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above is QUEEN - DON'T STOP ME NOW ;)
please watch, listen, dance, jump through the living room (well, that's what i'm always doing at least ;)) - one of the best, good mood songs ever created!!! :) THANK YOU for 3000 reads!! You are part of this story :)
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Mit einem leisen *klick* schloss Paddy die Zimmertür hinter sich. Neuerdings stiegen sie immer öfter in irgendwelchen Hotels ab, meist etwas entfernt vom Konzertort. Ihr bunter Bus wurde mittlerweile viel zu schnell von ihren Fans belagert, so dass sie sich kaum noch rühren konnten, vom unbemerkten Aussteigen ganz zu schweigen.
Paddy blickte sich im Raum um – viel gab es hier nicht gerade, ein großes Doppelbett, ein kleiner Sessel vor einem weißen Schreibtisch mit Fernseher drauf, noch irgendein ziemlich alt aussehender Stuhl, ein zweitüriger Kleiderschrank und dann schon die Tür zum kleinen Bad mit Dusche. Keine Badewanne. Das wäre ja mal was gewesen, wenn sie schon in einem Hotel waren, aber nix da... Paddy seufzte und ließ sich auf's Bett fallen.
Angelo, mit dem er sich normalerweise immer ein Zimmer teilte, war noch nicht da, wo auch immer der sich wieder herumtrieb, Paddy hatte keine Ahnung. Überhaupt waren sie sich in letzter Zeit nicht mehr so nah wie es vor nicht all zu langer Zeit noch gewesen war. Paddy hatte schon seit einer Weile das Gefühl, nicht mehr wirklich zu wissen, was in seinem kleinen Bruder vor sich ging. Ihr letztes längeres Gespräch war nun auch schon eine halbe Ewigkeit her...
Er starrte an die Decke. Insgesamt hatte er in letzter Zeit nicht wirklich viele persönliche Gespräche geführt, weder mit Angelo, noch mit sonst wem. Irgendwie waren sie alle ständig total beschäftigt, und wenn sie mal nicht verplant waren, hatte jeder erst mal mit sich selbst zu tun. Oder war müde. Oder einfach nicht da – so wie Angelo gerade...
Paddy musste an ihren letzten Urlaub in Spanien denken, wie viel Zeit sie da gehabt hatten – es kam ihm unendlich weit weg vor. Und beinahe gleichzeitig dachte er natürlich an sie. An Leo. Er hatte immer noch nichts von ihr gehört. Beinahe hatte er sich schon mit dem Gedanken abgefunden, sie wohl nicht mehr wieder zu sehen. Und das deprimierte ihn mehr, als er je zugegeben hätte. Er spielte immer wieder mit dem Gedanken, was wäre, wenn Leo einfach zu einem ihrer Konzerte kommen würde, würde er sie finden? Würde sie ihn finden? Eher unwahrscheinlich. Sie wurden ja mittlerweile so abgeschirmt und eingezäunt, dass es praktisch unmöglich war, überhaupt zu ihnen vorzudringen. Wie er es drehte und wendete, es kam ihm aussichtslos vor... Und dennoch ertappte er sich immer wieder dabei, wie er während einem Konzert seinen Blick durch die Menge schweifen ließ in der Hoffnung, Leo doch noch irgendwo zu entdecken. Wenn er am Sperrgitter entlang die erste Reihe abklatschte, rechnete er jedes Mal damit, Leo zu sehen – seit er nachts davon geträumt hatte – doch es war natürlich nie wahr geworden. Was sollte Leo auch in der ersten Reihe?
Paddy glaubte nicht, dass sie Stunden vorm Einlass warten würde, um ganz vorne zu stehen... Wenn er genauer darüber nachdachte, war er sogar froh, sie nie dort zu entdecken – es musste ja schrecklich sein in diesem Gedränge, während der Warterei und erst recht wenn das Konzert begann. Leo würde ihm vermutlich den Vogel zeigen bei der Idee, sich da stundenlang anzustellen...
Paddy musste schmunzeln. Wie er sie vermisste. Ihre frechen Antworten, ihr Lachen, ihre verrückten Ideen, überhaupt ihre ganze spezielle Art... Jedes Mal wenn er an ihre gemeinsame Zeit dachte, versetzte es ihm einen Stich, und doch war er froh, diese Erinnerungen zu haben. Irgendwie machten sie ihn glücklich. Insgeheim glaubte er vielleicht immer noch daran, dass sie sich irgendwo wieder treffen würden...
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Growing up oder: lost and found
RomanceSpanien 1994. Zwei Familien, zwei Geschichten. Beide sind Reisende aber aus unterschiedlichen Gründen. Beiden fehlt etwas, doch was sie finden, macht es nicht gerade leichter... Als wäre es Schicksal, kreuzen sich ihre Wege nicht nur einmal. Eine Ge...
