Viktoria's Pov.
„Viktoria, meine Liebe. Ich habe eine Mission für dich, die von äußerster Wichtigkeit ist.”, meinte der dunkle Lord mit zischender Stimme und erhob sich von seinem Stuhl am Kopfende der langen Tafel.
Er schritt mit langsamen Schritten um den Tisch herum und blieb direkt hinter mir stehen.
Seine Hände legte er auf meinen Schultern ab und ich versuchte mein Gesicht nicht aufgrund seiner ekelhaften, langen Fingernägel zu verziehen.
„Natürlich, Herr!”, meinte ich mit fester Stimme und starrte auf die Tischplatte aus altem Holz.
Als er meine Schultern los ließ und sich ein wenig entfernte, konnte ich wieder aufatmen und auch Draco neben mir, welcher augenscheinlich die Luft angehalten hatte, entspannte sich wieder ein wenig.
Er legte seine Hand auf mein Knie und hoffte es würde mich beruhigen.
Jedoch half es keineswegs.
Ich zuckte weiter nervös mit meinem Bein und knetete meine Finger in meinen Händen.
„Nun, Viktoria, da ich weiß, dass du deine Aufgaben immer mit Bravour meisterst, habe ich mir für diese Mission dich ausgesucht.”, sprach Voldemort und seine nackten Füßen, schwebten förmlich über den Boden, da er beim Gehen keinen Laut von sich gab.
„Ich nehme an..., mit den Greifern bist du vertraut?!”, fragte der dunkle Lord rhetorisch und wartete keine Antwort meinerseits ab.
„Du wirst sie auf der Suche nach Harry Potter begleiten!”, befahl Voldemort mit ernster Miene.
„Das Treffen ist beendet.”, sagte er zum Schluss und nahm wieder am Kopfende des Tisches Platz.
Ich nickte dem dunklen Lord zu und erhob mich von meinem Platz.
Gefolgt von Draco verlies ich den Speisesaal und traf im Empfangssaal direkt die Greifer an.
Ich blieb etwa einen Meter von ihnen entfernt stehen und nahm mit einem von ihnen Blickkontakt auf.
Ich kannte sie alle nur vom Sehen. Jedoch interessierten mich die Namen dieser Menschen wenig.
„Können wir dann?”, meinte Fenir Greyback und leckte sich über seine gelben Zähne.
Ich drehte mich zu Draco um und drückte kurz seine Hand, bevor ich mich von ihm abwandte und den Greifern aus den Malfoy Manor folgte.
Ohne Vorwarnung packte Greyback meinen Arm und apparierte mit mir seit-an-seit.
Mit festem Stand, landete ich in einem Wald.
Unter mir brachen sämtliche Äste entzwei und gaben knackende Geräusche von sich.
„Was machen wir hier in diesem Wald?”, fragte ich an die Greifer gewandt und verschränkte die Arme, während ich mich etwas umsah.
„Wir sind der Annahme, dass sich Harry Potter in diesem Wald aufhaltet”, meinte ein großgewachsener Mann mit schwarzen etwa schulterlangen Haaren und stellte sich neben seine Leute.
Fenir Greyback trat an den Greifern vorbei, indem er sich mit seinen Ellbogen Platz verschaffte.
„Wir werden jetzt die Gegend absuchen, Scabior du gehst vor!”, meinte Greyback zähnefletschend und trat neben eben genannten, welcher sich daraufhin umdrehte und in Bewegung setzte.
Die anderen Greifer folgten Greyback und Scabior.
Während ich die Nachhut bildete und meinen Zauberstab aus meinem Stiefel nahm.
Es fühlte sich an wie Stunden, in denen wir nun schon durch den Wald irrten und nach nicht vorhandenen Spuren suchten.
Seit der einen Nacht, in der Potter, Voldemort entwischt war, wurde der dunkle Lord immer ungeduldiger und setzte alles daran den Auserwählten so schnell wie möglich zu finden.
Durch ein knackendes Geräusch, wurde ich aus meinen Gedanken gerissen und blieb abrupt stehen.
Das Geräusch hatte sich nach einem brechenden Ast angehört, auf den jemand getreten war.
Jedoch konnte ich niemanden erkennen.
Greyback und die anderen Greifer waren mir weit vorraus und kümmerten sich nicht darum, auf mich zu warten.
Meine Nase nahm einen mir bekannten Geruch war.
Ich konnte ihn jedoch nicht einordnen.
Ich drehte mich nach links und blickte über den von Laub bedeckten Boden hinweg.
Ich bildete mir ein, ein leises Atmen aus dem Nichts zu hören und zog die Augenbrauen zusammen.
Ich fühlte die leichte Spannung von Magie in der Luft und dachte für einen kurzen Moment an einen Schutzzauber.
