Sie lag bewusstlos auf dem Boden. Neben ihr waren mehrere Bücher und lose Pergamentblätter verstreut, die offenbar beim Sturz aus ihren Händen geglitten waren.
George und ich stürmten sofort zu ihr und ließen uns neben ihr auf die Knie fallen. „Y/n!", rief ich panisch und versuchte vorsichtig, sie wachzurütteln. Zum Glück dauerte es nur einen Moment, bis sie leise blinzelte.
„Fred?" Ihre Stimme klang benommen, während ihr Blick zwischen uns hin- und herwanderte.
„Merlin, was ist denn mit dir passiert? Du hast uns einen riesigen Schrecken eingejagt", sagte George erleichtert, half ihr aber gleichzeitig dabei, sich langsam aufzusetzen. Ich legte ebenfalls einen Arm unterstützend um sie, damit sie nicht wieder umkippte.
„Ich bin die Treppe runtergefallen", murmelte sie und verzog leicht das Gesicht. „Mein Umhang war einfach zu lang."
Unwillkürlich sahen wir auf den besagten Umhang hinunter. Tatsächlich war der Saum unten eingerissen. Einen Moment herrschte Stille, dann brachen George und ich gleichzeitig in Gelächter aus. Auch Y/n konnte sich ein leichtes Lachen nicht verkneifen.
„Jetzt lacht nicht, sondern helft mir lieber auf, ihr Idioten", schimpfte sie gespielt beleidigt.
Wir taten, wie uns geheißen, und zogen sie vorsichtig auf die Beine. Während sie noch etwas wackelig stand, sammelte sie ihre Bücher ein und legte sie ordentlich auf dem Tisch ab.
„Was hast du überhaupt die ganze Zeit gemacht? Du warst ewig weg", fragte ich und musterte sie prüfend.
Sie zuckte mit den Schultern. „Eigentlich wollte ich nur lernen. Aber ich bin wohl eingeschlafen. Als ich wieder aufgewacht bin, war es schon dunkel draußen. Also wollte ich meine Sachen nehmen und im Zimmer weiterlernen... und dann bin ich eben gestürzt."
Gerade in diesem Moment betraten die ersten Schüler wieder den Gemeinschaftsraum und erfüllten ihn mit Stimmengewirr.
„Und wir dachten schon, du wolltest uns einen Streich spielen", meinte ich grinsend.
„Wenn es einer gewesen wäre, wäre er dir nicht besonders gut gelungen", ergänzte George lachend.
Ich grinste breit. „Glaub mir, meine Streiche sind unvergesslich. Ihr werdet es früh genug merken."
Nun war es Y/n, die uns mit einem vielsagenden Lächeln ansah. „Da wäre ich mir nicht so sicher."
„Y/n! Hier bist du ja!" Hermine kam aufgeregt auf uns zugelaufen. „Wo warst du?"
„Lange Geschichte", antwortete Y/n ausweichend und kratzte sich verlegen am Hinterkopf. Kurz traf sich ihr Blick mit unserem.
„Ihr geht's blendend, wie man sieht", sagte ich amüsiert und legte demonstrativ einen Arm um ihre Schulter.
Das hübsche Mädchen neben mir boxte mir leicht gegen die Rippen. „Das ist ja wirklich sehr überzeugend", murmelte Hermine misstrauisch, musste aber selbst schmunzeln.
Wir unterhielten uns noch eine ganze Weile, bis die Müdigkeit schließlich bei allen einsetzte. Nach und nach machten wir uns auf den Weg zu unseren Schlafsälen und verabschiedeten uns voneinander.
Am nächsten Abend würde bereits die zweite Aufgabe des Trimagischen Turniers stattfinden. Für George und mich bedeutete das vor allem eines: verkaufen. Y/n hatte uns erst auf die Idee gebracht, irgendwann unseren eigenen Laden zu eröffnen. Uns fehlte nur noch das nötige Startkapital – und genau deshalb waren wir nun umso motivierter, so viele Galleonen wie möglich zu verdienen.
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FOREVER ON YOUR SIDE|| FRED FF
Romance„Warum musstest du mich verlassen?" Y/n N/n ist eine 15 Jährige Schülerin die vor kurzem ihre Schule nach Hogwarts wechselte. Sie lebt bereits seid vielen Jahren mit ihrem Vater alleine. In Hogwarts lernte sie viele neue Freunde kennen, insbesonder...
