„Warum musstest du mich verlassen?"
Y/n N/n ist eine 15 Jährige Schülerin die vor kurzem ihre Schule nach Hogwarts wechselte.
Sie lebt bereits seid vielen Jahren mit ihrem Vater alleine.
In Hogwarts lernte sie viele neue Freunde kennen, insbesonder...
„Das ist doch oberkrass, oder?", rief Angelina begeistert, als sie gerade frisch aus dem Bad kam und sich auf ihr Bett setzte.
Ich saß auf meinem Bett und zeichnete konzentriert in mein Skizzenbuch. „Was meinst du?", fragte ich beiläufig. „Na, das Trimagische Turnier! Ich bin so gespannt, wer ausgewählt wird." Ich nickte zustimmend. „Ich auch."
Sie beugte sich neugierig vor. „Was zeichnest du da?" Ich warf einen flüchtigen Blick auf meine Skizze. „Ach, nichts Besonderes." „Zeig mal her."
Ich klappte mein Buch schnell zu und grinste. „Nö." „Zeig schon, ich beiß auch nicht!", lachte sie und kam auf mich zu.
Ich wich Stück für Stück zurück, während sie mir immer näherkam. Doch bevor ich reagieren konnte, versuchte sie mir das Buch aus der Hand zu reißen. Ich streckte es so weit von mir weg, wie es nur ging – ein Fehler. Denn im nächsten Moment verloren wir beide das Gleichgewicht und landeten hart auf dem Boden.
„Aua!", stöhnten wir gleichzeitig und hielten uns die Köpfe. Dann mussten wir lachen.
„Na gut", grinste sie, „dann schau ich's mir eben an, wenn du mal nicht da bist." Ich grinste zurück. „Viel Spaß dabei."
Wir setzten uns wieder aufs Bett, legten uns hin. „Du... Fred und George waren das mit dem Streich heute, oder?" Ich lächelte. „Ja, das waren wir."
Sie nickte und sah zur Wand. „Ich find Fred echt süß." Mein Blick wanderte ebenfalls zur Wand. Ich schluckte. „Wirklich?" „Mhm. Und ich glaube, er mag mich auch."
Ich hoffte, sie verwechselte die beiden. Doch tief in mir wusste ich, dass sie genau wusste, wen sie meinte. Und es tat irgendwie weh.
Obwohl ich erst seit einem Tag hier war, hatten Fred und George bereits einen Platz in meinem Herzen gefunden. Es war lange her, dass ich Freunde wie sie hatte. Vielleicht waren meine Gefühle deshalb so intensiv. Meine letzte Freundschaft endete nicht nur schlecht – sie eskalierte förmlich. Und so lächerlich es für andere klingen mag: Man kann jemanden sehr schnell ins Herz schließen, wenn man es zulässt. Besonders jene, die einen seit dem ersten Tag zum Lachen bringen.
Aber was sollte ich schon tun? Fred gehörte mir nicht. Und es wäre kindisch, Angelina Vorwürfe zu machen, nur weil ich ihn irgendwie besonders fand. Ich hatte kein Recht, ihr Interesse infrage zu stellen.
„Und du? Findest du jemanden süß?", fragte sie mich. Ich sah zur Decke und schüttelte den Kopf. „Vielleicht kommt er ja noch." „Vielleicht...", murmelte ich leise. „Gute Nacht." „Gute Nacht", antwortete ich und kuschelte mich ans Kissen.
Gute Nacht, Fred.
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Am nächsten Tag verlief alles ziemlich normal. Langweiliger Unterricht, übliche Abläufe. Aber etwas war merkwürdig: Fred und George tauchten in keinem Kurs auf. Ich hatte sie den ganzen Tag weder im Unterricht noch beim Frühstück oder Mittagessen gesehen.
Angelina und ich machten uns gemeinsam auf den Weg zum Großen Saal – es war Zeit, dass der Feuerkelch die Auserwählten bestimmte. Die Spannung lag spürbar in der Luft.
Im Saal erkannte ich Hermine und begrüßte sie herzlich. Ich setzte mich gegenüber von ihr. Sie schrieb eifrig in ihr Notizbuch. „Was schreibst du da?", fragte ich neugierig. „Ach, nur ein paar Hausaufgaben", antwortete sie beiläufig.