Es würde alles zusammenpassen, da dieser Geruch, dieses Parfum mich an Hermine Granger erinnerte
Die Erkenntnis, dass sich hier in dem Forest of Dean womöglich Potter und Gefolge aufhalten könnten, ließ mich kurz zögern.
Jedoch beäugte ich die Waldstelle noch eines kritischen Blickes, bevor ich mich auf den Weg machte, um die anderen Greifer wieder einzuholen.
Als wir in den nächsten Tagen, weiter durch den Wald schritten, Spuren suchten und nicht fündig wurden, fragte ich an Scabior gewandt.
„Warum seit ihr der Annahme, Potter würde sich in diesem Wald aufhalten?”
Ich ging neben ihm und drehte meinen Zauberstab in meinen Fingern.
„Hier in diesem Wald wurde ein Tabu-Wort ausgesprochen.
Es handelte sich um den Namen Voldemort, welcher bekanntlich ausschließlich von Harry Potter gesagt wird.”, meinte der Greifer und blieb stehen.
„Habt ihr das gehört?”, fragte er an die anderen gewandt, welche jedoch nur nickten und sich umsahen.
„Da laufen sie, holt sie euch!”, schrie Scabior und setzte sich in Bewegung.
Ich fing an zu rennen und erkannte vor mir drei Gestalten, welche sich einen Weg durch die vielen im Weg stehenden Bäume bahnten.
Ich packte meinen Zauberstab fester und sprang über einen umgefallenen Baum.
Greyback und Scabior liefen links und rechts von mir, während die anderen Greifer uns hinterherliefen.
Als Scabior eine der drei Personen fesselte und zu Boden fallen ließ zügelte dieser sein Tempo und blieb bei der am Boden liegenden Person stehen.
Ich wandte meinen Blick wieder nach vorne und konnte, die zwei anderen noch vor mir ausmachen, weshalb ich mein Tempo steigerte und weiter Bäumen und großen Felsen auswich.
Greyback hatte ich aus den Augen verloren und auch von Granger fehlte nach wenigen Sekunden jede Spur.
Einzig und allein der Auserwählte lief noch vor mir und blickte immer wieder über seine Schulter.
Doch dies wurde ihm zum Verhängnis, als er plötzlich über einen am Boden liegenden Baumstumpf stolperte und mit einem lauten Knall auf dem Boden aufschlug.
Ich zielte mit meinem Zauberstab auf Potter und erkannte nun, dass es sich tatsächlich um den Auserwählten handelte.
Er stand auf und bewegte sich keinen Millimeter.
Er starrte mir einzig und allein in die Augen, in denen ich nichts außer Hass und Abscheu erkennen konnte.
Ich sah mich einmal kurz um, um mich zu vergewissern, dass keiner der Greifer in der Nähe war und dann tat ich das, was ich nie von mir erwartet hätte.
Ich ließ meinen Stab sinken und setzte an zu sprechen.
„Lauf Potter....!”, sagte ich ernst und sah wie er verwirrt die Augenbrauen zusammen zog.
Dann drehte er sich um und lief.
Erst als ich ihn kaum noch sehen konnte, setzte ich mich wieder in Bewegung und holte die Greifer ein, welche den Weasley Jungen gefesselt über die Schulter hängend trugen und weiter liefen.
Vor mir konnte ich sehen, wie Greyback und Scabior mit dem Zauberstab auf Granger und Potter zielten.
Ich kam neben Greyback zum Stehen und beäugte Potter eines kritischen Blickes.
Sein Gesicht sah plötzlich total entstellt und geschwollen aus, sodass seine Narbe nicht mehr sichtbar war.
„Und Viktoria? Ist er es? Ist es Harry Potter?”, fragte Greyback an mich gewandt und schob mich mit sanfter Gewalt in seine Richtung.
Ich stellte mich vor Potter und sah ihm in die Augen.
Ich rang mit mir selbst.
„Was ist mit seinem Gesicht?”, fragte ich und bekam nur ein Schulterzucken als Antwort.
„Also? Ist er es?”, wollte Scabior drägend wissen und knetete seine Finger in seinen Händen.
Ich drehte mich wieder in Potters Richtung und sah ihm wissend in die Augen.
„Ich weiß es nicht...”
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Überraschender Wendepunkt - Wendung ins Gute oder in den Wahnsinn... (Draco Ff)
FanfictionViktoria Elizabeth Lestrange, ihr Leben lang wurde sie darauf hin erzogen die perfekte Todesserin zu sein. Das Gefühl der Liebe ist ihr fremd. Viktoria wird mit den unterschiedlichsten Aufgaben konfrontiert. Doch zu alldem kommt noch etwas viel Sc...
