62 Weird in Australien

111 15 24
                                        

***********************************************************************************************

Guten Abend liebe Leser :) Schön, dass ihr hier seid, ehrlich ;) Ein kleines bisschen Urlaubsfeeling heute, bei uns zieht der Herbst ein, bei Leo ist es Hochsommer... ich wünsche euch viel Freude beim Lesen dieses schönen Kapitels, zumindest hatte ich viel Spaß beim Schreiben :) Es gibt auch ein kleines Rätsel zu lösen, bin gespannt ob es jemandem auffällt ;)

***********************************************************************************************

Australien, ein paar Wochen später ...

„Hey, bist du auch ganz allein hier?" Leo schaute in ein paar blau-graue Augen, die auf einmal direkt neben ihr aufgetaucht waren. Die Augen gehörten einem Jungen, etwa in ihrem Alter, mit schulterlangen, strohblonden Haaren. Sie hatte diesen Typ hier die ganzen Tage noch nie gesehen.

„Tja, da wir die Einzigen hier am Strand sind, würde ich sagen: ja, ich bin auch allein hier." Sie legte ihre Gitarre zur Seite und schaute den Unbekannten abwartend an. Morgens war man hier am Strand echt beinahe einsam, aber Leo genoss diese Momente. Ab und zu brachte sie Thoms Gitarre mit hierher und spielte irgendwas, einfach was ihr gerade in den Sinn kam. Sie hatte sonst genug Trubel, seit sie in Australien angekommen waren. Thom hatte viel vor mit ihr, wollte ihr natürlich alles zeigen und ihr Vater hatte wie immer viel zu tun. Und es machte Leo Spaß, ihm bei seiner Arbeit auf der Ranch mit den vielen, unterschiedlichen Pferden zu helfen. Dort war sie ganz in ihrem Element. Ein paar neue 'Freunde' hatte sie auch schnell gefunden, und so waren ihre 'einsamen' Momente mehr als gezählt. Und dieser war wohl auch gerade vorbei...

„Was hast du gespielt?" Der fremde Junge deutete auf ihre Gitarre – Thom's Gitarre.

„Ach, ein Lied von einem Freund." Tatsächlich hatte sie gerade Paddys 'An Angel' gespielt. Das Lied war mittlerweile beinahe ihr Lieblingslied auf der neuen CD, irgendwie fühlte sie sich von dem Text und der Melodie eingefangen, ob sie nun an ihre Mutter dachte, an Paddy, an alle anderen 'besten Freunde' die sie schon ihrer Vergangenheit angehörten oder an ihren Bruder, den sie auch bald wieder zurücklassen würde... Wenn sie Paddys Stimme in den ersten Strophen so hörte – so rau und gleichzeitig so weich - hatte sie oft so ein angenehmes Kribbeln im Bauch, so als ob er gar nicht weit weg wäre. Und irgendwie fühlte sie sich zu Hause. Und obwohl die Stimmung des Liedes oft auch ein Gefühl der Sehnsucht in ihr auslöste, fühlte sie sich trotzdem so ruhig, so, als ob irgendwie schon alles in Ordnung kommen würde - mit ihr selbst und ihrem seltsamen Leben....

„Darf ich auch mal?" Der blonde Junge neben ihr deutete erneut auf die Gitarre. Irgendwie fand Leo ihn sympathisch.

„Klar, hier..." Leo reichte das Instrument weiter.

Der Typ neben ihr schlug ein paar Akkorde an und nickte anerkennend. Ja, Thom's Gitarre war wohl nicht die Schlechteste.

Es folgten ein paar weitere Akkorde, teils gezupft, teils angeschlagen und dann fing er tatsächlich an zu singen. Er schaute dabei fast die ganze Zeit auf's Meer hinaus, ab und zu schloss er für einen kurzen Moment die Augen.

Isn't it weird, Isn't it strange,
Even though we're just two strangers on this ocean side
We're both trying to find a place in the sun
We've lived in the shadows, but doesn't everyone
Isn't it strange, how we all feel a little bit weird sometimes


Isn't it hard, Standing in the rain.
You're on the verge of going crazy and your heart's in pain
No one can hear though you're screaming so loud
You feel like you're all alone in a faceless crowd
Isn't it strange how we all get a little bit weird sometimes.

Growing up oder: lost and foundWo Geschichten leben. Entdecke jetzt