Viktoria's Pov.
So viele Muggel!
Alles nichtsnutziger Abschaum.
Ich befand mich auf den Straßen Londons und versuchte nicht gleich alle mit ein paar Zaubern unschädlich zu machen.
Doch wurde mir dies verboten.
Mir wurde heute untersagt Muggel, Zauberer und Hexen zu töten.
Ich solle mich so unauffällig wie möglich verhalten.
Niemand soll von dem hier erfahren.
Zumindest nicht gleich.
Mein langer Umhang schliff auf dem Boden und ließ mein Erscheinungsbild noch angsteinflößender wirken.
Meine Erscheinung spiegelte sich in den Schaufenstern wider und auch auf der nassen Straße wurde mein Anblick reflektiert.
Die Kapuze tief ins Gesicht gezogen setzte ich meinen Weg fort und ignorierte die Blicke der ahnungslosen Muggel.
Ich bog nach links und dann einmal nach rechts ein.
Überquerte mehrere Straßen und Kreuzungen.
Durchschritt kleine schmale Gassen und versuchte die Stelle zu finden, welche ich suchte.
Mein Umhang war total durchnässt und hing schwer an meinem Körper.
Als ich auf eine völlig überfüllte Einkaufsstraße gelangte, senkte ich mein Haupt und sah auf den Boden.
So kurz vor dem Ziel, wäre es fatal, wenn mich jemand erkennen würde.
In dieser Straße hielten sich nämlich nicht nur Muggel auf.
Jede zweite Person, die dir entgegen kommt, könnte magisch sein.
Ich riskierte kurz einen Blick, um mich zu vergewissern, dass ich mein Ziel erreicht hatte.
Ich stand vor einer alten, kaputten und schäbig aussehenden roten Telefonzelle.
Ich drehte mich einmal um meine eigene Achse, um mich zu vergewissern, dass mich niemand beobachtete und betrat die Telefonzelle.
Ich nahm den Hörer in die Hand und sah mich noch ein letztes mal um.
Ich hätte nicht gedacht, dass sich hier
in einer heruntergekommenen Ecke des Zentrums von London soviele Leute aufhalten würden.
Ich drehte mich in Richtung Wähltastatur und gab die Nummer
"62443" ein.
Als eine zeitlang nichts geschah wurde ich stutzig.
Bis jedoch eine amtliche Frauenstimme aus dem Nichts ertönte und mir einige Belehrungen erteilte.
Danach sank ich mit samt dem Boden jener Telefonzelle unter die Erde und kam etwa eine Minute später mit diesem seltsamen Lift in der Eingangshalle des Ministeriumsgebäudes an.
Als ich die Telefonzelle verließ, wurde ich mehrfach angerempelt.
Es waren eine Menge Hexen und Zauberer die auf dem schnellsten Weg von A nach B wollten und somit keinster Weise Rücksicht auf andere nahmen.
Ich sah mich etwas um und erkannte, dass viele der hier Anwesenden über das Flohnetzwerk oder per Apparieren ins Ministerium gelangten.
Seit dem Vorfall letzten Jahres.
Wo das goldene Trio mit Gefolge ins Ministerium eingebrochen waren und ein Kampf Seitens der Todesser und des dunklen Lords gegen Dumbledore und den Phönix-Orden stattfand, wurden die Sicherheitsvorkehrungen drastisch erhöht.
Die Halle sah prächtig aus mit ihrem dunklen polierten Parkettboden und unzähligen goldenen Verzierungen und Gittern überall.
Gold an der pfauenblauen Decke, an den Türumrandungen und den vielen offenen Kaminen entlang beider Seitenwände. In der Mitte der Halle befand sich ein Springbrunnen dessen Wasser den Accessoires einer Gruppe goldener Figuren entspringt.
Diese Empfangshalle des Ministeriums befindet sich acht Ebenen tief unter der Erde. In einem Nebenraum der Halle gibt es hinter goldenen Gittern etliche magisch betriebene Lifte, die Besucher, Beschäftigte und Memos nach oben zu den verschiedenen Abteilungen bringen.
Die höchste, direkt unter der Erde gelegene Ebene ist die Chefetage, wo sich das Büro des Zaubereiministers befindet. Um dorthin zu gelangen, passiert der Lift sechs Ebenen, auf denen jeweils eine Ministeriumsabteilung untergebracht ist. Unterhalb der Eingangshalle gibt es noch zwei besondere Ebenen.
Im neunten Stock ist die siebte Ministeriumsabteilung. Diese Ebene ist noch mit dem Lift zu erreichen. Zur zehnten und untersten Ebene des Ministeriumsgebäudes führt lediglich eine Treppe vom neunten Stock aus.
Mein Auftrag führt mich in den vierten Stock.
