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Y/n's Pov:

„Ich dachte schon, dass du was mit ihm hast..."

Angelinas Worte hallten immer noch in meinem Kopf wider. Ich seufzte tief und schob sie mit aller Kraft beiseite, während ich mein Zimmer verließ. Es war inzwischen Mittag, das erste Turnier würde in ein bis zwei Stunden beginnen – viel Zeit blieb mir nicht mehr.

Im Gemeinschaftsraum war es ruhig, also machte ich mich auf den Weg die Treppen hinunter zum Großen Saal. Mein Magen knurrte bereits. Doch kaum hatte ich den Hauptflur erreicht, blieb ich abrupt stehen.

Dutzende Schüler trugen plötzlich kleine Anstecker an ihren Uniformen – auf ihnen war Harrys Gesicht zu sehen, daneben stand in giftgrüner Schrift irgendetwas zwischen „Potter stinkt" und „Betrüger des Jahrhunderts".

Mir wurde heiß vor Wut.

Ohne zu zögern ging ich auf eine Schülerin zu, riss ihr den Anstecker von der Brust und ließ ihn achtlos auf den Boden fallen. Sie sah mich schockiert an, sagte jedoch nichts. Ich erwiderte ihren Blick nicht und lief einfach weiter.

Der ganze Flur schien voll von diesen abfälligen Stickern zu sein. Einige lachten, andere zeigten mit Fingern auf Harry, der gerade mit gesenktem Blick vor mir entlangging. Zwei ältere Slytherins stellten sich ihm in den Weg, beleidigten ihn lautstark. Keiner griff ein.

Doch ich.

Ich trat vor und stellte mich schützend neben ihn.

Ohne ein Wort zu verlieren, trat ich einem der Typen mit voller Wucht in die Weichteile. Er ging sofort mit einem unterdrückten Schmerzenslaut zu Boden. Dem anderen zog ich mit aller Kraft an den Haaren und schubste ihn zur Seite, sodass er rücklings auf dem kalten Steinboden landete.

Stille.

Alle sahen mich an.
„Will sonst noch jemand der Nächste sein?!", rief ich laut in die Runde, meine Stimme bebte vor Zorn. „Lasst ihn gefälligst in Ruhe – oder ich versohle euch persönlich die Ärsche!"

Niemand sagte etwas.

Harry blickte mich dankbar an und ging an den beiden am Boden vorbei.
„Danke", murmelte er mit einem schwachen Lächeln.
Ich erwiderte es. „Ruf mich, wenn sie's nochmal versuchen."

Er nickte.

Ich drehte mich gerade um, als ich eine vertraute Stimme hörte:
„Y/n!"

Ich sah auf und erkannte Hermine, die mir entgegenkam. Gemeinsam mit Ginny. Beide umarmten mich herzlich, und wir liefen Seite an Seite weiter in Richtung Großer Saal.

„Wie geht's euch?", fragte ich und schenkte Ginny ebenfalls eine kurze Umarmung.

„Gut", antwortete Hermine, „aber diese Gerüchte um Harry machen mich fertig."

Ich nickte. „Mich auch. Und es macht mich wahnsinnig, dass ihm niemand glaubt. Ich wünschte, ich wüsste, wer seinen Namen in diesen verfluchten Kelch geworfen hat."

Meine Worte waren leise, aber voller Wut. Die Ungerechtigkeit brannte in mir.

Im Großen Saal angekommen, versuchte ich, mich abzulenken. Ich aß ein Stück Pizza, das zum Glück besser schmeckte als meine Stimmung war, und redete weiter mit den beiden.

Nach dem Essen machte ich mich für eine Weile auf zur Bibliothek, um ein paar Hausaufgaben zu beenden und ein wenig zu lernen – mehr zur Ablenkung als aus Pflichtgefühl. Doch mein Kopf war die ganze Zeit bei dem Turnier.

Zurück im Schlafsaal war Angelina schon weg – vermutlich mit ihren Freundinnen schon auf dem Weg zur Tribüne.

Ich zog mir einen gemütlichen, braunen Hoodie über, dazu eine schwarze Jeans und meine schwarzen Sneaker. Ich war spät dran, also schnappte ich meine Tasche und rannte los.

Die kalte Luft schlug mir entgegen, als ich das Schloss verließ. Mein Herz klopfte vor Aufregung.

Bitte, Harry... du schaffst das.

FOREVER ON YOUR SIDE|| FRED FFWo Geschichten leben. Entdecke jetzt