Viktoria's Pov.
„Und du denkst, dass du den Morgen besser machst, indem du nicht aufhörst zu quatschen?", gab ich meinen ersten morgendlichen Kommentar ab, welcher an Zabini gerichtet war.
Er war der einzige Mensch, der sich morgens schon bei bester Laune befand.
Doch auch zu meiner Überraschung, war Draco wie sonst, gar nicht müde oder mies gelaunt.
Er war quirlig und lachte die ganze Zeit ausgelassen mit seinem besten Freund.
Ich drehte mich nach rechts und folgte mit meinen Augen, jeder Bewegung die der Eisprinz machte.
Er gestikulierte auffällig viel und extrem mit den Händen und schien sich köstlich zu amüsieren.
Ich konnte mich nicht mehr erinnern, wann er das letzte Mal, diese Lebensfreude ausstrahlte.
Es schien, als wäre er wie ausgewechselt, aber im postiven Sinne.
Da ich keine Ahnung hatte, worüber sie redeten, widmete ich mich wieder meinem Frühstück, bis ich einen Ellenbogen in meiner Seite verspürte.
Draco hatte mir wirklich mit seinem rechten Ellenbogen in die Rippen gestoßen.
Ich erschrak und ließ meine Gabel fallen.
Ich drehte mich in seine Richtung, wollte ihm einen Vortrag halten, hielt aber in meiner Bewegung inne, als ich sah wie der Eisprinz mich auslachte und mit Blaise abklatschte.
„Was?", fragte ich gespielt desinteressiert und verdrehte übertrieben die Augen.
Ich konnte mir ein kleines Lachen jedoch nicht verkneifen.
„I-ich und Blaise haben gerade davon geredet, w-wie du in der ersten Klasse ausgesehen hast.", gab Draco unter Lachern von sich.
Ich musste überlegen, da ich nicht mehr wusste, wie ich damals aussah.
Sie ließen mir jedoch keine Bedenkzeit, da Blaise weiter redete.
„Weißt du noch wie klein du damals warst und dann noch dein niedlicher Lockenkopf."
„Ja Blaise, das weiß ich noch.
Ich meine, ich war ja damals diese Person", antwortete ich auf Zabinis rhetorische Frage und erntete weitere Lacher seitens beider Idioten.
„Ich möchte euch nur in Erinnerung rufen, wie ihr damals ausgesehen habt.
Ich meine Dracos, schleimige, Wasserstoff blonde Schnösel-Frisur, war der Hit schlecht hin", ich hatte nicht Mal zu Ende gesprochen, da prustete Zabini schon los und lachte seinen besten Freund aus.
Der Eisprinz jedoch, schien das nicht so witzig zu finden.
Oder sagen wir es so, er versuchte sich das Grinsen zu verkneifen und tat auf beleidigt.
„Du musst gar nicht so lachen, Blaise.
Wenn ich mich so daran erinnere, wie du damals mit elf ausgesehen hast, würde mir an deiner Stelle, das Lachen vergehen", gab ich selbst mit vor Lachen tobender Brust von mir und sah ihm direkt ins Gesicht.
„Wie sah ich denn aus, Vik?", fragte mich der Angesprochene und hob eine Augenbraue.
„Sehr niedlich, wenn du mich so fragst, mit deinem kurzen lockigen Afro und dem viel zu großen Schulumhang, da deine Mutter annahm, dass du reinwachsen würdest." versuchte ich ihm mit ernster Miene zu antworten.
„Hmpf", machte er beleidigt und drehte sich Weg, während ich mit Draco einschlug.
„W-warte, was? Jetzt stehst du auf ihrer Seite? Ich dachte du wärst mein Freund!", gab Blaise ungläubig von sich und sah seinen besten Freund an.
„Keine Angst, Kumpel, ich ergreife keine Partei."
Da heute Samstag war, und die meisten Schüler sich im Zaubererdorf Hogsmead befanden, waren die Gänge leer und still.
Ich und Draco gingen Hand in Hand einfach nur die Gänge entlang und verhielten uns, wie die Pärchen in den Muggelromanen.