In die "Abteilung zur Führung und Aufsicht magischer Geschöpfe"
Auf der Grundlage des Vorherrschaftsanspruchs magischer Menschen über alle anderen magischen Wesen befassen sich die dort angesiedelten Behörden mit den vielen Aufgaben und Aspekten, friedlich, nutzbringend und sicher mit all den verschiedenen Arten zusammenzuleben. Ob andere Wesen über ihr Schicksal mitbestimmen können, wie gefährlich sie sind, ob ihnen Lebensräume zugewiesen werden und ob und wie sie zaubern dürfen, wird ungefragt von Zauberern und Hexen festgelegt.
Und da komm ich ins Spiel.
Mein Auftrag sieht wie folgt aus: Ich soll auf Anliegen des dunklen Lords in die große Aktenhalle im vierten Stock einbrechen und wichtige Informationen entwenden.
Wichtige Informationen, die der dunkle Lord im alles entscheidende Kampf gebrauchen wird.
Ich soll die Akten, in denen die Aufenthaltsorte, der nicht von der Zauberei-Gesellschaft anerkannten magischen Wesen notiert sind, ausfindig machen und sie an mich nehmen und dem dunklen Lord überbringen.
Ich gehe schnellen Schrittes auf die Aufzüge zu, betrete diesen und drücke den Knopf für den vierten Stock.
Ich stelle mich unauffällig in die hinterste Ecke des Fahrstuhls und versuche in dieser zu verschwinden, während sich der Lift immer mehr mit Angestellten und Besuchern füllte.
Der Fahrstuhl setzte sich in Bewegenung und machte auf jedem Stockwerk halt.
Als wir im vierten Stock zum Stehen kamen, versuchte ich mich so unauffällig wie möglich an den anderen Zauberern und Hexen vorbeizuschleichen.
Desto weniger Leute mich sehen, desto besser.
Ich bog in mehrere Gänge ein und versuchte mir einen Überblick zu verschaffen.
Das Stockwerk war riesig, was es nicht unbedingt einfacher machte, die Aktenhalle zu finden.
Ich irrte gefühlte Stunden durch die dunklen Flure, bis ich um eine Ecke bog und Professor Dumbledore erblickte, welcher sich mit dem neuen Zaubereiminister Rufus Scrimgeour unterhielt.
Ich machte unverzüglich einen Schritt zurück und versteckte mich hinter der kalten Steinmauer, in dem Gang aus dem ich gerade gekommen war.
Das hatte mir noch gefehlt.
Wenn jetzt noch jemand aus dem Gang in dem ich mich befinde kommen würde, dann säße ich in der Falle.
Und ausgerechnet, musste Dumbledore sich im Flur aufhalten, in dem sich die Aktenhalle befand.
Ich riskierte einen kurzen Blick und lugte mit einem Auge um die Ecke, musste meinen Kopf aber schnell wieder zurück ziehen, da der Schuldirektor direkt in meine Richtung sah.
Wenn er mich tatsächlich gesehen hatte, war dies mein Todesurteil.
Ich wartete noch ein paar Minuten und hörte, dass sich Schritte zu entfernen schienen.
Ich riskierte einen weiteren Blick und zu meiner Überraschung, war der Gang leer.
Ich stand auf und ging leise mit bedachten Schritte auf die Tür zu, hinter der sich die Informationen befanden, die ich zu beschaffen hatte.
Ich holte meinen Zauberstab aus meinem Stiefel, hielt ihn aufs Türschloss und sprach „Alohomora".
Es ertönte ein kurzes Klick-Geräusch und die Tür war offen.
Ich sah noch ein letztes mal nach links und rechts, vergewisserte mich, dass ich allein war und betrat den Raum.
Ich schloss die Tür hinter meinem Rücken und machte mich auf die Suche nach den Akten.
Der Raum war riesig.
Überall standen große Regale.
Vollgestopft mit alphabetisch geordneten Kisten, in denen sich hunderte Akten befanden.
Ich ging schnurstracks auf ein Regal zu, auf dem ein Schild befestigt war, auf welchem die Begriffe "Werwölfe, Riesen, Zentauren und Dementoren" abzulesen waren.
Ich nahm die Akten, verstaute sie in meiner Tasche und verließ den Raum.
Um keine offensichtlichen Hinweise zu hinterlassen, verschloss ich die Tür wieder und machte mich auf dem Weg zurück.
Als ich mich wieder auf Londons Straßen befand, bog ich in eine Seitengasse ein und apparierte ins Malfoy Manor, um dem dunklen Lord die gewünschten Informationen zu überbringen.
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Überraschender Wendepunkt - Wendung ins Gute oder in den Wahnsinn... (Draco Ff)
FanfictionViktoria Elizabeth Lestrange, ihr Leben lang wurde sie darauf hin erzogen die perfekte Todesserin zu sein. Das Gefühl der Liebe ist ihr fremd. Viktoria wird mit den unterschiedlichsten Aufgaben konfrontiert. Doch zu alldem kommt noch etwas viel Sc...
