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„Also du und George?" fragte Hermine mit einem vielsagenden Lächeln in Angelinas Richtung.

Wir hatten uns gerade ins warme Wasser sinken lassen, das wohltuend unsere angespannten Muskeln umhüllte. Der Schaum glitt träge über die Oberfläche, und Angelina spielte gedankenverloren damit, während sich ein verträumter Ausdruck auf ihr Gesicht legte. Schließlich nickte sie. „Ja... ich war wirklich glücklich, als George mich gefragt hat." Ihre Stimme klang weich, beinahe ehrfürchtig. „Ich glaube, das könnte wirklich etwas Ernstes zwischen uns werden." Mit einem schüchternen Lächeln zuckte sie mit den Schultern.

Dann wandte sie sich mir zu. „Und wie läuft es eigentlich bei dir, Y/n? Gestern haben wir ja nur über mich gesprochen."

Ich hob ebenfalls leicht die Schultern und versuchte, gelassen zu wirken. „Was soll schon sein? Er ist bezaubernd wie immer", antwortete ich mit einem kleinen Lächeln.

Hermine zog skeptisch eine Augenbraue hoch. „Ja, aber nur das?"

Ich seufzte leise. Irgendwann musste ich es ihnen ja erzählen. „Wir hätten uns fast geküsst."

Für einen Moment herrschte Stille. Dann sahen die beiden sich an – und im nächsten Augenblick kreischten sie los. „Was?!" rief Angelina entsetzt. „Warum erfahren wir das erst jetzt?"

Ich lachte. „Ihr habt ja auch erst jetzt gefragt."

„Und warum habt ihr es nicht getan?" wollte Hermine wissen.

„Weil George, dieser Idiot, dazwischenkam", erklärte ich grinsend.

Einen Moment lang wurde ich nachdenklich. „Es ging alles irgendwie schneller als gedacht."

„Was genau?" fragte Angelina neugierig.

„Na ja... mit mir und Fred. Wir kennen uns noch gar nicht so lange, und trotzdem fühlt es sich an, als stünden wir uns unglaublich nahe. Ich hätte nie gedacht, dass zwei Menschen so schnell zueinanderfinden können."

Hermine lächelte verständnisvoll und lehnte sich entspannt zurück. „Das ist vollkommen normal. Für dich mag es schnell wirken, aber eigentlich ist es das gar nicht. Ihr versteht euch, ihr kennt euch – zumindest auf die Weise, die zählt – und das reicht oft schon, um eine Beziehung zu beginnen. Außerdem", fügte sie mit einem wissenden Lächeln hinzu, „ich glaube wirklich, dass es mit euch etwas Dauerhaftes sein könnte."

Ich schmunzelte. „Trotzdem sollten wir es langsam angehen. Schließlich muss ich es ja noch Jahre mit ihm aushalten."

Daraufhin brachen wir alle drei in Gelächter aus.

Wir redeten noch stundenlang weiter, bis das Wasser allmählich abkühlte und wir uns schließlich erhoben, um uns frische Sachen anzuziehen. Als wir den Baderaum verließen und den großen Flur entlanggingen, streckte sich Hermine zufrieden. „Das hat wirklich gutgetan. Ich hatte schon lange keine richtige Entspannung mehr."

Angelina und ich nickten zustimmend.

Nach einer Weile verabschiedete ich mich von den beiden und machte mich auf den Weg in die Bibliothek. Einige Hausaufgaben warteten noch auf mich, und Professor Snape machte es einem wirklich nicht leicht.

In der Bibliothek angekommen, suchte ich mir die benötigten Bücher zusammen und ließ mich an einem freien Tisch nieder. Ich schlug die schweren Wälzer auf und begann, Seite für Seite durchzugehen. Na großartig, dachte ich. Das wird noch ein Spaß.

Freds POV

Es waren inzwischen sechs Stunden vergangen, seit ich Y/n das letzte Mal gesehen hatte. Das war ungewöhnlich – besonders, weil sich inzwischen fast alle Schüler beim Abendessen in der Großen Halle versammelt hatten.

„Hey, habt ihr Y/n gesehen?" fragte ich Ron und Harry.

„Stimmt, wo ist sie eigentlich?" murmelte Harry nachdenklich.

Ron zuckte mit den Schultern. „Eure kleine beste Freundin haben wir nicht gesehen. Warum sollten wir auch?" Seine Stimme klang leicht gereizt.

Offenbar hatte er wieder einen seiner merkwürdigen Momente. Ohne weiter darauf einzugehen, aßen George und ich weiter, bis Hermine und Angelina die Halle betraten und sich zu uns setzten.

„Wo ist Y/n?" fragte Hermine verwirrt.

„Das wollten wir gerade euch fragen", antworteten George und ich gleichzeitig.

Angelina runzelte die Stirn. „Also ich weiß nur, dass sie in die Bibliothek wollte. Aber dort habe ich sie nicht gefunden."

In diesem Moment kroch ein unangenehmes Gefühl in mir hoch. Sorge.

George und ich sahen uns an, standen auf und machten uns sofort auf die Suche nach ihr. So groß war das Schloss nun auch wieder nicht. Sie konnte nicht einfach verschwunden sein... oder?

„Vielleicht will sie uns nur einen Streich spielen – als Rache für das letzte Mal", mutmaßte George unterwegs.

„Durchaus möglich", gab ich grinsend zurück. „Aber uns legt man nicht so leicht rein."

Wir lachten leise und suchten weiter.

Doch weder in der Bibliothek noch in den Klassenräumen war sie zu finden. Schließlich blieb nur noch der Gemeinschaftsraum übrig. Zielstrebig steuerten wir darauf zu, nannten der fetten Dame das Passwort – die uns nach kurzem Zögern schließlich Einlass gewährte.

Doch als wir eintraten, blieb uns fast das Herz stehen.

Y/n.

FOREVER ON YOUR SIDE|| FRED FFWo Geschichten leben. Entdecke jetzt