Ich genoss seine Nähe.
Bis er plötzlich meine Hand los ließ und mit den Rücken zu mir vor mir stehen blieb und in die Hocke ging.
„Was wird das, wenn's fertig ist?", fragte ich ihn sichtlich verwirrt.
„Spring rauf!", antwortete der Eisprinz todernst.
„Du Spinnst!", gab ich von mir und hoffte, dass er dies nicht ernst meinte.
„Nein, ich spinne nicht und jetzt rauf mit dir, sei keine Spielverderberin."
„Ist ja schon gut.", gab ich mich geschlagen und sprang auf seinen Rücken.
Als ich meine Arme um seinen Hals schlang, setzte er sich in Bewegung.
Er spazierte durch weitere Gänge und dachte gar nicht daran mich abzusetzen.
Ich legte meinen Kopf in seine Halsbeuge und ließ mich weiter Huckepack tragen.
„Halt dich fest.", flüsterte der Eisprinz und begann sein Tempo zu steigern.
Bis er rannte.
Er rannte durch die Gänge von Hogwarts.
Bog nach links und rechts ab.
Bis er stehen blieb und mich langsam auf den Boden gleiten ließ.
Ich knuffte ihn hinterrücks in die Seite und erreichte somit, dass er sich ruckartig umdrehte.
Er blickte zu mir hinunter.
Ein paar blonde Strähnen fielen ihm ins Gesicht, was seine Augen noch mehr aufblitzen ließ.
Sie strahlten Energie und Angriffslust aus.
Ich sah ihm herausfordernd entgegen, woraufhin seine Lippen ein ziemlich dreckiges Grinsen auflegten und er nur einmal stark seufzte.
„Oh je Lestrange, willst du es wirklich herausfordern!?"
Er sah mich ebenfalls provokant an, worauf ich nickte und mich schnell umdrehte.
So schnell ich konnte rannte ich die Gänge entlang.
Rannte die Stufen hinunter, die in einen anderen leeren Gang führten.
Ich drehte mich kurz um und sah wieder sein angriffslustiges Grinsen hinter mir.
Als ich meinen Blick wieder nach vorne lenkte, bremste ich ruckartig ab, da ich nicht mit einer Sackgasse gerechnet hatte.
Er packte mich jedoch und drückte mich gegen eine Wand.
Er war nicht sanft, aber auch nicht bedrohlich, was mich innerlich zum Beben brachte.
Ich hob langsam meinen Kopf und sah, dass er mich immer noch mit diesem Ausdruck in den Augen angrinste.
Er drückte seinen Körper gegen meinen an die Wand und küsste mich leidenschaftlich.
Sofort begannen meine Gefühle wieder über zu sprudeln und meine Zunge fand wie von selbst seine.
Ich konnte ein Stöhnen nicht unterdrücken, als seine Hand an meinem Körper hinunter glitt.
Ich fuhr ihm durch die Haare und zog ihn noch näher an mich.
Sofort umfasste er wieder mein Gesicht mit seinen Händen und strich sanft über meine Wange.
Mit jedem seiner Finger hinterließ er dort eine verdammt heiße Spur, auf meiner Haut.
Ich biss ihm auf die Lippe.
Doch als seine Hände unter meine Bluse glitten, ließ ich von ihm ab.
Ich war noch nicht bereit dazu.
Und erst recht wollte ich nicht, dass es in einem kalten Gang von Hogwarts passieren würde.
„Ich bin noch nicht bereit dazu", gab ich auf Dracos fragenden Blick als Antwort und wurde von ihm in den Arm genommen.
„Ist okay, ich werde nichts tun, wofür du nicht bereit bist."
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Überraschender Wendepunkt - Wendung ins Gute oder in den Wahnsinn... (Draco Ff)
FanfictionViktoria Elizabeth Lestrange, ihr Leben lang wurde sie darauf hin erzogen die perfekte Todesserin zu sein. Das Gefühl der Liebe ist ihr fremd. Viktoria wird mit den unterschiedlichsten Aufgaben konfrontiert. Doch zu alldem kommt noch etwas viel Sc...
