Viktoria's Pov.
Ich weiß nicht, wie lange wir auf dem kalten Badezimmerboden saßen. Es musste eine halbe Ewigkeit gewesen sein, in der Draco mich nur im Arm hielt und nicht mehr los ließ.
Immer wieder streichelte er mir über den Rücken. Er dachte es würde mich beruhigen, doch seine bloße Anwesenheit genügte mir.
Er strahlte eine gewisse Ruhe aus, obwohl ich wusste, dass es ihm wahrscheinlich genauso schlecht ging wir mir, versuchte er alles zu tun, damit es mir besser ging.
Obwohl die Situation so beschissen war, weinte ich nicht, keine einzelne Träne verließ meine Augen.
Ich hatte in letzter Zeit schon genug Schwäche gezeigt.
Doch das wird sich jetzt ändern.
Wenn es zum Krieg kommen sollte, werden nur die Stärksten überleben und zu denen werde ich gehören.
„Geht's wieder?", fragte mich der Eisprinz, schob mich ein Stück von sich weg, um mir in die Augen zu sehen und wartete auf eine Antwort meinerseits.
„Ja, alles okay, mir geht's gut.", gab ich monoton von mir.
Mir wurde schlagartig anders, als ich bemerkte mit welcher Kälte ich dies rüber brachte .
Ich löste mich aus der Umarmung und stand auf, wobei mir ein leises schmerzerfülltes Ächzen entwich.
Ich spürte jeden einzelnen meiner Muskeln, als ich mich streckte und an der Wand abstützte.
„Was ist passiert? Wer hat dir das angetan?", knurrte Draco, als er meine Blutergüsse und Wunden nun von nahem sah, da er ebenfalls aufgestanden war und sich vor mich gestellt hatte.
„Ist das wichtig?", fragte ich ihn desinteressiert und gab einen Seufzer von mir.
„Es ist egal, wer es war. Es ist passiert.", gab ich noch beiläufig dazu und öffnete langsam die Badezimmer Tür.
Ich hatte eigentlich erwartet, dass alle schon schliefen, doch als ich das Zimmer betrat, waren alle Lichter an und meine Zimmergenossinnen saßen alle abwartend auf ihren Betten.
Es machte mich wütend zu sehen, dass jetzt, als ich einmal Schwäche gezeigt hatte, sich alle für mich interessierten, aber vorher auch nie wirklich ein nettes Wort mit mir gewechselt hatten.
Als sie mich sahen, sprangen alle zeitgleich auf.
„Viktoria, was ist den mit dir passiert?", fragte mich Parkinson sichtlich besorgt.
Ich rümpfte die Nase, verdrehte gernervt die Augen und antwortete ihr bissig: „Ich wüsste nicht was dich das anzugehen hat, Parkinson. Ihr alle habt euch noch nie einen Dreck für mich interessiert, nie wolltet ihr wissen wie es mir geht, nie habt ihr auch nur ein nettes Wort mit mir gewechselt und jetzt, jetzt da ich einmal Schwäche gezeigt habe, interessiert ihr euch für mich.
Glaubt mir, darauf kann ich verzichten!".
Alle sahen mir mit geschockten Gesichtern entgegen, jedoch ignorierte ich diese und begab mich zu meinem Bett, zog die Vorhänge zu und schlief ein. Ich musste morgen zumindest etwas ausgeschlafen sein, da morgen das Quidditsch Spiel, Slytherin gegen Gryffindor, ansteht.
Als ich am nächsten Morgen wach wurde, machte ich mich sofort auf den Weg in die große Halle, da wie immer an einem Quidditschspiel Tag alle Mannschaften beisammen saßen, um die Taktiken und Manöver noch mal durchzugehen, war es nicht besonders Laut in der großen Halle.
Ich aß eigentlich wie immer nicht besonders viel und nach 15 Minuten machten wir uns auf den Weg zum Quidditschfeld.
Wir gingen in den Umkleideraum. „Leute, wenn wir so spielen wie bei unserem letzten Training, dann kann uns gar nichts passieren", sagte Urquhart, unser Kapitän und Jäger der Slytherin Mannschaft.
„Find ich auch", sagte Draco und zog sich seine Schutzkleidung an. "Na dann, auf einen Sieg!". Wir klatschten uns ab, schnappten unsere Besen und betraten das Spielfeld. „Auf die Besen!", rief Madame Hooch, die Schiedsrichterin. Der pfiff ertönte und das Spiel ging los. Wie erwartet lief alles gut, ich machte die ersten 40 Punkte und Draco bemerkte, dass die Gryffindors ziemlich schlecht geworden waren, was wahrscheinlich daran lag, dass sie jetzt ein fast komplett neues Team hatten. Gut für uns.
„Draco, der Schnatz!", rief ich ihm über das Spielfeld zu. Seine Augen fixierten das kleine Gold und er beschleunigte. „Anscheinend hat Malfoy den Schnatz gesichtet", rief die Stadionsprecherin und alle Augen wurden auf ihn gerichtet. Er bemerkte, dass ihn der Gryffindor Sucher langsam einholte, doch er ließ sich nichts anmerken. Draco streckte seine Hand aus.
Er würde niemals drankommen.
Der Schnatz flog nach unten und der Slytherin Sucher flog hinterher.
Doch dann stoppte er, der Schnatz war verschwunden und die restliche Mannschaft konzentrierte sich nun wieder voll und ganz auf das Spiel.
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Überraschender Wendepunkt - Wendung ins Gute oder in den Wahnsinn... (Draco Ff)
FanfictionViktoria Elizabeth Lestrange, ihr Leben lang wurde sie darauf hin erzogen die perfekte Todesserin zu sein. Das Gefühl der Liebe ist ihr fremd. Viktoria wird mit den unterschiedlichsten Aufgaben konfrontiert. Doch zu alldem kommt noch etwas viel Sc...
