Der Kerker war erfüllt von einer bedrückenden Stille, wie sie nur im Unterricht von Professor Snape existieren konnte. Die dicken Steinwände hielten die Kälte gefangen, und selbst mein Atem fühlte sich kühler an, als ich ihn ein- und ausströmen ließ. Nur das leise Kratzen dutzender Federn auf Pergament war zu hören, begleitet vom gelegentlichen Rascheln von Stoff, wenn sich jemand vorsichtig bewegte.
Wir schrieben einen Test. Stillarbeit. Niemand durfte sprechen.
Zumindest offiziell.
„Wie hast du es herausgefunden?"
Ich blickte kurz zur Seite. George hatte sein Pergament ein Stück näher zu mir geschoben, seine krakelige Schrift schief und hastig, als hätte er Angst, entdeckt zu werden. Ich hob meine Feder und schrieb meine Antwort darunter.
„Wissen eben."
Dabei deutete ich mit der Spitze meiner Feder leicht gegen meine Schläfe, ohne ihn direkt anzusehen, und schrieb dann weiter an meinem eigenen Text, als wäre nichts gewesen.
Ein leises, unterdrücktes Lachen kam von beiden Seiten.
Kurz darauf wurde mir ein weiteres Stück Pergament zugeschoben. „Was hast du gehört?"
Ich konnte ihr Grinsen förmlich spüren. Diese beiden Idioten waren viel zu offensichtlich.
Ich hielt kurz inne.
Sollte ich es sagen?
Mein Blick glitt unbewusst nach vorne zu Snape, der wie ein dunkler Schatten zwischen den Reihen umherglitt. Dann wieder zurück auf das Pergament.
Was sollte schon passieren?
Langsam schrieb ich ein einziges Wort.
„Fred."
Ich zuckte leicht mit der Schulter und schrieb sofort weiter, als hätte ich gerade nichts Bedeutendes preisgegeben.
Doch ich spürte es sofort.
Die plötzliche Bewegung neben mir.
Die Stille, die anders war als zuvor.
Ich hob leicht den Blick aus den Augenwinkeln.
Fred und George sahen sich an.
Und grinsten.
Dieses breite, identische Grinsen, das nie etwas Gutes bedeutete.
„Ich wusste es!", rief Fred plötzlich laut.
Im selben Moment sprangen sowohl Fred als auch George auf, ihre Stühle scharrten laut über den Steinboden.
Mein Herz setzte aus.
Alle im Raum drehten sich zu uns um.
Jeder einzelne Blick war auf uns gerichtet.
Oh nein.
Professor Snape reagierte sofort. Mit schnellen, lautlosen Schritten kam er auf die beiden zu, sein schwarzer Umhang wehte hinter ihm her.
Ohne ein Wort zu sagen, legte er seine Hände auf ihre Köpfe und drückte sie mit Nachdruck wieder nach unten auf ihre Plätze, sodass sie gezwungen waren, sich zu setzen.
„Ruhe", sagte er streng, seine dunklen Augen wanderten warnend durch den Raum. Niemand wagte es, sich zu bewegen. Langsam kehrte die Stille zurück. Verwirrt sah ich die beiden an. „Was wusstet ihr?", flüsterte ich leise und beugte mich ein kleines Stück zu ihnen. Fred grinste breit, sein Gesicht voller Stolz.
„Na, dass du meinen Namen hören würdest."
Mein Herz stolperte.
„Wie?", fragte ich verwirrt.
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FOREVER ON YOUR SIDE|| FRED FF
Roman d'amour„Warum musstest du mich verlassen?" Y/n N/n ist eine 15 Jährige Schülerin die vor kurzem ihre Schule nach Hogwarts wechselte. Sie lebt bereits seid vielen Jahren mit ihrem Vater alleine. In Hogwarts lernte sie viele neue Freunde kennen, insbesonder...
