fähig, mich fortzubewegen. Entweder flog ich in, das Brett rutschte weg oder ich neutralisierte mich selbst: Der eine Fuß schob, der andere rutschte zurück. Schließlich gab sogar die Tutorin auf und schob mich kapitulierend zum Einstieg. Doch nichtmal das funktionierte. Der Liftwart hatte die Geschwindigkeit des Lifts extra für mich auf die niedrigste Stufe gestellt, damit ich nicht von einer Gondel niedergemäht wurde. Ich hatte das schon für schwer gehalten, doch nichts gegen das eigentliche Hinunterfahren. Nach wie vor fühlte es sich an, als würde ich mit gefesselten Beinen einen steilen Hügel hinunterlaufen. Ich war unfähig, auch nur einen einzigen Bogen zu fahren und raste unkontrolliert, schnurgerade und in Höchstgeschwindigkeit den Berg hinunter. Glücklicherweise lief die Piste unten flach aus, sonst würde ich jetzt vermutlich an irgendeiner Mauer kleben.

Ich fuhr wie eine Bekloppte den ganzen Tag auf der Anfängerpiste rum, während alle anderen bereits auf den Nächsthöheren fuhren und mich mitleidig ansahen. Dabei ging mir die nervtötende Kursleiterin am meisten auf die Nerven, die ständig meinte, Snowboarden sei garnicht so schwer und ich würde es schon irgendwie hinkriegen. Irgendwann platzte mir der Kragen, alle Krampfadern, die Aorta, der Solar Plexus, die Pankrea, der Hypothalamus, der Appendix, der präfontale Cortex, der Funiculus Posterior, der Lobus inferior, die Hepatica propria, das Colon descendens, der Gastronemius, der Truncus coeliacus, das Colon sigmoideum und viele andere Körperteile von denen ich nichtmal wusste dass sie exisitieren und die hier viel zu kompliziert unt teilweise auf Latein beschrieben sind.

"VON WEGEN DAS WIRD SCHON NOCH WAS! LASSEN SIE MICH IN RUHE MIT DIESEM SCHEISS!", fauchte ich bösartig, schnallte mir das Berett von den Füßen und machte auf der Stelle kehrt. Wütend stapfte ich zurück zur Herberge. Nina folgte mir nicht, wahrscheinlich hatte sie eingesehen, dass ich ein hoffnungsloser Fall war.

Aber im Ernst. Snowboarden war die gefährlichste Sportart, die ich kannte. Nichtmal Icehockey, Boxen oder Fallschirmspringen waren so gefährlich. Diese Dinger waren ab heute meine erklärten Feinde.
Ich hatte den Klappstuhl ausgegraben.

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Wolf fact: (Leute, mir gehen die facts aus xD neue Ideen? ^^)

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Meine Tastatur hat spontan beschlossen, äü und ö an die Seite zu verfrachten. Alles ist verschoben und ich bin kurz vor einem Krampfanfall, weil ich mich ständig verschreibe t(-.-t)

Allein unter Menschen!Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt