Die Prüfungen waren erfolgreich geschafft. Ich könnte vor Glück schreien, weil ich endlich meine Last loswerde. Die Ergebnisse würden wir heute kriegen, was mir bisschen Angst bereitete. Heute war noch ein anderer Anlass. Ezras Geburtstag. Ich wusste nicht, ob ich dieses Jahr vielleicht anders rangehen sollte oder wahrscheinlich zum letzten Mal eine Nachricht schicke, wo es Sinn machte, bevor wir verschiedene Wege gingen. Die erste Wahl war sicherlich besser, aber die zweite sicherer.
Cory und ich sind seit unserm Gespräch noch mehr zusammengeschweißt. Sie erzählte mir von ihren weiteren Treffen mit Alex. Sie wirkte wie vermutet befreiender. Miyu saß in den Pausen immer noch an ihr Handy. Meine Vermutung war auch hier korrekt, denn sie schrieb mit Marc. Das wusste auch niemand in unserer Gruppe. Ich denke, solange es ernst wird, würde sie mit der Sprache raus rücken. Aber sie machte es auch nicht unauffällig. Ich sah manchmal verwirrte Blicke von den anderen in den Pausen. Verständlich, denn sie grinste wie ein Honigkuchen-Pferd, schon fast gruselig.
In der ersten Stunde war ich aufgeregt. Wir werden unsere Noten alle über einen Blatt erfahren, das wir ausgeteilt bekommen. Ich hoffte, alles war bestanden, weil dann hinderte mich nichts mehr an meinen Abschluss außer die zweite Prüfung. Der Lehrer kam pünktlich rein und stellte seine Tasche auf den Tisch. Es gab zwei Sorten von Lehrern. Die, die Test und Noten am Ende der Stunde herausgeben wollen, damit nicht jeder seine Noten im Unterricht austauscht oder die, die am Anfang es machten, weil es denen egal ist.
Hoffen wir mal, er war die zweite Art, weil ich sonst nicht auf sein Unterricht aufpassen könnte. „So meine Herrschaften. Hinsetzen. Ich möchte euch was austeilen.", rief er in die Klasse rein. Alle setzten sich und er fing an, in der Reihe rumzulaufen. Bitte sei die Note. Als er bei mir ankam, legte er unsanft das Blatt auf den Tisch. Also die Art von Lehrer, die keinen Bock auf ihr Job hatten, war er auf jeden. Ich blickte auf meinem Blatt. Yes, bestanden. Ich schaute zu meiner linken Seite, wo sich Cory befand. Bei ihr sah es auch nicht anders aus. Bestanden.Es könnte nicht besser laufen. Nachdem Unterricht, die eine Doppelstunde war, trafen wir uns an unseren Stammplatz. „Was habt ihr?" Sie alle hielten einen bestanden hoch. Super. Darauf wird irgendwann angestoßen. Die nächsten Tage erst mal nicht. Denn die Fahrt war schon die kommende Woche Montag. Wir werden gesamte 9 Tage verreisen. Die Schule hatte es so errichtet, dass wir zwei Tage als Ankunft und Abfahrt berechneten. Wir würden aber erst Mittwoch in der Frühe ankommen, weil er Flug in Tschechien nachmittags war.
Ich freute mich riesig. Reisen war immer das, was ich mochte. Ich erhoffte mir auch meist eine Interaktion mit Ezra und vielleicht war es dieses Jahr ja was. Unsere Pause kam mir sehr kurz vor. Als Nächstes war Geschichte angesagt. Ich glaube, ich werde es tun. Ihn persönlich gratulieren. Was kann schon schief laufen. Geschichte war unser Ding. Mit Cory, Miyu und Sally lief ich in unsern Geschichtskurs. Miyu und ich teilten uns fast die gleichen Fächer. Weniger wie bei Cory und mir aber genügend. Wir setzten uns auf unsere Plätze. Unser Lehrer war erstaunlicherweise heute früher da gewesen.
Auch hatte er ein Stapel voll Papier auf dem Tisch. Wenn es die Aufgaben waren, die wir in der Woche, wo wir wegfuhren, plus die Thanksgivingfeiertage zusammen hätten schaffen können, dann war er auf meiner nicht beliebten Liste. Lehrer, die Aufgaben über Feiertage oder Fahrten gaben, waren nicht nett. Für beides konnten wir nichts. Ein paar Aufgaben waren kein Problem gewesen, aber ein Haufen kam mir eher nicht so gut an. Als sich die Schüler alle versammelt hatten, fing der Unterricht an. Marie saß nicht mehr lange neben mir, sondern schon bei ihren neuen Freunden. Miyu hatte diesen Platz zum Glück gebraucht. Also Win-Win Situation.„Guten Morgen. Wie sie sehen, habe ich eine Menge Papier hier. Heute wird eine Stationsarbeit geben. Die nicht geschafften Seiten nehmt ihr trotzdem mit für danach. Wer was machen will, kann es. Die anderen müssen nicht. Also bitte ich Euch in den Gruppen, die ich selbstverständlich gebildet habe, um den Lärm zu ersparen, zusammenzusetzen und für heute zu arbeiten." Er schaltete den Beamer an, wo insgesamt 8 Gruppen waren. Jeweils waren 3 in einer Gruppe. Zu meinem Pech landete ich mit Marie in einer Gruppe. Und mit ... Ezra. Die Kombi wieder zu haben war schon fast ironisch.
Ich schaute mich im Raum um, welcher Platz am besten war. Bei Ezra war noch eine Menge Platz. „Viel Spaß. Du schaffst es.", feuerte mich Cory an. Sally sah mich bemitleidend an und Miyu hatte keinen Schimmer. Wie auch. Ich hatte es nicht einmal erwähnt. Ich hatte es nicht für wichtig gehalten. Aber irgendwann wird es eh rauskommen. Ich wappnete meine Sachen und lief in den hinteren Bereich des Raumes. Als ich dort ankam, lächelte mich Ezra freundlich an. Eine Sekunde später tauchte Marie neben mir. Es gab ein Platz neben ihn und ein vor ihn.Marie warf mir ein Blick rüber, aber dann ging sie auf die andere Seite. In mir spürte ich keine Eifersucht Gefühle. Nicht mal eine Wut, sondern eher was Amüsierendes. „Hey. Alles Gute zum Geburtstag.", wünschte ich ihn, als ich mich ihn gegenüber hinsetzte. „Oh danke. Du vergisst mein Geburtstag echt nie." „Wie meinst du es?" In mir breitete sich Panik auf. „Sonst kam immer eine Nachricht.", antwortete er. Man hörte ein amüsiertes Schmunzeln von Marie. Na toll, jetzt machte ich mich hier noch zum Affen. „Naja jetzt sehe ich dich ja persönlich.", redete ich mich raus. „Stimmt. Wir sind in Geschichte unschlagbar." Ich konnte nur über seine Aussage grinsen. Süß. „Leute, ich bin auch noch da.", meldete sich Marie zu Wort und unterbrach unseren Moment.
„Oh sorry. Wir können ja zu dritt unschlagbar sein.", scherzte Ezra und versuchte, von Marie ein Lächeln zu entfachen. „Genau. Ich verzichte." Wow, sie hatte sich echt geändert. Ihre Wortwahl war nicht mehr so wie früher schüchtern und ahnungslos. Die waren eher unhöflich und ahnungsloser? „Lass uns anfangen.", kam es von mir.
„Feierst du eigentlich dein Geburtstag?", wagte ich meine Frage. Ich hatte nichts zu verlieren, redete ich mir ein. Nichts, was meine Welt ändern würde. „Naja wahrscheinlich klein. Vor der Reise will da keiner feiern. Ich feiere einfach nach." Was machte ich mir hier für Hoffnung. Ich hatte das Glück, am Thanksgiving Wochenende zu feiern. Cory würde mit mir zusammen ihr Geburtstag feiern, weil sie nur ein paar Tage davor am Thanksgiving Geburtstag hatte. Wir hatten beschlossen, es zusammen zu feiern. Es ersparte uns einiges.
„Ich hoffe, du feierst. Schließlich ist es dein 18ter Geburtstag. Den soll man auch genauso gut wie die anderen Jahre feiern." „Ich gebe mir Mühe." Ich spürte Maries Blick auf uns. Ich schaute kurz zu ihr, um einen halb angeekelten Blick zu sehen. Sie hatte sich komplett geändert. Wir arbeiteten weiter. Naja eher Ezra und ich. Marie wollte unbedingt ihr weggehen. Naja Fräulein Schlaumeier, musst es ja wieder beweisen. Wen weißt man nicht und warum genauso wenig. Ob es unnötig war? Klar. Bestätigt von mir.
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Lend me your heart
Novela JuvenilJemanden zu lieben, der einem nicht zurückliebt, ist wahrscheinlich der größte Schmerz, den man je erfahren kann. Wahrscheinlich tut es mehr weh, wenn diese Person dich nicht mal kannte. Sie verliert ihr Herz an jemand, der sie nicht kennt. Ihre An...