„Die ersten Turnierspiele haben begonnen!"
Die Stimme des Professors hallte durch die gesamte Tribüne, und augenblicklich brach tosender Jubel aus.
Ich stützte mich nervös am Geländer ab und blickte in die Mitte der Arena. Über mir hörte ich Fred und George, wie sie mit breiten Grinsen ihre Scherzartikel verkauften – unermüdlich, diese zwei.
„Ich geh kurz zu Harry", sagte Hermine neben mir plötzlich.
„Sag ihm liebe Grüße von mir", erwiderte ich und schenkte ihr ein aufmunterndes Lächeln. Sie nickte und verschwand eilig unter der Tribüne.
Ich begann, nervös an meinen Fingernägeln herumzuspielen. Die Sorge um Harry ließ mich nicht los. Er war viel zu jung für diesen Wahnsinn – und dennoch wusste ich tief in mir, dass er es schaffen würde. Wie genau, wusste ich nicht. Aber Harry war stark. Und klug. Und mutiger als die meisten hier.
„Das ist doch alles Schwachsinn", murmelte Ron plötzlich neben mir.
Ich sah ihn von der Seite an. „Was meinst du?"
„Na das hier – das ganze Turnier. Alles nur gefährlicher Blödsinn."
Ich seufzte leise. „Du wolltest doch mit Harry selbst daran teilnehmen – in drei Jahren. Was hat deine Meinung plötzlich geändert?"
Ron antwortete nicht, sondern starrte weiter stur auf die Mitte des Stadions und kaute nervös auf seiner Lippe.
In der Arena waren nun riesige Steine zu erkennen. Und... ein Drache.
Mein Herz setzte kurz aus.
Ein Drache?!
Verflucht. Das war kein Spiel mehr – das war Wahnsinn.
Endlich kehrte Hermine zurück und stellte sich wieder zu uns.
„Wie geht es ihm?", fragte ich schnell.
„Er ist nervös...", antwortete sie leise, fast ängstlich.
Ron sagte kein Wort mehr, sondern verfolgte das Geschehen mit verschlossenem Gesicht. Wenige Minuten später tauchten endlich Fred und George auf, setzten sich rechts neben mich.
„Und, wie lief das Geschäft?", fragte ich und schob meine Sorgen kurz beiseite.
„Blendend. Wieder eine ordentliche Summe verdient", antwortete Fred stolz.
Ich lachte leise. „Bald habt ihr euren eigenen Laden."
„Gute Idee!", riefen sie im Chor.
„Wir eröffnen unseren eigenen Laden!", wiederholten sie wie aus einem Guss – entschlossen und begeistert.
Ich lachte laut los. „Perfekt."
In diesem Moment ertönte eine laute Kanone. Erschrocken zuckte ich zusammen, hielt mir reflexartig die Ohren zu und stolperte rückwärts.
Doch noch bevor ich fiel, spürte ich eine starke Hand an meiner Taille. Eine muskulöse Brust, gegen die ich gezogen wurde. Ich blickte auf – direkt in Freds braune, warm funkelnde Augen.
„Hat wohl viele Nachteile, so schreckhaft zu sein, was?", fragte er neckend.
Ich lächelte – ein bisschen verlegen – und spürte, wie mein Gesicht wärmer wurde. Schnell wandte ich mich ab, ließ meine Haare vors Gesicht fallen und zog den Hoodieärmel tiefer über meine Hand. Kälte kroch meine Arme hoch.
Da spürte ich plötzlich etwas Weiches auf meinem Kopf.
Fred hatte mir seine Mütze aufgesetzt.
„Nächstes Mal ziehst du dir was Wärmeres an", sagte er schmunzelnd.
Ich grinste ihn an. „Danke, Freddie."
Dann stupste ich mit meinen verschränkten Armen leicht gegen seinen.
Mein Herz raste.
Inzwischen hatte Fleur das erste Ei geholt. Danach folgten die anderen. Es war beeindruckend – und erschreckend. Alle Kämpfer hatten sichtlich Angst. Selbst Cedric, der es letztendlich schaffte, hatte zu kämpfen.
Dann war Harry an der Reihe.
Wir alle riefen seinen Namen, jubelten, feuerten ihn an. Doch als er erschien, sah man sofort, wie überfordert er war. Verwirrt blickte er sich um – bis sein Blick das goldene Ei traf.
Er rannte darauf zu.
Ein Schlag des Drachenschwanzes warf ihn zu Boden. Das Biest hatte sich befreit.
„Harry! Dein Zauberstab!", schrie Hermine voller Panik.
Wie durch einen Reflex rief er seinen Besen herbei – der an uns vorbei rauschte und direkt vor ihm zum Stehen kam. Er sprang auf und schwang sich in die Luft.
Die Menge tobte. Auch ich klatschte und jubelte, doch mein Blick war starr auf Harry gerichtet.
„Schafft er das?", fragte Ron atemlos.
„Ja", sagte Hermine fest. Ich nickte zustimmend.
Zehn Minuten vergingen. Zehn qualvolle Minuten, die sich wie Stunden anfühlten.
Dann endlich – Harry kam zurück.
Mit dem Ei in der Hand.
Er streckte es in die Höhe.
Der Jubel war ohrenbetäubend.
Ich sprang auf, überglücklich – und in dem Moment zog ich Fred spontan in eine feste Umarmung.
Er erwiderte sie sofort, hielt mich einen Augenblick zu lange fest. Als wir uns schließlich voneinander lösten, blickten wir uns beide kurz verlegen an.
Doch die Freude über Harrys Sieg überstrahlte alles.
Wir blickten hinunter zu ihm, wie er lächelte, während Dumbledore stolz den Kopf nickte.
Er hat es wirklich geschafft.
Als sich alle langsam zurück ins Schloss bewegten, wussten wir:
Das musste gefeiert werden.
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FOREVER ON YOUR SIDE|| FRED FF
Romance„Warum musstest du mich verlassen?" Y/n N/n ist eine 15 Jährige Schülerin die vor kurzem ihre Schule nach Hogwarts wechselte. Sie lebt bereits seid vielen Jahren mit ihrem Vater alleine. In Hogwarts lernte sie viele neue Freunde kennen, insbesonder...
