„Ihr seid was? Wie lange?"Alex dramatische Reaktion über meinen Beziehungsstatus war für mich unerwartet gekommen. Zumindest hörte sich es so an, als sie es nicht kommen sehen, dass Liam und ich schon jetzt zusammen waren. Cory hingegen schüttelte nur ihren Kopf, da sie es sich wahrscheinlich erdacht hatte. „Nicht lange. Ich denke, es sind erst vier Tage." Mein Vorhaben unsere Beziehung länger geheimhalten zuhalten wäre spätestens bei der Silvesterparty aufgeflogen, so war es nun auch egal gewesen. „Wow, ihr habt es wirklich geschafft. Schatz, freust du dich gar nicht für sie?" „Nop. Ich hatte es ja bereits geahnt. Ihr hattet also doch schon was Ernstes gehabt an den Abend." Corys Gesichtsausdruck nach zu urteilen, dachte sie über etwas nach. „Und ihr hattet mein Rat nicht ernst genommen, stimmt's? Da lief was Heißes richtig?" Manchmal wunderte ich mich echt, an was Cory immer dachte. „Coraline Filline Gray. Halt dich im Rahmen."„Filline? Schatz hast du mir etwa Etwas verheimlich?" Cory schaute mich zuerst mit einem vernichtenden Blick an, obwohl ich eigentlich mehr recht darauf hatte. „Ein unnötiger Zweitname von meinen Vater. Ich schaffe den irgendwann eh ab." Cory stand auf, um sich an meinen Kleiderschrank zu bedienen. Die Mädels waren bei mir vorbei gekommen, damit wir uns gemeinsam fertigmachen konnten. „Unnötig? C das ist ein süßer Name. Soll ich dich demnächst immer so nennen?" Alex wackelte mit ihren Augenbrauen herum. „Bloß nicht. Du solltest den Namen komplett aus deinem Kopf verbannen." Cory holte sich ein glitzerndes Kleid aus meinen Schrank heraus. Ich war derweil beschäftigt damit mir meine Haare für den heutigen Abend zu stylen. „Törnt es dich ab, wenn ich es eventuell du weißt schon."
„Leute wirklich jetzt? Meine Grenze habt ihr für heute erreicht. Ich hab euch ja echt lieb, aber es grenzt nun echt an meiner Aufnahmefähigkeit. Ich erzähle euch auch nichts über meinen intimen Lebensbereich." „Ihr hattet also doch?", verdrehte Cory meine Worte. „Nein! Cory wirklich aufhören. Jetzt." Sie hielt ihre Hände unschuldig hoch und wühlte weiter in meinen Schrank rum. „Ach wie herrlich. Jetzt können wir bald ein Doppeldate machen oder ein Dreierdate? Wenn Emma auch jemand findet, sollten wir ein Pärchenabend machen." Zufrieden ließ sich Alex auf mein Bett fallen und grinste vor sich hin. Ihre Freude gleicht der eines vierzehnjährigen Mädchens, das sich über alles Mögliche schwärmte und gefallen daran fand. „Hier zieh das an Bella." Ich blickte von meinen Schminkspiegel weg, um in Corys Richtung zu schauen. „Das? Es ist kalt, wenn ich dich daran erinnern darf."
„Ach, was. Du bist ständig drinnen und das Haus ist sehr gut beheizt. Ich war schon einmal dort feiern. Der Typ ist reich genug, um dir eine eigene Heizanlage zu besorgen." „Trotzdem. Das letzte Mal, als Liam mich nach Hause brachte, erfror ich in meinen Pulli Kleid. Verschone mich bitte." Alex, die ihre Nägel mit Neonfarben lackierte, lächelte mich schuldig an. „Na gut. Ich such was anderes." Zufrieden werkte ich an meinen Haaren weiter. Das Make-up würde Alex für mich erledigen, da sie in solchen Dingen fantastisch und superschnell war.In meinem Zimmer war es für einen Moment so still geworden, denn jeder war in seiner eigenen Welt konzentriert gewesen. Cory durchforste mit vollster Konzentration meinen Schrank, während Alex ihre Hände stillhielt, damit der Nagellack auf ihren Fingern trocken kann. Ich erschrak mich jedoch heftig, als es aus heiterem Himmel lauf im Zimmer wurde. Es war mein Handy, welches laute Töne von sich gab, die den Raum füllten. Es blinkte Liams Kosename auf meinen Bildschirm und ich ging freudig ran. „Hi Liebling.", sprach Liam durchs Handy. Cory äffte im Hintergrund Liams Stimme nach, während ich sie mit einem genervten Blick ansah. Es war zu spät, um etwas zu verhindern und anders als auf Lautsprecher konnte ich nicht, denn ich musste meine Haare zu Ende wellen.
„Hey Schatz. Was gibt's?" „Wie ich höre, ist Cory bei dir und sicherlich auch Alex." Alex jubelte im Hintergrund einmal laut auf. Die beiden waren enger befreundet, als man glauben mag. „Ich bin auf laut nicht?", riet Liam zum erneuten Male richtig. „Hmm ja ich bin dabei, meine Haare zu richten. Wer schön sein will, musst die Zeit auch dafür opfern." „Du hattest heute Nacht wenig Schlaf, nicht Prinzessin?" Da lag er ebenfalls richtig. Alex und Cory fanden es wohl amüsant, mich um zehn Uhr in der Frühe zu wecken, während ich versuchte zu schlafen. Da ich die Zeit gestern beim Telefonieren mit Liam völlig verpennt hatte, war meine Schlafzeit dementsprechend nur fünf Stunden lang gewesen. „Konntest du schlafen?", erkundigte ich mich bei meinem Freund. „Bis gerade eben noch."
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Lend me your heart
Dla nastolatkówJemanden zu lieben, der einem nicht zurückliebt, ist wahrscheinlich der größte Schmerz, den man je erfahren kann. Wahrscheinlich tut es mehr weh, wenn diese Person dich nicht mal kannte. Sie verliert ihr Herz an jemand, der sie nicht kennt. Ihre An...