Ich verschluckte mich an meinem Orangensaft und hustete los. Das wird jetzt komisch. „Ezra, du kennst sie?" fragte Liam überrascht. Ich drehte mich zu den beiden um. „Ja, wir gehen auf die gleiche Schule. Hast du es nicht bemerkt?" sprach Ezra. Jetzt wird es komischer. „Sie geht auf unsere Schule?" Überraschung? Er klang völlig außer sich. „Jaa.. aber was machst du hier?"wiederholte Ezra seine Frage von vorhin. „Ich hole meine Schwester ab." Man hörte seine Verwirrung und er versteckte es nicht mal.
Ezra schaute zwischen dem kleinen Mädchen, das sich an Liams Bein festgeklammert hatte, und Liam hin und her. „Liam können wir gehen?" fragte Ella und schaute zu ihrem Bruder hoch. „Ja klar." Dann schaute er zu Ezra. „Ich muss los. Wir sehen uns dann." verabschiedete er sich. Bevor er die Tür zu schloss, schaute er noch mal rein. „Viel Spaß bei eurem Date." War ja klar, dass er sich ein Kommentar nicht sparen kann.
Ezra lachte auf. Ich könnte Liam echt für diesen Kommentar umbringen. „Wenn er nur wüsste." flüsterte ich vor mich hin. „Hast du was gesagt?" Ezra schaute mich mit seinen blauen Augen an. „Ne ne. Ehm wollen wir hoch? Hier unten wird meine Schwester uns keine Ruhe geben."gab ich von mir, ohne ihn merken zu lassen, dass ich für einen kurzen Moment in seinem Blick gefangen war. „Ja, wieso nicht." stimmte er zu. Wir liefen beide die Treppen hoch in mein Zimmer. Ich hatte gestern noch schnell eine Aufräumphase. Ungefähr 100 Mal suchte ich nach Sachen, die meine 4 Jahre lange Phase mit ihm zeigen könnte. Ebenfalls versteckte ich alles, was zu privat war. Das Risiko war zu hoch, dass er mich vielleicht dadurch verrückt findet.
„Setzt dich ruhig an meinen Tisch, ich geh mir schnell noch ein Stuhl holen" gab ich Bescheid. Ich ging in das Gästezimmer, wo ich mir einen Stuhl nahm. Als ich zurück war, war er dabei ein paar Notizen rauszuholen. Ich stellte den Stuhl ab und holte meinen Laptop von meinem Nachttisch. Wir hatten gestern unserem Geschichtslehrer unser Thema geschickt und er sendete uns die Bestätigung sofort, dass es klappte. Dann hatten Ezra und ich uns abgemacht, dass jeder die Informationen herausfinden sollte die zum Thema passten, um uns die Arbeit zu erleichtern.
„Ich habe alles Wichtige zu unserem Thema markiert. Hier lies es dir mal durch." sagte ich und überreichte ihm die Blätter. „Ich auch. Hier." erwiderte er. Wir hatten uns das Thema mit den Frauenrechten ausgesucht. Ich fand es schon immer interessant mehr in dieses Thema hineinzuarbeiten. Ezra fand es auch nicht so schlecht, dass wir dieses Thema nahmen. Ich las mir seine markierten Texte durch. Als wir beide fertig waren, fingen wir an den Text zu schreiben.
Nach 3 Stunden Konzentration, klopfte es an der Tür. Ich blickte hoch und sah rüber. Die Einzige, die wirklich in meiner Familie gelernt hatte zu klopfen, war Mia. Kein Wunder, ich war auch diejenige, die darauf bestand. „Herein." rief ich. Mia streckte ihren Kopf hinein und sah sich um. „Kann ich rein kommen? Mir ist langweilig." Sie sah mich mit ihren braunen Augen an, die jeden zum Hinschmelzen bringen konnten. Mich ausgenommen. „Mia, wartetest du noch einen Moment. Ich bin in einer Stunde bestimmt fertig und dann können wir spielen." sagte ich zu ihr. Ihr Blick wurde trauriger und ich fühlte mich schlecht. Dagegen war ich nicht immun. „Du kannst sie rein lassen. Wir sind ja gleich fertig." „Stört es dich sicher nicht?"fragte ich nach, um sicherzugehen, dass es ihn doch vielleicht unangenehm war.
„Nein ist ok. Ich habe ja selber kleine Geschwister." versicherte er. Das weiß ich. Ich weiß vieles. Mia kam freudig ins Zimmer und ging zu meiner Sitzecke, in der ich immer las und stellte ihre Spiele auf den Boden. Ezra und ich konzentrierten uns darauf, die letzte Seite noch mit sinnvollen Informationen zu befüllen. „Na endlich. Ich dachte schon, wir kommen hier heute nicht mehr weg." sagte ich, als ich mich gestreckt nach hinten lehnte. Die letzten Buchstaben vielen uns wohl doch schwerer als die ersten. Es war eine Hürde gewesen. Aber endlich waren wir fertig. Es fehlten nur noch die Quellen und das Inhaltsverzeichnis.
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Lend me your heart
Dla nastolatkówJemanden zu lieben, der einem nicht zurückliebt, ist wahrscheinlich der größte Schmerz, den man je erfahren kann. Wahrscheinlich tut es mehr weh, wenn diese Person dich nicht mal kannte. Sie verliert ihr Herz an jemand, der sie nicht kennt. Ihre An...