„Und wer ist überhaupt dein Begleiter?"
Hermines Stimme war ruhig, doch das Funkeln in ihren Augen verriet ihre Neugier. Ich zögerte einen Moment, bevor ich antwortete.
„Fred."
Allein seinen Namen auszusprechen ließ etwas Warmes durch meine Brust ziehen. Hermines Lippen verzogen sich sofort zu einem breiten, wissenden Lächeln.
„Aha", sagte sie gedehnt. „Sehr interessant."
Ich verdrehte leicht die Augen, während wir weiter den verschneiten Weg nach Hogsmeade entlanggingen. Unsere Schritte hinterließen Abdrücke im frischen Schnee, und die kalte Luft färbte unsere Wangen rosig.
„Gibt es da etwas, das ich wissen sollte?", fragte sie mit gespielter Unschuld. „Nein", antwortete ich knapp. „Nicht, dass ich wüsste." sie musterte mich von der Seite. „Also seid ihr immer noch nicht zusammen?"
Ich schüttelte den Kopf. „Ich glaube nicht, dass es jemals so weit kommen wird."
Sie blieb abrupt stehen, und ich blieb ebenfalls stehen, um sie anzusehen. „An deiner Stelle wäre ich mir da nicht so sicher."
Verwirrt runzelte ich die Stirn. „Was meinst du damit?"
Sie verschränkte die Arme vor der Brust.
„Denkst du, ich sehe nicht, wie ihr euch anseht?"
Ich wollte etwas erwidern, doch sie ließ mir keine Zeit.„Ihr kennt euch erst seit ein paar Wochen", fuhr sie fort, „und trotzdem steht ihr euch näher als irgendjemand sonst jemals ihm nahe stand."
Ihre Stimme wurde weicher.
„Und ich denke, dass er dich mag."
Ich schüttelte sofort den Kopf.
„Das glaube ich nicht."
„Warum nicht?"
Ich zögerte. Ein Name formte sich unausweichlich in meinen Gedanken. „Angelina." Hermines Gesichtsausdruck veränderte sich leicht. „Was ist mit ihr?"
„Sie steht auf Fred", sagte ich leise. „Als sie dachte, dass etwas zwischen uns ist... war sie wütend. Wirklich wütend."
Ich erinnerte mich an ihren Blick. Die Spannung in ihrer Stimme. Die Art, wie sie mich angesehen hatte. „Und ehrlich gesagt...", fügte ich hinzu, „sie ist wunderschön. Vielleicht mag Fred sie auch."
Hermines Stirn legte sich in Falten. „Angelina steht nicht auf Fred."
Ich blinzelte. „Was?"
„Sie steht auf George."
Jetzt war ich völlig verwirrt. „Nein", sagte ich. „Sie hat mir selbst gesagt, dass sie auf Fred steht." Hermine starrte mich an. „Und mir hat sie gesagt, dass sie auf George steht."
Wir sahen uns beide an.
Verwirrt. Ratlos.
Verunsichert.
Als wir schließlich Hogsmeade erreichten, war der Ort erfüllt von Leben.
Schüler liefen lachend durch die Straßen, ihre Atemwolken tanzten in der kalten Luft, während die Schaufenster im warmen Licht glühten. Der Schnee glitzerte unter unseren Füßen, und aus den Geschäften drang Musik und Stimmengewirr.
Wir betraten einen eleganten Laden für Festroben, und sofort umgab uns der Duft von Stoff, Parfüm und Magie.
Kleider in allen Farben und Formen hingen an den Wänden.
„Aber warum sollte sie sowas sagen?", murmelte ich, während ich mit meinen Fingern über den Stoff eines dunkelblauen Kleides strich. Hermine nahm ein silbernes Kleid von einem Bügel. „Ich weiß es nicht", sagte sie ehrlich. „Angelina ist nett. Wirklich. Aber wenn es um die Zwillinge geht..."
Sie verzog leicht den Mund. „...wird sie kompliziert." Ich blieb stehen. „Warum sollte sie mich belügen?"
Hermine sah mich an. „Vielleicht aus Eifersucht."
Ich hob den Blick. „Eifersucht?", sie nickte. „Die ganze Schule redet über dich." Ich blinzelte überrascht. „Was?"
