Wir kamen nach unsern kurzen Halt beim Subway vor einem großen Haus an, bei der die heiß begehrte Party jedes Jahr für Highschooler aus allen Highschools aus Miami stattfand. Das Haus gehörte wahrscheinlich den reichsten Schüler dieser Stadt, denn man konnte ohne Eintritt rein. Wir betraten die Party und erkannten auf dem ersten Blick gleich ein paar bekannte Gesichter. Sowie bei jeder Party wurde auch Liam sehr oft angehalten und das hauptsächlich von seinen Sportkollegen. Daran konnte ich mich schon fast gewöhnen, dass ihn jeder hier kannte. „Ich hol uns was zu trinken, treffen wir uns bei der Bar, ok Liebling?", schrie ich über die Musik hinweg, damit er mich hören konnte. Gott sei dank, hatte Liam mich verstanden, weshalb er die Hand um meine Hüfte lockerte und mir einen kurzen Kuss gab.Ich drückte mich durch die Menschenmenge durch, was für meine Angst auf zu engen Körperkontakt nicht einfacher machte. Manche in diesen Raum hatten außerdem genug von dem guten Alkohol und könnten jetzt eine Ausnüchterung gebrauchen. Und manche von ihnen brauchten unbedingt Rhythmusgefühl, da ich bei jeden Zweiten fast um gestoßen wurde. Nach Harten durch kämpfen, kam ich bei der Bar an. Ja, das Haus hatte eine Bar. Wieso nicht, es hatte schließlich laut Gerüchten einen Helikopterlandeplatz auf diesem Grundstück. Die Bar, die sich vor mir abbildete, hatte einen langen Tresen mit vielen Sitzmöglichkeiten. Ich fand einen freien Hocker in der Menge und setzte mich dahin, da es wahrscheinlich bisschen dauerte, bis Liam zu mir kommen konnte. Der nette Barkeeper kam zu mir rüber und fragte mich, was ich haben wollte. Ja, die hatten auch einen Barkeeper. Ich fragte mich, was sie hier nicht hatten.
Ich bestellte mir ein alkoholisches Getränk und für Liam ein alkoholfreies Bier. Liam bestand darauf, dass er heute nicht Trinken will, damit ich meinen Spaß haben konnte und sorgenlos den Abend genießen kann. Ich trank zwar nicht oft etwas Alkoholisches, aber ich konnte einiges vertragen. Ich fragte mich, wie dieser Highschool Schüler an diesen Mengen von Alkohol kamen und ebenso an einen Barkeeper, der sich das hier mit antat. Ich war mir sicher, dass nicht mal 10 % von den Leuten, die sich hier befanden, die Erlaubnis hatten, legal Alkohol zu trinken und da die restlichen alle in meinem Alter waren, wenn nicht auch jünger, war das hier nicht wirklich sicher. Wahrscheinlich war es ein Ding der reichen Menschen, die ich nicht verstand. Ich genoss trotzdem mein Getränk in vollen Zügen.
Als ich meinen nächsten Schluck aus dem Glas trank, bemerkte ich, wie andere Menschen, die an der Bar sich was bestellten, ohne was zu bezahlen, wieder gingen. Ich hatte selber vor, nachdem ich mein Getränk austrank, den Barkeeper zu bezahlen, aber Alkohol war wohl gratis, sowie alles andere hier auch. Das hier war das reinste Paradies für die, die Alkohol vergöttern. Wenn Coraline davon wüsste, wäre die Theke nach einer halben Stunde leer und sie in der Notaufnahme. Ich hoffe, sie hatte es noch nicht entdeckt, denn sonst enden wir nachher alle in der Hölle.
Während ich auf Liam wartete, spielte ich ein wenig an meiner Kette und auch irgendwann an meinen Ohrring rum, da ich keine wirklich interessante Tätigkeit hatte. Wenn ich tanzen wollte, müsste ich in diesen Raum nach bekannten Gesichtern Ausschau halten, um nicht zu Solo zu sein. Was sich wohl der Barkeeper dachte, wenn er mich seit zwanzig Minuten hier so alleine sitzen sah. Als sich aber plötzlich Arme um mich schlangen, freute ich mich, dass meine Langeweile nun endlich erlöst war. Ich erhoffte Liams Gesicht zu sehen, weshalb ich voller Hoffnung zu ihn umdrehte. Aber mein Erhoffen war nicht in Erfüllung gegangen, denn es stand kein Liam vor mir, aber auch kein wildfremder.
„Ez wirklich, du sollst aufhören, mich als ein Abwimmeln für die Mädels zu nehmen. Ich habe einen Freund.", sagte ich und nippte an meinem Glas. „Für wen ist das Bier?" Er ging nicht mal auf meine Aussage ein, sondern schnappte sich das Glas. Wahrscheinlich hatte ich sogar recht gehabt mit meiner Vermutung. „Liam. Und es ist alkoholfrei. Also eher nichts für dich." Ezra winkte ab und nahm ein Schluck daraus. „Ich bleib heute clean. Es ist schließlich ein guter Tag und ich will nüchtern ins neue Jahr reinfeiern." Sein Enthusiasmus war fragwürdig, jedoch war der letzte Tag des Jahres nicht wie jeder andere. Trotzdem schaute ich ihn etwas verwirrt an. „Clean also. Kein Grund, meine Bestellung für meinen Freund zu klauen." Ezra sah mich entschuldigend an und bestellte ein Neues für Liam. „Sorry, ich bin heute zu gut drauf." Das hättest er niemanden sagen müssen und man hätte es trotzdem erkannt.
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Lend me your heart
Teen FictionJemanden zu lieben, der einem nicht zurückliebt, ist wahrscheinlich der größte Schmerz, den man je erfahren kann. Wahrscheinlich tut es mehr weh, wenn diese Person dich nicht mal kannte. Sie verliert ihr Herz an jemand, der sie nicht kennt. Ihre An...