„Also, warum hast du eigentlich die Schule gewechselt?", fragte Cedric, während wir gemeinsam über den Flur schlenderten.
Ich zuckte mit den Schultern, mein Blick glitt kurz über die Steinfliesen. „Ich hab einfach nie wirklich reingepasst."
„Ah, verstehe", antwortete er ruhig.
Wir traten nach draußen, wo die Sonne langsam hinter den Baumwipfeln verschwand. Ein weicher, goldener Schein legte sich über das Gelände. Wir setzten uns auf die kühle Steintreppe vor dem Schloss.
„Du bist ein Jahrgang über mir, richtig?", fragte ich.
Er nickte. „Ja, stimmt. Du scheinst dich aber ziemlich gut mit den Zwillingen zu verstehen."
Ich musste schmunzeln. „Die beiden? Total. Sie sind wie zwei sprechende Katastrophen – aber auf eine süße Art."
Cedric lachte. „Ja, das trifft's eigentlich ganz gut. Ich kenne sie über meinen Vater – er ist mit ihrem Vater bekannt. So kam der Kontakt zustande."
Ich nickte erneut. Mein erster Tag hier und ich lernte schon mehr Leute kennen, als in meiner alten Schule in einem ganzen Monat. Es fühlte sich ... richtig an.
„Hast du es eigentlich schon gehört?", fragte Cedric plötzlich.
Ich schüttelte den Kopf. „Was denn?"
„Es kommen bald Schüler aus anderen Akademien. Die Quidditch-Weltmeisterschaft findet hier statt – und auch ein paar andere Wettbewerbe. Ich dachte, du hättest das längst mitbekommen. Das ganze Schloss redet darüber."
Ich zuckte mit den Schultern. „Jetzt weiß ich's jedenfalls. Nimmst du teil?"
„Ich hoffe es", sagte er. „Ich wurde nominiert – mal sehen, ob ich tatsächlich ausgewählt werde."
„Dann drück ich dir die Daumen", erwiderte ich ehrlich.
Ein leichtes, unsicheres Lächeln erschien auf seinem Gesicht. „Würdest du zu meinen Spielen kommen? Ich mein, wenn du Zeit hast ..."
Ich war überrascht von seiner Frage, aber ein bisschen gerührt. „Na klar", antwortete ich schließlich. „Ich werde die Lauteste im Publikum sein – versprochen."
Er grinste. „Dann sehen wir uns bestimmt bald wieder. War schön, dich kennenzulernen, Y/n." Cedric erhob sich langsam.
„Ganz meinerseits", sagte ich, und im nächsten Moment war er auch schon verschwunden.
Ich atmete tief durch. Die Abendluft war kühl und klar. Okay wow, was war das denn gerade gewesen?
Nach ein paar Minuten stand ich ebenfalls auf und ging zurück ins Schloss. Die Gänge wirkten im Zwielicht des Sonnenuntergangs beinahe magisch.
Doch wo waren Fred und George?
Als ich Harry und Ron entdeckte, ging ich auf sie zu. „Hey Jungs, habt ihr vielleicht Fred und George gesehen?"
Ron grinste nur und deutete hinter mich. „Dreh dich mal um."
Ich tat, wie er sagte – und da waren sie: draußen, umringt von einer kleinen Gruppe Schüler, ihre Scherzartikel präsentierend wie zwei echte Profis.
„Danke euch!", rief ich noch, bevor ich loslief.
„Und? Wie läuft das Geschäft?", fragte ich, als ich bei den beiden ankam.
„Läuft super. Wir haben schon über 30 Galleonen gemacht!", sagte George stolz und klimperte mit einer Handvoll Münzen.
„Ihr werdet noch reich, ich seh's kommen", lachte ich.
Fred sah mich plötzlich interessiert an. „Und? Wie war's mit Cedric?"
George grinste breit und wackelte mit den Augenbrauen.
„Ganz normal", antwortete ich betont gleichgültig.
Fred drehte sich nun auch zu mir. „Worüber habt ihr geredet?"
„Das geht euch Vollidioten mal so gar nichts an", grinste ich frech. „Konzentriert euch lieber auf den Streich heute Abend."
Die Zwillinge warfen sich einen kurzen Blick zu – dann, ohne Vorwarnung, hoben sie mich gleichzeitig an.
„Was zum— Lasst mich runter!", protestierte ich, während ich versuchte, mich zu befreien.
„Keine Sorge, dir wird nichts passieren", meinte Fred schmunzelnd.
„Noch nicht", fügte George mit einem diabolischen Grinsen hinzu.
Ich schnaubte. Es hatte eh keinen Sinn, mich zu wehren – ihre Griffkraft war legendär.
Wir liefen die Treppe hinunter bis zu einem kleinen Teich. Dann blieben sie stehen.
„Also", sagte Fred. „Willst du uns jetzt erzählen, was mit Cedric wirklich war?"
Ich legte den Kopf schief und dachte kurz nach. „Hm ... lass mich überlegen. Nein."
Die beiden zuckten nur mit den Schultern – und ließen mich plötzlich los.
Aber ich war schneller: Ich packte beide an ihren Ärmeln und riss sie mit mir ins Wasser.
Platsch!
Eisig, aber befreiend.
Ich brach in schallendes Gelächter aus. „Dachtet ihr wirklich, ich würde euch nicht mit reinziehen?", prustete ich, während ich Wasser nach ihnen spritzte.
Auch sie lachten laut – es war unmöglich, bei sowas ernst zu bleiben.
„Ihr Mören, wir haben gleich Unterricht! Kommt, steht auf!", sagte ich lachend und streckte ihnen jeweils die Hand hin, um sie herauszuziehen.
Meine Klamotten klebten unangenehm an der Haut, also zog ich meinen Zauberstab heraus, drehte ihn locker in der Hand und murmelte einen Zauber.
Zisch. Innerhalb einer Sekunde war ich trocken. Hemd, Rock, Socken – alles wieder perfekt.
„Hey, wie hast du das gemacht?", fragte George beeindruckt.
Ich grinste. „Tja, das bleibt mein Geheimnis. Viel Spaß beim Umziehen!"
Teuflisch lachend drehte ich mich um und rannte die Treppe hinauf.
„Das bekommst du sowas von zurück!", rief Fred mir hinterher – plötzlich war er direkt an meinem Ohr.
Ich kicherte. „Da bin ich aber mal gespannt."
Dann bog ich um die Ecke – und ließ die beiden durchnässten Chaoten allein zurück auf dem Weg zum Gemeinschaftsraum.
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FOREVER ON YOUR SIDE|| FRED FF
Romance„Warum musstest du mich verlassen?" Y/n N/n ist eine 15 Jährige Schülerin die vor kurzem ihre Schule nach Hogwarts wechselte. Sie lebt bereits seid vielen Jahren mit ihrem Vater alleine. In Hogwarts lernte sie viele neue Freunde kennen, insbesonder...
