Gerade als ich mir noch einen Löffel Schokojoghurt gönnte, öffneten sich die Türen zur Großen Halle. Eine Gruppe Mädchen in eleganten, blauen Uniformen betrat den Raum. Sie wirkten wie aus einem anderen Traum – wunderschön, fast zu perfekt, aber irgendwie auch... seltsam. Ihr Auftreten war anmutig, beinahe wie ein Tanz. Als sie sich zum Tisch der Slytherins wandten, gaben sie einen eigentümlichen, beinahe melodischen Laut von sich.
Kurz darauf kamen sie auch zu unserem Tisch – genauso wie zuvor. Einige Jungs in meiner Nähe, darunter Ron, starrten sie regelrecht an.
„Das ist ja der Wahnsinn", schwärmte Ron verträumt, den Blick auf die Mädchen geheftet.
Bevor sie sich zu einem freien Tisch setzten, stiegen plötzlich unzählige leuchtende Schmetterlinge aus dem Nichts empor und flatterten durch die Halle. Einer davon flog direkt auf mich zu. Ich streckte vorsichtig den Zeigefinger aus, und der zarte Schmetterling landete leicht darauf.
Er war wunderschön – schimmernd in Blau, als wäre er aus Licht und Staub gemacht. Für einen Moment betrachtete ich ihn fasziniert, bis er sich langsam in Luft auflöste. Ich spürte Freds Blick auf mir, intensiv und durchdringend. Nervös sah ich kurz zu ihm – und dann schnell wieder weg.
„Heilige... das ist eine ziemlich große Frau", murmelte Ron plötzlich, und unsere Blicke wanderten zur Eingangstür.
Eine Dame mit einem sanften Lächeln trat ein – aber sie war riesig. Wirklich riesig. Ihre Präsenz füllte die Halle fast ebenso sehr wie ihr Lächeln.
Die Vorstellung der Mädchen war vorbei, begleitet von tosendem Applaus – besonders von den Jungs. Auch Fred und George klatschten begeistert mit.
Dann erklang eine neue Ansage:
„Und nun begrüßen wir unsere Freunde aus dem Norden – die stolzen Söhne des Durmstrang-Instituts!"
Plötzlich donnerte etwas auf den Boden – ich zuckte heftig zusammen.
Eine Reihe junger Männer trat ein, Stäbe in den Händen, ernst und diszipliniert. Ihre Bewegungen waren kraftvoll, beinahe militärisch. Sie rannten nach vorn, wirbelten durch die Luft, vollführten Saltos und Räder. Ich hätte ihnen das gar nicht zugetraut. Es war faszinierend zu beobachten.
„Ich glaube, ich träume... das ist Viktor Krum!", hauchte Ron ehrfürchtig.
Ich hingegen beobachtete einfach nur weiter die Jungs, während ich meinen Joghurt langsam zu Ende löffelte.
Dann – fump! – einer von ihnen ließ Flammen aus seinem Stab sprühen. Das Feuer zischte in einem Bogen durch die Luft. Ich zuckte erneut zusammen.
„Man! Bei denen kommt ja ständig irgendwas Unerwartetes", beschwerte ich mich leise.
Fred lachte neben mir. „Sie können ja nichts dafür, dass du so schreckhaft bist."
Ich schlug ihm lachend gegen den Arm. „Sei du mal leise, du Witzfigur."
Die Show war vorbei, alle setzten sich wieder. Auch die Gäste bekamen nun ihr Essen.
Während das allgemeine Gemurmel zurückkehrte, beugte sich George zu uns. „Was denkt ihr, wer von denen wird auserwählt?"
„Auf keinen Fall du", sagten Fred und ich wie aus einem Mund – und brachen gleichzeitig in schallendes Gelächter aus.
George verzog gespielt beleidigt das Gesicht. „Ha ha, sehr witzig. Nur weil ich besser aussehe als ihr beide..."
Er strich sich über sein Haar, während Fred und ich im Chor sagten: „Wir sind eindeutig hübscher als du."
Wir sahen uns kurz an – und kicherten wie kleine Kinder.
Plötzlich wurde es still. Dumbledore war aufgestanden.
„Ich bitte um eure Aufmerksamkeit. Ich möchte ein paar Worte sagen."
Die Halle verstummte sofort.
„Der ewig brennende Feuerkelch wird denjenigen bestimmen, der das Trimagische Turnier bestreiten darf. Doch dieser Schüler oder diese Schülerin muss drei Aufgaben bestehen – jede gefährlicher als die vorherige."
„Boah, voll krass!", flüsterten Fred und George gleichzeitig.
„Deshalb hat das Ministerium eine neue Regel beschlossen. Um sie zu erklären, übergebe ich das Wort an Mr. Bartemius Crouch – Leiter der Abteilung für Internationale Magische Zusammenarbeit."
Plötzlich donnerte es. Dicke Regentropfen platschten aus dem Nichts auf unsere Köpfe. Panik brach aus, Schreie hallten durch die Halle – doch im nächsten Moment verschwand alles so schnell, wie es gekommen war.
Ein älterer Mann betrat die Halle, sein Gesicht halb versteckt, das eine Auge durch ein magisches ersetzt – es bewegte sich unabhängig vom anderen.
„Das ist Mad-Eye Moody!", rief jemand.
Ich musterte ihn skeptisch. „Der sieht echt gruselig aus."
Die anderen nickten zustimmend.
„Wer es schafft, ihm einen Streich zu spielen – einen richtig guten – der gewinnt", schlug Fred plötzlich vor.
Ich grinste. „Abgemacht."
Ich schlug in seine Hand ein, George legte seine ebenfalls dazu.
„Möge der Bessere gewinnen", sagte ich herausfordernd.
„Nach sorgfältiger Überlegung", fuhr Crouch fort, „hat das Ministerium entschieden, dass nur Schüler über 17 Jahren am Trimagischen Turnier teilnehmen dürfen."
Lautstarker Protest brach aus.
„Das ist doch totaler Schwachsinn!", rief Fred, George pflichtete ihm bei.
„Ruhe!!", donnerte Dumbledore – und sofort war es still.
Ein goldener Pokal in der Mitte der Halle begann zu leuchten. Das Licht flackerte kurz – und dann erschien er: der Feuerkelch.
Bläuliche Flammen züngelten aus seinem Inneren.
„Das ist der Feuerkelch. Wer teilnehmen möchte, schreibt seinen Namen auf ein Blatt Papier und wirft es bis spätestens Donnerstagabend in die Flamme. Doch seid gewarnt – wenn ihr einmal ausgewählt seid, gibt es kein Zurück mehr."
Ein leises Raunen ging durch die Halle.
Genau jetzt, dachte ich, während ich den Feuerkelch betrachtete, hat das Trimagische Turnier begonnen.
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FOREVER ON YOUR SIDE|| FRED FF
Romance„Warum musstest du mich verlassen?" Y/n N/n ist eine 15 Jährige Schülerin die vor kurzem ihre Schule nach Hogwarts wechselte. Sie lebt bereits seid vielen Jahren mit ihrem Vater alleine. In Hogwarts lernte sie viele neue Freunde kennen, insbesonder...