„Wie schön du bist", sagte sie schlicht. „Wie anders du bist." ich spürte, wie Hitze in meine Wangen stieg. „Vielleicht", fuhr sie fort, „wollte sie dich von ihnen fernhalten." von Fred.
Mein Herz zog sich leicht zusammen. „Vielleicht meinte sie es nur gut", sagte ich leise, mehr zu mir selbst als zu ihr.
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Wir nahmen mehrere Kleider und verschwanden in den Umkleidekabinen. Der Vorhang fiel hinter mir zu, und ich zog das erste Kleid über. „Oder", sagte Hermine aus der Nachbarkabine, „du hast etwas anderes gehört."
Ich runzelte die Stirn. „Was meinst du?" Ich zog den Reißverschluss zu und betrachtete mich im Spiegel.
Gelb.
Definitiv nicht meine Farbe. „Fred und George", sagte sie, „haben Ron einmal einen Streich gespielt."
Ich hielt inne. Natürlich hatten sie das. „Er hörte nicht mehr, was die Leute wirklich sagten", fuhr sie fort. „Sondern das, was er erwartete zu hören."
Ich erstarrte.
Langsam drehte ich mich zum Spiegel zurück. Meine Gedanken begannen sich zu überschlagen. „Nach einigen Tagen", sagte sie weiter, „verschwand der Zauber von selbst."
Stille erfüllte meine Kabine.
Diese Idioten.
Ich zog das Kleid aus und griff nach dem nächsten. „Es ist möglich", sagte ich langsam, „dass sie mir auch einen Streich gespielt haben."
Wir traten gleichzeitig aus unseren Kabinen.
Wir sahen uns an. „Nein", sagten wir gleichzeitig. Und verschwanden wieder hinter den Vorhängen. Ich trat irgendwann erneut hinaus. Und dieses Mal...wusste ich es sofort.
Es war perfekt.
Ich drehte mich zu Hermine, die ebenfalls aus ihrer Kabine trat. Wir sahen uns an und begannen gleichzeitig zu lächeln. „Perfekt."
Wir kreischten leise und lachten.
Nach dem Kauf unserer Kleider tranken wir noch einige süße, prickelnde Getränke, deren Geschmack wie flüssiger Zucker und Magie zugleich war, bevor wir uns auf den Rückweg machten. Der Himmel färbte sich bereits orange und violett. „Kannst du den Zauber aufheben?", fragte ich, als wir Hogwarts betraten.
„Natürlich."
Sie zog ein Buch aus ihrer Tasche und blätterte darin, während wir weitergingen. „Hier."
Sie zog ihren Zauberstab. Ein kurzer, präziser Schwung.
Ein leises Kribbeln breitete sich in mir aus und verschwand wieder. „Fertig." Ich atmete erleichtert aus. „Danke."
Sie lächelte. Am Abend betraten wir die Große Halle. Das warme Licht der Kerzen spiegelte sich in den goldenen Wänden, während Schüler lachten und aßen.
Ich entdeckte sie sofort. Fred und George Weasley.
Ich setzte mich zwischen sie. Langsam legte ich meine Arme um ihre Schultern. „Wie geht es meinen Lieblingsmenschen?", fragte ich süß.
Sie erstarrten.
„Gut...?", sagte Fred vorsichtig.
Ich lächelte.
Und drückte ihre Köpfe gleichzeitig in ihre Kartoffelsuppe. Sie japsten überrascht, als sie wieder auftauchten, Suppe tropfte von ihren Gesichtern.
Ich beugte mich näher. „Dachtet ihr wirklich", flüsterte ich, „ich würde es nicht herausfinden?"
Sie tauschten panische Blicke aus. „Wie?", fragten sie gleichzeitig. Ich lächelte. „Ich finde alles heraus."
Hinter ihnen sah ich, wie Hermine mir grinsend einen Daumen nach oben zeigte. Und ich wusste eines ganz sicher.
Der Weihnachtsball würde interessant werden.
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FOREVER ON YOUR SIDE|| FRED FF
Romance„Warum musstest du mich verlassen?" Y/n N/n ist eine 15 Jährige Schülerin die vor kurzem ihre Schule nach Hogwarts wechselte. Sie lebt bereits seid vielen Jahren mit ihrem Vater alleine. In Hogwarts lernte sie viele neue Freunde kennen, insbesonder...