Angelina war irgendwo hinten, mit einem Typen im Gespräch. Ich sah mich um – der Saal war noch recht leer. Kein Wunder, ich war zehn Minuten zu früh.
Ich holte mein Skizzenbuch hervor, nahm meinen Bleistift zur Hand und überlegte kurz. Dann entschied ich mich, Hermine zu zeichnen. Ich musterte sorgfältig jedes kleine Detail ihres Gesichts, versuchte die Feinheiten einzufangen. Die Skizze nahm langsam Form an, ich setzte letzte Korrekturen.
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Nachdem ich das Buch wieder geschlossen hatte, richtete ich meinen Blick zur Tür – einige hatten bereits ihren Namen in den Feuerkelch geworfen. Endlich kamen auch Fred und George in den Saal gestürmt, wie immer voller Energie. Ich musste schmunzeln – bis ich die Tränke in ihren Händen sah.
Sie klatschten hier und da Leute ab, waren bester Laune. Hermine sah die beiden und fing an zu lachen.
Hermine sah die beiden und fing an zu lachen. „Das wird nie im Leben funktionieren", sagte sie zu mir und schüttelte den Kopf. Ich lehnte mich zurück, grinste und stimmte mit ein.
Fred und George bemerkten Hermines Lachen. Sie kamen direkt auf uns zu, hockten sich vor sie hin und grinsten breit. „Ach ja? Und warum nicht?", fragten sie synchron. „Seht ihr die Linie?", antwortete Hermine trocken. „Das ist eine Altersgrenze – von Dumbledore höchstpersönlich gezogen. Kein Trank der Welt bringt euch da durch."
Sie hob eine Augenbraue. Ich konnte sehen, wie sehr sie sich amüsierte.
„Werden wir ja sehen", erwiderte Fred. „Bereit, Fred?" „Bereit, George."
Sie nickten sich zu, hoben ihre Gläser und sagten gleichzeitig: „Wohl bekomm's!"
Dann tranken sie den Trank in einem Zug aus und stürmten mit übertriebener Theatralik in den Kreis um den Feuerkelch. Der Saal begann zu applaudieren – alle waren gespannt, ob es funktionieren würde.
Ich stand lachend auf, meine Augen auf die beiden gerichtet. Ihre Zuversicht war ja fast schon rührend. „Habt ihr auch überprüft, ob ihr den richtigen Trank genommen habt?", fragte ich süffisant.
Fred und George blickten gleichzeitig in ihre leeren Gläser. Ihre Augen weiteten sich – doch bevor sie etwas sagen konnten, geschah es: Eine unsichtbare Kraft schleuderte sie rückwärts aus dem Kreis. Sie flogen durch die Luft und krachten unsanft auf den Boden.
Ich lachte laut auf. Mein Bauch tat schon weh vor Lachen. „Was hast du getan?", fragte Hermine mit einem amüsierten Grinsen.
„Na ja..." Ich versuchte mein Grinsen zu unterdrücken – vergeblich. „Es könnte sein, dass ich die Tränke vertauscht habe. Statt Altersverwirrungselixier... nur ganz normaler Kürbissaft." Ich konnte nicht mehr. Ich brach wieder in Gelächter aus.
Fred und George richteten sich langsam auf, ihre Blicke auf mich gerichtet. „Du bist so was von am Arsch", knurrten sie gleichzeitig – und kamen mit schnellen Schritten auf mich zu.
„Oh-oh", murmelte ich – und rannte los.
Ich rannte lachend durch den Saal, hörte die Schritte der Zwillinge hinter mir. Sie jagten mich quer durch die Tische, und alle, die es mitbekamen, amüsierten sich köstlich. Die Stimmung war ausgelassen, alle lachten. Selbst Professor McGonagall musste schmunzeln, bevor sie sich räusperte.
Nach ein paar Minuten gaben Fred und George die Verfolgung auf. Ich blieb stehen, außer Atem, aber immer noch lachend. Die beiden hielten an, ebenfalls grinsend – scheinbar nicht einmal wirklich sauer.
„Du hast echt Nerven", sagte Fred und schüttelte den Kopf. „Und Talent für Chaos", ergänzte George.
Ich grinste frech. „Ich passe eben gut zu euch."
Fred sah mich mit diesem Funkeln in den Augen an, das ich nicht deuten konnte. Und für einen kurzen Moment fühlte es sich an, als hätte ich wirklich meinen Platz gefunden – hier, mit ihnen.