Viktorias Pov.
Merlin war mir das gerade unangenehm.
Einfach in Malfoy's Schoß aufzuwachen.
Die Frage ist ja, ob dies gewollt oder ungewollt seinerseits von statten ging.
Ich meine, wie lange lag ich denn in seinem Schoß?
Malfoy wird echt immer eigenartiger, warum er es wohl zugelassen hatte, dass ich an ihn gelehnt schlief.
Auch die Blicke von Zabini brachten nur mehr Fragen auf.
Die ganze Zeit als wir in der Kutsche saßen, warf er mir immer wieder Blicke zu, die ich aber nicht zu deuten verstand.
Weshalb ich mich einfach abwandte und ihn ignorierte.
Ich sah zu Draco, welcher gedankenverloren aus dem Fenster der Kutsche blickte.
Er sah nicht wirklich gut aus, eher müde und erschöpft.
Auch fiel mir bereits in den Ferien auf, dass ihn wohl irgendetwas sorgen bereitete.
Was es war konnte ich nicht sagen, aber er verbarrikadierte sich die Hälfte der Sommerferien über in seinem Zimmer.
Auch seine Mutter schien sich wegen irgendetwas sorgen zu machen.
Malfoy war mir sehr nahe.
Er saß direkt neben mir.
Zwischen uns war nicht viel Platz.
Da die Kutsche dauernd rüttelte, berührte er mich immer ab und zu.
Ich fand es in diesem Moment sehr unangenehm und fühlte mich unwohl, weshalb ich ein Stück von ihm wegrutschte.
Zabini beäugte dies mit einem kritischen Blick, sagte aber nichts.
Wieso benahmen sich in letzter Zeit alle so eigenartig.
Keiner von uns dreien sprach ein Wort, nur die Geräusche die die Kutsche von sich gab, wenn sie über den Boden ratterte, brach die Stille.
Zabini viel es augenscheinlich schwer nichts zu sagen, aber gleichzeitig wusste er wahrscheinlich auch nicht was er denn von sich geben sollte.
Es blieb weiterhin Still.
Ich wusste nicht, was mich dieses Schuljahr wohl erwarten würde.
Aber eines konnte ich gewiss sagen.
Dieses Jahr wird anders als die Jahre zuvor.
Als die Kutsche mit einem Ruck zum stehen kam, schüttelte ich kurz meinen Kopf um ihn frei von Gedanken zu bekommen.
Bevor ein anderer reagierte, sprang ich von meinem Platz auf und öffnete die Tür mit einem Ruck.
Als ich draußen war, viel mir erst auf wie unangenehm die Situation in der Kutsche eigentlich war.
Ich ging ein paar Schritte voraus und drehte mich dann um.
Ich sah, wie Zabini versuchte Malfoy aus der Kutsche zu zerren.
Es sah schon sehr amüsant aus, wie Draco verwirrt, wie ein begossener Pudel aus der Kutsche gezogen wurde.
Ich konnte mir ein kleines Lächeln nicht verkneifen, weshalb ich mich schnell umdrehte, sodass dies niemand sah.
Ich ging weiter, der Weg zum Schloss führte durch Hogsmead, dass Zaubererdorf, welches Schüler ab dem dritten Schuljahr besuchen durften.
Ich liebte es immer in den verschiedensten Geschäften meine Zeit zu verbringen.
Doch wusste ich auch, dass es dieses Jahr anders sein würde.
Dieses Schuljahr werde ich wohl mit anderem beschäftigt sein.
Keine Zeit sich zu amüsieren.
Keine Zeit sich mit Freunden zu treffen und etwas zu unternehmen.
Einfach keine Zeit, dass zu tun auf was man Lust hat.
Ich bemerkte erst, dass ich anscheinend stehen geblieben war, als Zabini in mich hineinlief.
Ich sagte aber nichts und ging einfach weiter ich hatte jetzt keine Lust mich mit ihm zu unterhalten.
Da es noch Anfang September war, wehte mir ein warmer Wind ins Gesicht und umspielte meine Haare.
Das sind so kleine Momente die man genießen soll, da man nicht weiß wann sich wieder so etwas ergeben wird.
Als ich endlich dass Schloss erreicht hatte und das große Eichen-Tor passierte, fühlte ich mich sofort Zuhause und ging Richtung große Halle.
Erst als ich mich auf einen der Plätze des Slytherin Tisches fallen ließ, bemerkte ich, dass ich Zabini und Malfoy wohl abgehängt hatte, denn sie waren nirgends zu sehen.
Nach und nach füllte sich die große Halle und der Geräuschpegel stieg gewaltig an.
Alle hatten etwas zu erzählen, jeder sprach durcheinander.
Über alle Tische und Bänke wurde gebrüllt und erst als sich Dumbledore erhob, wurde es Still.
Er kündigte die neuen Schüler an und gleich darauf öffnete sich das Tor und McGonagall kam mit den Erstklässlern hinein.
Die Häusereinteilung interessierte mich wenig, weshalb ich immer nur kurz klatschte, wenn es alle Slytherins taten.
Irgendwann erhob sich Dumbledore erneut und sagte etwas, was ich aber nicht ganz verstand, da ich nicht wirklich zugehört hatte.
Dann erschienen überall die unterschiedlichsten Speisen und das Klirren des Bestecks und der Teller übertönte die Gespräche.
Ich hatte keinen Hunger, weshalb ich nichts aß.
Die Stimmung schien ausgelassen.
Aber auch Malfoy schien in seinen Gedanken versunken und stocherte deshalb nur lustlos in seinem Essen.
Die Blicke Zabini's sind mir jedoch nicht entgangen.
Er stieß Malfoy mit seinem Ellbogen in die Rechte Seite und wartete auf eine Reaktion.
Als Reaktion folgte, dass der Eisprinz sein Besteck fallen ließ und es einen lauten Knall gab, welcher aber durch die anderen Geräusche unter ging.
Er beäugte Zabini mit einem unverständlichen und verachtenden Blick.
Ich wandt mich von ihnen ab und schaute ins Leere.
Dennoch bekam ich mit, wie die zwei anfingen über etwas zu flüstern.
"Was ist denn los mit dir?", fragte Zabini leise an Malfoy gewandt.
"Nichts, was dich anzugehen hat!", gab der Eisprinz genervt von sich und wandte sie von seinem besten Freund ab.
Als sich Dumbledore von uns allen verabschiedete, war ich einer der ersten die aufsprang und sich auf den Weg Richtung Slytheringemeinschaftsraum machte.
Auf Draco hätte ich nicht warten müssen, da er Vertrauensschüler war und somit die Erstklässler in den Gemeinschaftsraum begleiten musste.
Da ich durch ein kurzes Gespräch zwischen Malfoy und Zabini das Passwort mitbekommen hatte, musste ich auch nicht auf die Vertrauensschüler warten und sprach das Passwort, welches diesmal "Schlammblut" lautete und begab mich in meinen Schlafsaal.
Ich war zwar richtig erschöpft, wusste aber das ich kein Auge zu bekommen werde.
Dennoch legte ich mich ins Bett und wartete auf die angenehme Dunkelheit, welche mich früher oder später vor Erschöpfung einholen würde.
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Überraschender Wendepunkt - Wendung ins Gute oder in den Wahnsinn... (Draco Ff)
FanfictionViktoria Elizabeth Lestrange, ihr Leben lang wurde sie darauf hin erzogen die perfekte Todesserin zu sein. Das Gefühl der Liebe ist ihr fremd. Viktoria wird mit den unterschiedlichsten Aufgaben konfrontiert. Doch zu alldem kommt noch etwas viel Sc...
