2. Kapitel ~ Der Eisprinz von Slytherin

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Draco pov;

Als ich Viktoria am Gleis 9 3/4 aus den Augen verlor, machte ich mich auf die Suche nach meinem besten Freund Blaise Zabini, welcher sich hier irgendwo, zwischen all den Familien aufhalten sollte.
Ich irrte gefühlte Stunden in der Menschenmenge herum, als ich plötzlich Blaise entdeckte, welcher gerade in den Zwängen seiner Mutter steckte, die sich zu verabschieden versuchte, doch Blaise war diese Situation augenscheinlich äußerst unangenehm, also entschied ich mich kurzer hand, ihn vor der Situation bloßgestellt zu werden, zu retten, doch ob es dafür nicht schon zu spät war, ist eine andere Frage.
Ich ging in Blaise Richtung und als er mich bemerkte versuchte er sich verzweifelt aus der Umarmung seiner Mutter zu winden, wobei seine Wangen einen leichten rosaton annahmen und er sich verlegen am Kopf kratzte.
„Na komm schon Blaise, worauf wartest du, auf bessere Zeiten oder auf noch einen Attentat deiner Mutter?", ich musste mir ein Grinsen echt verkneifen, doch als ich in Blaise hochrotes Gesicht sah und er anfing etwas unverständliches zu murmeln, konnte ich mich nicht mehr halten und prustete los.
Nachdem ich mich wieder beruhigt hatte, machten wir uns auf die Suche nach einem freien Zugabteil, was gar nicht so einfach war, da der Zug nun schon gut gefüllt war und sich überall Erstklässler auf den Gängen tummelten.
Wir machten uns selbstverständlich auf den Weg zu dem Slytherinabteil, doch um dort hinzukommen mussten wir den halben Zug durchqueren, da wir ganz vorne eingestiegen waren.
„Warum bist du allein? Ist Viktoria schon im Zug?”, fragte mich Blaise hinter meinem Rücken und stieß gegen mich, da ich durch Hufflepuffs  gehindert wurde, meinen Weg fortzusetzen.
„Tschuldige..”, murmelte mein bester Freund und schuf wieder etwas Abstand zwischen uns, schien jedoch noch auf eine Antwort meinerseits zu warten.
„Ja ich denke schon, dass sie schon im Zug ist. Ich hab sie am Gleis aus den Augen verloren.”
Er gab sich mit dieser Antwort zufrieden und schubste ein paar Schüler beiseite, um sich Platz zu schaffen.
Als wir am Gryffindorabteil vorbei kamen, wurden wir beide seltsam angeschaut.
Auch Potter der in unser Sichtfeld kam, wusste wohl nicht wie er mit der jetzigen Situation umzugehen hat.
Zwei Slytherins im Gryffindorabteil sieht man wohl nicht alle Tage.
Als er uns nun entgültig erblickte drehte er sich in unsere Richtung, wobei er über einen am Boden liegenden Koffer stolperte, sich aber wieder rechtzeitig fing.
„Trainierst du für's Ballett, Potter?”,
erwähnte ich nebenbei und bemerkte, dass Blaise hinter mir anfing zu lachen, was auch mir ein süffisantes Grinsen entlockte.
„Ach, halt doch den Mund, Malfoy!”, versuchte sich Potter zu wehren, doch es war einfach nur lächerlich.
Aus dem Grund gab ich mich nicht länger mit den Gryffindors ab und setzte meinen Weg fort.

Nach etwas weiteren 10 Minuten fanden wir das Abteil indem sich auch Viktoria aufhielt. Sie hatte es sich im hintersten Teil des Zuges gemütlich gemacht und ohne zu fragen setzten wir uns einfach in ihr Abteil, ich setzte mich neben sie und Blaise setzte sich mir gegenüber.
Aber Viktoria war anscheinend nicht nach Unterhaltungen zu mute, denn sie ignorierte uns eiskalt und starrte aus dem Fenster.

Da Viktoria nicht interessiert war, sich bei unserer Unterhaltung zu beteiligt, sprachen Blaise und ich über die nächste Quidditsch-Auswahl und über den kommenden Unterricht.
Nach etwa einer Stunde, konnte ich neben mir ein gleichmäßiges Atmen wahrnehmen und bemerkte, dass Viktoria eingeschlafen war, da sie unter anderem ihren Kopf auf meiner Schulter abgelegt hatte.
Nach einer Stunde in der wir uns weiter über die Quidditsch-Auswahl unterhalten hatten, legte ich Viktoria's Kopf in meinen Schoss, da mir langsam die Schulter anfing zu schmerzen.
Blaise stand auf und teilte mir kurz mit das er auf die Toilette müsse.
Ich nickte nur und konnte meine Augen nicht von Viktoria lösen.
Ihre Locken fielen in ihr wunderschönes blassen Gesicht und ich konnte nicht anders und strich ihr vorsichtig und behutsam die Strähnen hinters Ohr.
Indem Moment kam Blaise wieder.
Am Anfang sagte er nichts, sondern saß nur stumm mir gegenüber.
„Du magst sie sehr, oder?”, fragte Blaise plötzlich und hatte somit genau ins Schwarze getroffen.
Ich sah ihn kurz schockiert und fragend an, war aber sprachlos und konnte keine Worte über meine Lippen bringen.
Das merkte auch Blaise und brach das Schweigen erneut „komm schon Draco ich merke wenn du verliebt bist und wie du sie gerade angesehen hast, sagte mehr als tausend Worte.”
„Du hast schon Recht. Ich mag sie wirklich sehr, dass wurde mir erst kürzlich bewusst, aber sie empfindet eh nicht so wie ich.”
Blaise wusste offensichtlich nicht, was er auf meine Bemerkung hätte antworten sollen und beschloss einfach still zu sein.
In meinem Kopf schwirrten so viele Gedanken.
Ich wusste nicht was ich tun soll.

