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„Warum grinst ihr denn alle so?", fragte Hermine misstrauisch und zog eine Augenbraue hoch.

Wir saßen beim Abendessen in der Großen Halle. Fred, George und ich saßen dicht beieinander und starrten auffällig zu Draco Malfoy, der weiter hinten mit seinen üblichen Anhängseln kichernd plauderte.

„Schaut zu und lernt", flüsterte ich und deutete mit dem Finger auf ihn.

Draco griff in diesem Moment zu einem Apfel – genau dem Apfel. Wir hatten einen kleinen Zauber darauf gelegt, der nur dann wirkte, wenn er ihn berührte.

„Hat's funktioniert?", fragte George gespannt.

Ich blickte zur Uhr. „Drei... zwei... eins..."

Genau in dem Moment, als Draco herzhaft hineinbiss, geschah es. Unsere Augen weiteten sich – nicht vor Überraschung, sondern vor Begeisterung. Draco blähte sich plötzlich auf wie ein Ballon. Seine Arme wackelten in der Luft, sein Körper schwebte leicht vom Boden ab.

Sein erschrockener Gesichtsausdruck war unbezahlbar.

„Was zur...?!", rief er panisch, während er langsam zur Decke schwebte.

Die Gespräche in der Halle verstummten. Alle Köpfe drehten sich zu ihm. Schüler begannen zu kichern, einige lachten laut los – allen voran wir drei.

„Was habt ihr mit mir gemacht?!", rief Draco von oben, seine Stimme schrill vor Wut.

Fred, George und ich hielten uns den Bauch vor Lachen. Ich konnte kaum noch atmen.

„Das ist ja mal obergenial!", japste Ron zwischen Lachanfällen.

„Wem gehört die brillante Idee?", fragte Hermine, die ebenfalls grinsen musste.

Fred und George deuteten wie synchronisiert auf mich.
„Y/n kommt eben immer mit den besten Ideen", grinste George.

Fred nickte zustimmend. „Unfassbar, ich hab selten sowas Lustiges erlebt."

Plötzlich trat Professor McGonagall vor, schwang ihren Zauberstab und murmelte einen Gegenzauber. Draco fiel mit einem lauten Plumps auf den Boden zurück.

„RUHE, Kinder!", ertönte Dumbledores Stimme mit Nachdruck.

Draco rappelte sich auf, sein Gesicht war knallrot vor Wut.

„Das wart ihr, oder?!", fauchte er uns an.

Wir warfen uns nur einen kurzen Blick zu, dann zuckten wir unschuldig mit den Schultern.
„Wir wissen nicht, wovon du sprichst", sagten wir im Chor.

Draco knurrte leise, bevor er sich wütend auf seinen Platz zurückwarf.

Allmählich beruhigte sich die Halle wieder. Viele Schüler wischten sich noch die Tränen aus den Augenwinkeln – nicht etwa vor Rührung, sondern vor Lachen.

Dumbledore trat erneut hervor. „Nun, da ich offenbar endlich eure volle Aufmerksamkeit habe...", sagte er mit einem feinen Lächeln, „möchte ich euch eine wunderbare Nachricht mitteilen."

In diesem Moment stürmte der Hausmeister Filch schnaufend in die Halle. Fred und ich mussten wieder leise kichern. Auch George konnte sich nicht zurückhalten.

Filch beugte sich flüsternd zu Dumbledore, der verständnisvoll nickte. Dann verließ Filch so hastig, wie er gekommen war.

„Wie ich gerade sagen wollte: Hogwarts wurde dieses Jahr auserwählt, Gastgeber des legendären Trimagischen Turniers zu sein."

Ein Raunen ging durch die Halle.

„Für alle, die es nicht wissen – das Trimagische Turnier ist ein Wettstreit zwischen drei Zauberschulen. Jede Schule stellt einen Champion, der Hogwarts in einer Reihe gefährlicher und magischer Prüfungen vertritt. Doch seid gewarnt: Diese Aufgaben sind nicht für schwache Nerven."

„Dieses Jahr wird definitiv nicht langweilig", meinte Ron begeistert.

„In Hogwarts ist es nie langweilig, Ron", warf Hermine schmunzelnd ein. „Irgendwas passiert hier immer."

„In welcher Schule warst du eigentlich vorher, Y/n?", fragte George neugierig.

Ich zuckte mit den Schultern. „Castelobruxo. Irgendwo mitten im Nirgendwo auf einem Berg in Brasilien."

„War das so eine reine Mädchenschule?", fragte Fred spöttisch.

„Nein, ganz im Gegenteil. Dort waren mehr Jungs als Mädchen. Nur besonders begabte Schüler mit außergewöhnlicher magischer Kraft werden dort aufgenommen."

Ich schob mir ein Stück Pudding in den Mund.

„Und warum bist du dann nicht auf die Beauxbatons Akademie gegangen?", fragte George weiter.

„Tja... eigentlich wollte mein Vater, dass ich nach Hogwarts komme, so wie er damals. Aber aus irgendeinem Grund hat er entschieden, dass Castelobruxo sicherer für mich wäre. Warum genau, hat er nie gesagt."

Ich zuckte erneut mit den Schultern. „Ist jetzt auch egal."

„Dein erster Tag – und schon sitzt du mittendrin im Chaos", sagte Fred und grinste.

„Scheint, als hätte ich heute Glück auf meiner Seite", erwiderte ich und lächelte zurück.

In genau diesem Moment riss jemand dramatisch die Tür zur Großen Halle auf.

FOREVER ON YOUR SIDE|| FRED FFWo Geschichten leben. Entdecke jetzt