Chapter 58

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Am nächsten Morgen wurde ich von grellen Sonnenstrahlen begrüßt, obwohl ich mir ziemlich sicher war, meine Jalousien gestern zugezogen zu haben. Als ich mich im Bett umdrehen wollte, um der Sonne zu umgehen, was sich als ziemlich schwer herausstellte, bemerkte ich etwas, was auf mein Rücken drückte. Dieser Druck konnte schlecht von meinen BH kommen, was ich noch an hatte, heilig ist es unbequem. Ich schaffte es mich umzudrehen. Auf meiner Haut spürte ich leichte Luftstöße, als würde mir jemand in mein Gesicht atmen. Meine Augen versuchten, sich zu öffnen und ich erkannte wenig verschwommen das schlafende Gesicht von Liam. Da war ja was.

Liam.

Die letzte Nacht.

Unser Date.

Ich hob meine freie Hand und strich ihn durch die wirren Haare, die noch mit meinem Zopfgummi teilweise zusammengebunden waren. Ich versuchte vorsichtig mit einer Hand, diese zu öffnen, um Liam nicht zu wecken. Dann platzierte ich meine Hand auf seine Wange. Liam hatte mich fest in seinen Griffen und ich fragte mich echt, wie mir es entgangen ist. Seine Haut fühlte sich weich und seidig an, was mich neidisch machte, weil ich alles dafür tun würde, um solche Haut zu besitzen. Auch seine langen Wimpern machten mich unheimlich neidisch, da ich sie gerne haben würde. Jungs hatten meistens immer bessere Wimpern.
Es beruhigte mich irgendwie, ihn so ruhig und friedlich mit zu kriegen. Sonst war ich immer diejenige, die länger schlief.
Als er sich kurz bewegte, ohne mich loszulassen, spürte ich seine Hand auf meiner Haut an der Hüfte. Mein Körper reagierte sofort darauf und ich bekam Gänsehaut. Mein T-Shirt, was eigentlich Liams ist, war wohl hochgerutscht. Obwohl Liam es nicht wirklich wusste, schlug mein Herz schneller als gestern, als wir auf der Couch unsern Spaß hatten. Seine warme Haut ließ meine fast zu Feuer entfachen. Da Liam immer noch seelenruhig weiter schlief, setzte ich ein paar Versuche an, mich aus seinen Armen zu befreien.

Vielleicht könnte ich für uns einfach Frühstück machen, aber das ist nur möglich, wenn ich mich befreien kann. Ich versuchte, aus seinen Armen rauszurutschen, was sich als eine nicht so schlaue Idee herausstellte, denn ich hatte nun mein T-Shirt noch höher geschoben und Liams eine Hand war unter mein BH Ansatz gewesen. Da es natürlich nicht reicht, bewegte sich Liam noch und zog mich näher an sich. Ich konnte es mit dem Frühstück vorbereiten, vergessen. Vielleicht könnte ich ihn leicht kitzeln, damit er mich losließ.
Wenn das nicht funktionierte, blieb mir nichts anderes übrig, als ihn wach zu machen. Ich kitzelte an der Seite seines Körpers, aber er gab keine Reaktion ab. Dann fuhr ich höher und versuchte es dort. Er schlief immer noch weiter. Na gut, dann ist wohl Plan Z dran. Ich schmiegte mich eng an ihn und versuchte, ihn mit meinen Haaren zu kitzeln. Liam brummte einmal auf. Dann setzte ich einen drauf und schob mein Bein zwischen seine. „Will da einer mit mir kuscheln?", murmelte er mit rauer Stimme. Mein Plan ging auf.

„Eigentlich nicht, aber du wolltest mich nicht loslassen." Liam öffnete seine Augen und versuchte, sich an das grelle Licht zu gewöhnen. „Ich hätte die Jalousien gestern zu machen sollen.", stöhnte Liam auf. „Da du ja wach bist, kannst du mich loslassen, damit ich uns Frühstück machen kann." Ich griff nach seiner Hand, die immer noch auf meinen Körper lag und befreite mich. Das ging ziemlich einfach, da Liam noch verpeilt war. „War ich das?", fragte er und schaute verwirrt auf seine Hand. „Naja nicht ganz. Ist eine lange Geschichte, aber keine Sorge. Ich bringe dich nicht um." Bevor ich einen Abgang machte, zwinkerte ich ihn zu.
Im Flur kam mir ein kalter Luftzug entgegen, was mir Gänsehaut verschaffte. Bestimmt wird sich meinen Körper gleich daran gewöhnen. Ich lief die Treppe runter ins Bad, wo ich meine Zahnbürste, die mir Liam gestern gab, wiederfand und mich fertigmachte. Danach band ich mir die Haare noch mal richtig. Duschen und Haare waschen konnte ich auch noch nachher. Anschließend betrat ich die Küche. Ich konnte zwar einiges improvisieren, aber heute blieb ich lieber beim Standard. Rührei mit Toast. Ich nahm mir drei Eiern aus dem Kühlschrank. Meine Kenntnisse, wo die Sachen alle lagen, war eher nicht so gut, weshalb ich gefühlte zehn Schränke öffnete, um endlich eine Pfanne zu finden.

Lend me your heartWo Geschichten leben. Entdecke jetzt