„Danke!", brach es plötzlich aus ihm heraus. Seine Stimme überschlug sich beinahe, während er mich ohne Vorwarnung in eine feste Umarmung zog. Ich lachte überrascht auf, erwiderte sie jedoch sofort und legte meine Arme um ihn.
„Kein Ding", murmelte ich schmunzelnd an seiner Schulter. „Du schuldest mir aber was. Das hat mich wirklich viel Kraft gekostet."
Zauberei hatte eben nicht nur Vorteile. Zumindest nicht für mich. Ich spürte immer noch dieses leichte Ziehen in meinen Fingern, dieses dumpfe Pochen, das mich daran erinnerte, dass Magie ihren Preis verlangte.
Er ließ mich wieder los, zog den Anzug vorsichtig aus und legte ihn beinahe ehrfürchtig auf sein Bett, als wäre er aus Glas. Sein Blick ruhte darauf, und ein breites, glückliches Lächeln breitete sich auf seinem Gesicht aus.
Ich konnte nicht anders, als ebenfalls zu lächeln.
Gemeinsam verließen wir lachend das Zimmer.
Kaum hatten wir den Gemeinschaftsraum betreten, trat Hermine Granger auf mich zu. Ihre Augen funkelten vor Aufregung. „Du, Y/n... wollen wir uns vor dem Ball nochmal treffen und zusammen runtergehen?"
Ich nickte sofort. „Klar. Angelina geht sowieso mit ihrer Freundin." Ich lächelte leicht. „Gut", sagte sie und nickte zufrieden. „Ich klopfe dann bei dir."
Wir verließen gemeinsam den Gemeinschaftsraum, jede in ihre eigene Richtung.
Und mit jedem Schritt wuchs die Aufregung in mir.
Ich freue mich so sehr.
—
Leise Musik erfüllte den Raum, während ich vor dem Spiegel stand und mich fertig machte. Eine ruhige, sanfte Melodie, die meine Nervosität nicht ganz beruhigen konnte.
Meine Haare fielen in sanften Wellen über meine Schultern, sorgfältig gestylt. Ich fuhr mit meinen Fingern ein letztes Mal hindurch und beobachtete mein Spiegelbild aufmerksam.
Meine Lippen färbte ich in einem warmen, dunklen Braunton, der mein Gesicht weicher wirken ließ. Mein Augen-Make-up war schlicht, elegant und perfekt auf mein Kleid abgestimmt.
Ich wollte nicht übertrieben aussehen.
Ich wollte einfach... schön aussehen.
Als ich fertig war, betrachtete ich mein Werk einen Moment lang schweigend. Mein Herz klopfte schneller.
Langsam griff ich nach meinem Parfüm und sprühte einen Hauch Vanille auf meine Haut. Der süße, warme Duft legte sich wie eine unsichtbare Umarmung um mich.
Dann nahm ich mein Kleid.
Der Stoff fühlte sich kühl und glatt unter meinen Fingern an, während ich hineinschlüpfte. Es war winterlich, elegant und perfekt für diesen Abend.
Es schmiegte sich sanft an meinen Körper, fiel fließend bis zum Boden und glitzerte leicht im Licht.
Es war wunderschön.
Ich legte meine Kette an, deren Anhänger im Licht funkelte. Dazu ein passendes Armband und lange Ohrringe mit kleinen Diamanten, die bei jeder Bewegung leicht schimmerten.
In meine anderen Ohrlöcher setzte ich kleinere Diamantstecker.
Mein Herz schlug schneller.
Langsam stand ich auf und zog meine grauen High Heels an. Genau in diesem Moment klopfte es an der Tür. Mein Atem stockte. Ich ging zur Tür und öffnete sie.
Und meine Augen weiteten sich sofort.
„Oh mein Gott... Hermine."
Sie sah aus wie eine Prinzessin.
Ihr Kleid fiel elegant um ihren Körper, ihr Haar war perfekt gestylt, und ihr Gesicht strahlte vor Aufregung und Nervosität zugleich. „Oh mein Gott, Y/n", hauchte sie zurück, während ihr Blick über mich wanderte. „Du siehst wunderschön aus."
