Viktoria's Pov.
Als er sich wieder von mir löste und mir mit diesem typischen Malfoy Lächeln entgegen sah, konnte ich nicht anders und musste ebenfalls schmunzeln.
Ich sah es ihm an, er hatte etwas Hoffnung zurückgewonnen.
Er würde nicht so schnell aufgegeben.
Er würde alles tun, was in seiner Macht steht um es endlich hinter sich zu bringen.
Er würde alles machen, um Dumbledore nicht eigenhändig töten zu müssen.
Ich bemerkte, dass sein Gehirn anfing zu rattern.
Ich hatte das Gefühl, dass er anfing einen Plan zu entwickeln, der hoffentlich diesmal nicht schief gehen würde.
Sein Lächeln verschwand und sein Blick glitt in die Ferne.
Er schien sich für kurze Zeit nicht mehr in der Realität zu befinden.
Er blickte leer in den dunklen kalten Gang.
„Draco, was ist los?", fragte ich ihn sichtlich besorgt.
Er antwortete mir nicht.
Ich legte meine Hand an sein Kinn und zwang ihn mich anzusehen.
Er schwenkte seinen Kopf in meine Richtung und sah mir entgegen.
Ich konnte in ihm einen Sturm voller Gefühle toben sehen.
Etwas beschäftige ihn.
Er hatte einen Plan, wie er Dumbledore töten konnte.
Doch irgendetwas in seinem Blick, sagte mir, dass es riskant war und schwierig werden würde.
„Okay, sag mir sofort was los ist!", erhob ich nun kräftiger meine Stimme und sah wie der Eisprinz seinen Mund öffnete, als würde er ansetzen wollen zu sprechen.
Er bekam jedoch kein Wort raus.
Ich zog die Augenbrauen zusammen und sah ihm ernst entgegen.
„Draco?!", ich meinte es nun todernst.
„I-ich hab eine Idee...", gab der Eisprinz kleinlaut von sich.
„Raus damit", wollte ich nun eindringlich von ihm wissen und wartete bis er wieder anfing zu sprechen.
„Es ist riskant. Ich hatte die Idee früher schon gehabt.
Hatte sie jedoch als Notfallplan eingestuft.", erklärte er mir sachlich und ich konnte nichts von seinem Gesicht ablesen.
Ich sagte nichts.
Ich wusste, er würde es mir erzählen.
Wenn ich ehrlich bin, hatte ich eine schlimme Vorahnung.
„Ich hatte vor Dumbledore mit einem vergifteten Met zu töten..."erleuterte Draco weiter und schien alles nochmal im Kopf durchzugehen.
„Und wie stellst du dir das vor?
Ich meine willst du es Dumbledore einfach so vor allen in der großen Halle überreichen?", äußerte ich den größten Knackpunkt an dem Vorhaben.
„Nein, mach dich nicht lächerlich", witzelte der Junge Malfoy und schien es als Witz aufgefasst zu haben.
Ich wollte ihn gerade aufklären.
Er sprach jedoch schon weiter.
„Ich hatte vor, es Professor Slughorn unterzujubeln.
Slughorn trinkt keinen Met. Er wird ihn mit größter Wahrscheinlichkeit an Dumbledore weiterverschenken."
Ich bemerkte, den größten Schwachpunkt an der Sache.
„Mit größter Wahrscheinlichkeit...?"
Ich musste es anmerken, da es ein hohes Risiko gab, dass Slughorn den Met selber trinkt oder ihn nicht an Dumbledore, sondern an jemand anderen verschenkt.
Und wenn dies eintreten sollte, würde jemand Unschuldiges, der nichts mit der Sache zu tun hat die Folgen tragen müssen.
Ich sah wie Draco kurz anfing zu zweifeln.
Er seufzte, setze dann jedoch an zu sprechen.
„Es ist riskant, aber meine einzige und letzte Chance Dumbledore so umzubringen...."
Er wusste selber, dass seine Idee viele Tücken in sich trug und es richtig gefährlich werden könnte, falls der vergiftete Met in die falschen Hände gelangen sollte.
