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„Wie kann das sein?", fragte Hermine mit gerunzelter Stirn, während sie auf den nun ruhig flackernden Feuerkelch starrte.

Harrys Name war tatsächlich ausgeworfen worden. Er stand nun offiziell als vierter Champion fest – obwohl er seinen Namen nie hineingeworfen hatte. Das allein war schon unglaublich genug... aber Harry war zudem erst 14.

Ron saß verkrampft da, seine Gabel schob wütend über den Teller.

„Aber Ron... warum bist du so sauer?", fragte ich vorsichtig.

Er zischte: „Weil wir's zusammen machen wollten! Und am Ende bin ich wieder nur der dumme Freund von Harry. Wie immer."

Ich atmete tief durch. „Ron... glaubst du wirklich, Harry hätte dich angelogen? Ihr seid seit vier Jahren befreundet. Er war immer ehrlich zu dir."

Fred und George, die neben mir saßen, nickten stumm. Auch Hermine sah Ron ernst an. Doch Ron zuckte nur mit den Schultern und stocherte weiter in seinem Essen herum.

Ich seufzte und wandte mich wieder meinem Teller zu. Hühnchen, Kartoffelsalat – irgendwie schmeckte heute alles nach Papier. Hermine versuchte weiter, auf Ron einzureden. Die Zwillinge machten mit, doch niemand drang zu ihm durch.

Gerade, als ich mir eine Handvoll Pommes nehmen wollte, tauchte plötzlich Angelina neben mir auf. Ihr Gesicht war ernst.

„Y/n, können wir kurz reden?"

Ich nickte langsam, legte die Pommes zurück und folgte ihr aus der Großen Halle hinaus in den Flur. Die Tür fiel schwer hinter uns zu.

„Was gibt's?"

Sie drehte sich zu mir um, verschränkte die Arme.

„Was läuft zwischen dir und Fred?"

Ich blinzelte. „Was... wie bitte?"

„Du weißt schon genau, was ich meine. Du und Fred – ihr seid die ganze Zeit zusammen. Und vorhin draußen sah das nicht gerade nach Freundschaft aus."

Ich seufzte. „Angelina... da läuft nichts. Ehrlich. Wir sind nur Freunde."

„Sicher?" Ihr Blick blieb misstrauisch.

„Ganz sicher. Ich kenne ihn seit ein paar Tagen. Wir verstehen uns gut, mehr nicht." Ich zuckte mit den Schultern.

Angelina musterte mich noch einen Moment, dann nickte sie. „Gut. Ich dachte schon, da wäre... mehr."

Ich lächelte gezwungen. „Nein. Du musst dir keine Sorgen machen."

Wir gingen gemeinsam zurück, und nachdem wir uns verabschiedet hatten, setzte ich mich wieder zu Fred und George.

„Was war los?", fragte George.

Ich schüttelte den Kopf. „Nichts Wichtiges, alles gut."

Sie akzeptierten es kommentarlos und aßen weiter. Ich starrte auf meinen Pudding und stützte gedankenverloren den Kopf auf die Hand. Ein leises Ziehen in meiner Brust machte sich bemerkbar.
Wäre es wirklich so schlimm... wenn ich mit Fred zusammenkäme?

Ich meine... ich verstehe ja, dass Angelina Gefühle für ihn hat. Aber sie war nicht nur besorgt – sie war richtig wütend. Und warum eigentlich? Nur weil ich mich mit ihm gut verstehe?

Fred's POV:

Y/n wirkte irgendwie bedrückt. Sie starrte auf ihren Teller, rührte ihren Pudding um, sagte kaum ein Wort.

Was hatte Angelina zu ihr gesagt?

Ich wollte sie fragen... aber irgendwas hielt mich zurück. Stattdessen beobachtete ich sie nur. Wie ihre glänzenden Haare ihr halb ins Gesicht fielen. Wie sie so ganz versunken wirkte.

Ich hatte den Drang, ihr eine Strähne hinters Ohr zu schieben, tat es aber nicht.

Sie war das erste Mädchen, mit dem ich mich so verstand. Sie war schlagfertig, witzig, genau so verrückt wie George und ich – wir waren ein perfektes Team. Schon seit dem ersten Tag.

Ich warf einen kurzen Blick zu Angelina, die uns aus der Ferne musterte. Sie war in letzter Zeit oft komisch, besonders seit Y/n aufgetaucht war. Und nicht nur sie – auch viele Jungs redeten über Y/n. Bei Quidditch hatte ich Cedric dabei erwischt, wie er mehr als nur ein Auge auf sie geworfen hatte.

Ich hasste es. Ich hasste es, wenn andere sie so ansahen oder über sie redeten, als wäre sie irgendein Ziel, das man „leicht rumkriegt". Dabei bemerkte sie es nicht einmal – was sie nur noch süßer machte.

Und ehrlich gesagt... ich hatte keine Ahnung, warum mir das so wichtig war. Ich kannte sie kaum, aber es fühlte sich anders an. Vertraut. Leicht.

George und ich hatten lange nicht mehr so mit jemandem gelacht wie mit ihr.

Als wir mit dem Essen fertig waren, lief George neben Y/n und unterhielt sich mit ihr über Kratzböller – natürlich wieder irgendeine verrückte Idee. Angelina redete währenddessen neben mir über... irgendwas mit Kräutern, glaub ich. Ich hörte kaum zu. Mein Fokus war woanders.

„Wir könnten es bei Professor Snape machen!", schlug Y/n begeistert vor.
„Der braucht mal etwas positive Energie."

George und ich mussten lachen und stimmten ihr sofort zu.

Als wir im Gryffindor-Gemeinschaftsraum ankamen, verabschiedeten wir uns voneinander und gingen nach oben in den Schlafsaal.

Ich warf mich aufs Bett, während George sich umzog.

„Fandest du Y/n heute auch irgendwie... komisch? Seit Angelina mit ihr geredet hat?", fragte er plötzlich.

Ich nickte. „Ja. Irgendwas bedrückt sie."

George zuckte mit den Schultern. „Vielleicht erzählt sie es uns ja irgendwann."

Ich sagte nichts. Ich hoffte es einfach.

FOREVER ON YOUR SIDE|| FRED FFWo Geschichten leben. Entdecke jetzt