Wärme breitete sich in meiner Brust aus.
„Danke", sagte ich leise. „Aber du siehst schöner aus."
Sie schnaubte leise. „Ja, genau. Das glaubst du doch selbst nicht."
Ich lachte, schloss die Tür hinter mir und stellte die Musik ab. Dann gingen wir gemeinsam los. Die Treppen hinunter. Der Ball hatte bereits begonnen.
Der große Saal von Hogwarts war erfüllt von Stimmen, Lachen und Musik. Lichter funkelten überall, spiegelten sich auf dem Marmorboden und ließen alles wie ein Märchen wirken. Wir waren etwas spät.
Aber das machte nichts.
Mein Herz schlug schneller, während wir weitergingen.
Ich fragte mich, wie Fred Weasley aussah. Ich freute mich darauf, ihn zu sehen. Mit ihm zu tanzen.
Den Abend mit ihm zu verbringen.
Als wir den Flur entlanggingen, wurde die Musik lauter. Stimmen wurden deutlicher. Gelächter erfüllte die Luft.
Doch plötzlich blieb Hermine hinter mir stehen. Ich drehte mich zu ihr um.
Sie wirkte unsicher.
„Ich weiß nicht, ob ich das kann", flüsterte sie. Ich trat einen Schritt näher und lächelte sie sanft an. „Natürlich kannst du das. Du siehst wunderschön aus. Und so etwas sollte man zeigen."
Sie atmete zittrig aus.
Ich grinste leicht. „Außerdem wartet dein Schwarm da unten. Und ich glaube, wenn wir nicht bald hingehen, geht dein Pitbull auf meine Karotte los, so genervt wie er aussieht."
Sie lachte.
Und dieses Lachen nahm ihr einen Teil der Angst.
Gemeinsam traten wir aus dem Schatten.
Ins Licht.
FRED
Ich wartete bereits seit zehn Minuten.
Neben mir stand George Weasley mit seiner Begleitung Angelina Johnson, die schon eine ganze Weile hier war. Auch Harry Potter stand in unserer Nähe und sah sich immer wieder im Raum um.
Ich war nervös.
Verdammt nervös. Dann plötzlich hörte ich ein leises „Wow."
Ich runzelte die Stirn.
Harry drehte sich um.
George ebenfalls und dann... tat ich es auch.
Und ich sah sie.
Mein Atem stockte.
Sie stand am oberen Ende der Treppe, das Licht spiegelte sich in ihrem Kleid und ließ sie beinahe unwirklich erscheinen. Ihr Lächeln. Ihr Lächeln traf mich wie ein Zauber. Sie funkelte heller als jeder Stern am Himmel.
Ihr Kleid betonte alles an ihr, ohne aufdringlich zu wirken. Ihre Haare fielen in sanften Wellen über ihren Rücken. Mein Herz begann zu rasen. Ich konnte nicht wegsehen. Ich hatte mich schon lange in sie verliebt.
In ihre Stimme. Ihr Lachen.
Ihre Art.
Sie hatte meinen Verstand gestohlen, ohne es zu merken und ich hatte es nie gezeigt. Nie gewagt. Doch jetzt stand sie vor mir und alles andere verschwand.
Die Stimmen. Die Musik. Die Menschen.
Es gab nur noch sie.
Und mich.
Sie blieb vor mir stehen und sah zu mir auf. Ihre Augen glänzten leicht, und ein schüchternes, warmes Lächeln lag auf ihren Lippen.
„Du siehst gut aus, Romeo", sagte sie leise und kicherte. Ich grinste leicht. „Genau wie du, Julia."
Ich nahm ihre Hand. Ihre Finger waren warm in meinen.
Und gemeinsam betraten wir den Saal. Er war wunderschön aber nicht annähernd so wunderschön wie sie.
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FOREVER ON YOUR SIDE|| FRED FF
Romans„Warum musstest du mich verlassen?" Y/n N/n ist eine 15 Jährige Schülerin die vor kurzem ihre Schule nach Hogwarts wechselte. Sie lebt bereits seid vielen Jahren mit ihrem Vater alleine. In Hogwarts lernte sie viele neue Freunde kennen, insbesonder...