Innerlich musste ich aufgrund meiner Wortwahl schmunzeln.
'In die falschen Hände gelangen'.
Er befand sich schon in den falschen Händen.
Und zwar in denen von Draco und mir.
Wir hatten vor jemanden damit zu töten und niemand anderes.
Wäre die Situation nicht so angespannt, hätte ich wahrscheinlich angefangen zu lachen.
Doch äußerlich zierte ein ernster Gesichtsausdruck mein Erscheinungsbild.
„Okay, tue es!", gab ich meine Meinung kund und sah den jungen Malfoy erwartungsvoll an.
„Ich werde es jetzt gleich tun, Slughorn ist, da das Abendessen gleich beginnt, bestimmt nicht in seinem Büro.", erklärte er mir seinen Plan.
Eine Frage blieb jedoch offen.
„Jetzt gleich? Wie willst du den vergifteten Met beschaffen?"
Er fing an überlegen zu lächeln.
„Ich hab das schon vor Monaten geplant, der Met befindet sich schon lange in meinem Gewahrsam.", gab der Eisprinz stolz von sich.
„Ich muss schon sagen, Draco Malfoy, du überraschst mich immer wieder aufs neue", gab ich ehrlich zu und folgte ihm zum Slytheringemeinschaftsraum.
Ich hakte mich bei ihm unter und zwinkerte ihm zu.
Er nannte das Passwort und verschwand in seinem Schlafsaal.
Ich wartete im Gemeinschaftsraum, sah zu den Treppen und wartete auf den Eisprinz von Slytherin.
Als er nach einiger Zeit wieder den Gemeinschaftsraum betrat, hielt er eine staubige Flasche Met in seinen Händen.
„Okay, kann losgehen", sprach Draco und versuchte die Falsche von ihrer dicken Staubschicht zu befreien, indem er mit seiner Handfläche über die Flasche strich.
Er ließ den Met unter seinem Umhang verschwinden und kam auf mich zu.
Bedacht darauf, dass uns niemand sieht, gingen wir mit leisen Sohlen in Richtung Slughorns Büro.
Vor der dunklen, alten Holztür kam Draco zum Stehen und drehte sich zu mir um.
„Ich werde alleine rein gehen. Du gehst in die große Halle und sorgst dafür, dass Slughorn sich nicht früher auf den Weg in sein Büro macht, Okay?"
Ich nickte, drehte mich um und ging schnellen Schrittes in Richtung große Halle.
Als ich die Halle betrat, widmete mir niemand seine Aufmerksamkeit.
Die Stimmung war ausgelassen.
Auf jeden der Haustische wurde gelacht und jeder schien sich bei bester Laune zu befinden.
Auch die Lehrer schienen sich bestens zu amüsieren.
Ich schritt Richtung Slytherinhaustisch und ließ mich etwas abseits der anderen Schüler aus Slytherin nieder.
Ich verschränkte die Arme und behielt den Lehrertisch im Augen.
Angeekelt verzog ich das Gesicht, als ich sah wie Slughorn sich mit vollem Mund unterhielt.
Immerhin schien er es nicht besonders eilig zu haben, zurück in sein Büro zu kommen.
Ich schreckte kurz auf, als sich plötzlich Draco neben mich plumpsen ließ.
„Wie lief es?", fragte ich sofort.
„Ganz gut, jetzt heißt es abwarten..", verkündete er und blickte hinüber zum Lehrertisch, an dem sich gerade Slughorn erhob.
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Überraschender Wendepunkt - Wendung ins Gute oder in den Wahnsinn... (Draco Ff)
FanfictionViktoria Elizabeth Lestrange, ihr Leben lang wurde sie darauf hin erzogen die perfekte Todesserin zu sein. Das Gefühl der Liebe ist ihr fremd. Viktoria wird mit den unterschiedlichsten Aufgaben konfrontiert. Doch zu alldem kommt noch etwas viel Sc...