Kurz bevor wir in Hogwarts ankamen, weckte ich Viktoria auf.
Als sie die Augen öffnete und realisierte das sie in meinem Schoss lag wurde sie etwas rot, überspielte dies aber und sprang ohne ein weiteres Wort auf und verließ das Abteil um sich umzuziehen.
Ihr verlegenes Aussehen ließ mich leicht lächeln, machte die Situation aber nicht leichter
Blaise rüttelt an meiner Schulter und sagte, dass wir da seien und aussteigen sollten.
Ich hatte das Stehenbleiben des Zuges gar nicht mitbekommen, da ich wie so oft in Gedanken war, das kam in letzter Zeit echt häufig vor, nur das es dabei nicht nur um Viktoria ging...
„Kommst du Draco?”, fragte Blaise ungeduldig.
„Geh schon mal vor. Ich muss noch was erledigen.”, gab ich in einem kühlen Ton von mir und wartete bis er vollständig aus meinem Sichtfeld verschwunden war.
Ich stand auf, packte meinen Zauberer und ließ alle Fenster mit ihrem Sonnenschutz verdecken.
Ich schloss die Wagontür und drehte mich wieder um.
„Petrificus totalus”, sprach ich und zielte dabei auf die Gepäckablage.
Meine Vermutung bestätigte sich, als Potter auf dem Boden, unter seinem Tarnumhang hervor kam.
Er konnte sich nicht bewegen, da ich ihn mit einem Fluch belegt hatte.
Es war für ihn unmöglich, den Fluch selbst aufzulösen.
Ich kniete mich neben ihn auf den Boden und sagte mit bedrohlicher Stimme.
„Haben dir deine Eltern nicht gelernt, dass man andere nicht belauscht.
Oh, ich vergaß, deine Eltern sind ja tot!”
Ich erhob mich und trat Potter mit meinem Fuß ins Gesicht.
„Das war für meinen Vater.”
Mit diesen Worten, warf ich den Tarnumhang wieder über ihn.
„Schöne Rückreise nach London, Potter.”
Danach zupfte ich meinen Anzug wieder zurecht und verließ den Zug, ohne mir etwas anmerken zu lassen.

Draußen am Bahnhof wurden die ganzen Erstklässler zum See gebracht, da sie mit den Booten über den See nach Hogwarts fahren würden.
Die anderen Schüler fuhren mit Kutschen die angeblich von Thestralen gezogen werden.
Die Thestrale sind nur für die sichtbar, die den Tod gesehen haben.
Ich sah, dass sich vor den Kutschen eine Schülertraube gebildet hatte und hörte leise Kampfgeräusche und gleichzeitig Anfeuerungsrufe.
Ich kämpfte mich mit dem Ellbogen durch die Schülermasse und was ich sah, ließ mich grinsen. Viktoria und Pansy Parkinson hatten sich anscheinend duelliert, wer gewonnen hatte, muss ich wohl kaum sagen, denn Pansy lag auf dem dreckigen Boden und hielt sich die Hände schützend vor das Gesicht.
Viktoria stand über ihr und spielte mit ihren Fingern mit Pansy Zauberstab.
Viktoria ließ Pansy's Zauberstab fallen und stieg in die nächste Kutsche, in die auch ich und Blaise einstiegen.
Die Fahrt dauerte nicht lange und da waren wir auch schon fast in Hogwarts, meinem zweiten Zuhause.
Ich freute mich schon, zwar nicht auf den Unterricht oder die Hausaufgaben.
Nein, aber irgendwas sagte mir, dass dieses Jahr toll und schrecklich zugleich werden würde.
Mal schauen was sich aus der Sache mit Viktoria entwickeln wird und natürlich auch die Sache mit dem "dunklen Lord", mit der Tatsache ein Todesser zu sein und mit meiner Aufgabe Dumbledore umzubringen...

Mal wieder war ich in Gedanken versunken, dass ich gar nicht merkte wie die Kutsche anhielt und Blaise mich mit hinaus zerrte. Viktoria beobachtete das Schauspiel nur mit einem amüsierten Gesichtsausdruck.

Wir liefen über die Ländereien und kurz vor dem Eichenportal blieb ich stehen, holte tief Luft und trat ein.

Jetzt ist es soweit ein neues Jahr in Hogwarts hat begonnen.

Überraschender Wendepunkt - Wendung ins Gute oder in den Wahnsinn... (Draco Ff)Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt