Viktoria's Pov.
„Viktoria?, ich hab dich was gefragt."
Ich brauchte einen Moment um die Stimme jemandem zuordnen zu können.
Als ich die etwas genervte Stimme von Blaise Zabini ausmachen konnte, drehte ich mich in seine Richtung und antworte ihm sehr einfallsreich mit einem „Hm?".
Er schaute mich belustigt an und legte seinen Kopf schief.
„Was ist denn jetzt? Hast du mich nicht was gefragt?", wollte ich wissen und überschlug meine Beine.
„Ja ja. Ich hab dich gefragt, ob du weißt, wie es Draco geht und was genau passiert ist?"
Ich musste überlegen...
Es wäre nicht besonders klug gewesen einfach "Ach nichts Besonderes, Potter hat einfach nur rausgefunden, dass Draco Katie Bell verflucht hat und Dumbledore töten muss und nebenbei sind wir beide Todesser, aber ist nicht so wichtig.", zu sagen.
Das wäre nicht so günstig gewesen.
Bevor ich mich noch verraten würde, da ich so lange nachdachte, sagte ich einfach das Erste, was mir zum Thema Potter und Draco einfiel.
„Du kennst doch Potter und Draco, es war klar, dass die beiden mal ernsthafter aneinander stoßen würden."
Ich sah, dass es bei ihm anfing zu rattern und er daraufhin zustimmend nickte.
"Hmm, ja da hast du recht. Es war nur eine Frage der Zeit."
Ich ließ meinen Blick wieder in die Ferne schweifen.
Dachte weiter nach.
Nach über, wie es nun weitergehen soll.
Dachte über Draco nach. Mir war klar, dass er es nicht schaffen würde Dumbledore zu töten.
Es würde ihn kaputt machen.
Es würde sein Wesen verändern.
Von dem Draco, den ich kannte, würde nichts mehr übrig bleiben.
„Weißt du, Viktoria, meine Mutter überlegt mich von der Schule zu nehmen. Sie will nicht, dass ich nach all den Muggelmorden weiter nach Hogwarts gehe...."
Hörte ich leise Blaise Zabini's Stimme von der Seite.
„Was? Warum das denn?", gab ich ungläubig von mir.
„Sie meint, dass hinter diesen Morden nur Todesser stecken und sie ist sich sicher, dass auch in Hogwarts einige von ihnen sich herumtreiben"
Ich wusste nicht, was ich sagen sollte.
Einerseits war er mein Freund und ich sollte ihm zustimmen, andererseits war ich ja eine von ihnen.
Und sein bester Freund, trug ebenfalls das dunkle Mal am linken Unterarm.
Ich brauchte ihm gar nicht zu antworten, denn er sprach ohne eine Antwort Seitens von mir zu erwarten, einfach weiter.
„Ich meine Todesser, ein abscheuliches Pack.
Wie sie wie besessen dem dunklen Lord dienen und einfach kaltblütig Menschen töten und foltern.
Ich möchte weder ein Todesser sein, noch will ich was mit ihnen zu tun haben!"
Ich wusste nicht, was ich darauf erwidern sollte.
Ich war etwas schockiert, dass er so eine Abneigung Todessern gegenüber hatte.
Ich blieb einfach still und blickte weiter in die eine Ecke des Zimmers.
Unbewusst packte ich mein linkes Handgelenk und schob mein Hemd etwas weiter über meinen Unterarm.
„Viktoria? Was sagst du denn dazu?", gab Zabini mit einem fragenden Gesichtsausdruck von sich.
Ich stand einfach auf und ging Richtung Tür.
„Viktoria? Was hast du denn jetzt bloß?"
Ich ging gar nicht weiter auf ihn ein und verließ den Gemeinschaftsraum nun entgültig.
Ich schlenderte langsam durch die Gänge und ließ meine rechte Hand an der kühlen Steinmauer entlang schleifen.
Ich war so in Gedanken vertieft, dass ich die leisen Schritte hinter mir nicht näher kommen hörte.
Ich erschrak, als ich plötzlich zwei starke Arme um meine Taille spürte und Draco mir ins Ohr flüsterte.
„Na? Was machst du hier ganz allein?"
Ich spürte mein Herz bis in meine Ohren schlagen und versuchte etwas ruhiger zu atmen.
Ich wusste nicht, ob dies eine Reaktion aufgrund des Schrecks war oder durch Draco ausgelöst wurde.
„Vik? Bist du noch da?", fragte der Eisprinz amüsiert und knuffte mir in die Seite.
„Hey du weißt, dass ich das nicht ausstehen kann!",fuhr ich ihn leicht gereizt an.
„Willst du Frühstücken gehen?", wollte der Eisprinz wissen und schob mich von hinten an.
„Ja ja, schon gut, aber lass mich allein gehen."
Er ließ mich los und so machten wir uns auf den Weg in die große Halle.
Wir schlenderten nebeneinander her und schwiegen.
Vorsichtig nahm Draco meine Hand in seine und ich verstärkte den Druck.
Ich war froh ihn wieder zu haben.
Ich wusste, dass es diesmal anders sein würde.
Ich glaube es hatte bei uns beiden in den letzen Wochen 'klick' gemacht.
Es wurde mir klar, dass wir dies nur zusammen überstehen werden würden.
Als wir in die Halle gingen, stieg der Geräuschpegel gewaltig an.
Alle klirrten mit dem Besteck und unterhielten sich prächtig.
Als Draco Zabini ausmachen konnte, zog er mich zu seinem Platz.
Ich wollte mich wehren, aber er ließ nicht locker und drückte mich auf die Bank und setzte sich neben mich.
Ich hatte keine Lust mich mit Blaise zu unterhalten.
Erst recht nicht, nachdem was vorhin passiert war.
Ich glaube, dass schien auch Zabini zu merken, denn er sah mich kurz verwirrt an, widmete sich dann aber Draco.
Ich konnte nur ein paar Gesprächsfetzen ausmachen, hörte aber nicht weiter zu.
Ich wusste, dass Draco gerade dabei war, Blaise von seiner Heldengeschiche zu erzählen.
Ich stocherte lustlos in meinem Rührei, bis sich meine Aufmerksamkeit einer schwarzen Eule, welche vor mir auf dem Tisch Platz genommen hatte, widmete.
Sie trug einen vergilbten Brief im Schnabel und ihre Augen sahen mir bösartig entgegen.
Ich nahm den Brief entgegen und scheuchte die Eule weg.
Ich drehte den Brief einmal in meinen Händen und erkannte dann das Siegel.
Ich wollte es gerade brechen, wurde jedoch von Draco gehindert.
„Was ist das für ein Brief?", wollte er neugierig wissen.
Ich verstaute den Brief schnell in meinem Umhang und versuchte ihn abzuwimmeln.
„Ach, nicht so wichtig"
Er glaubte mir zwar nicht, musste sich aber mit dieser Antwort zufrieden geben.
Als wir fertig gefrühstückt hatten, machten wir uns auf dem Weg zur ersten Unterrichtsstunde.
Auf dem Stundenplan stand nun Verteidigung gegen die dunklen Künste.
Als wir vor der Tür zum Klassenzimmer zum Stehen kamen, wurde diese nur wenige Sekunden später von innen geöffnet und ein stumpfsinnig dreinschauender Professor Snape, blickte uns entgegen.
„Eintreten", gab er monoton von sich und schritt Richtung Pult.
Nach und nach füllte sich die Klasse.
Draco hatte sich links neben mir niedergelassen und Zabini hatte direkt neben dem Eisprinz platz genommen.
„Würdet ihr im Buch die Seite 428 aufschlagen", gab der ehemalige Zaubertrank Professor kühl von sich.
„Die Dunklen Künste sind zahlreich, vielseitig, einem inständigem Wandel begriffen und unvergänglich. Der Kampf gegen sie ist wie der Kampf gegen ein vielköpfiges Ungeheuer, dem jedes Mal, wenn ihm ein Hals durchschlagen wird, ein weiterer Kopf nachwächst - noch wilder und gerissener als der alte. Wer sich gegen dunkle Magie stellt, kämpft gegen das Unberechenbare, das sich Wandelnde, das Unzerstörbare. Die Verteidigung muss daher so flexibel und erfinderisch sein wie die Künste, die es zu zerstören gilt.", übermittelte Snape den Schülern.
„Nun denn, ich erwarte von ihnen einen 3 Pergament langen Aufsatz zum "Letifold"."
Ein gemeinsames Raunen ging durch die Menge.
„Reißen sie sich zusammen.
Fangen sie an!"
Ich wusste nicht besonders viel über diese Kreaturen.
Ich sah nach links zu Draco und musste feststellen, dass er genauso wie ich keine Ahnung hatte.
Ich schlug mein Buch auf der Seite 428 auf und begann zu lesen.
"Der Letifold ist eine zum Glück seltene Kreatur, die nur in tropischen Klimazonen vorkommt. Er ähnelt einem schwarzen Umhang von knapp anderthalb Zentimeter Dicke, der des Nachts über den Boden schwebt.
Der Patronus ist der einzige bekannte Zauber, der den Letifold abwehrt.
Da er zumeist Schlafende überfällt, haben seine Opfer allerdings kaum die Gelegenheit, noch irgendwelche Zauber gegen ihn aufzubieten.
Hat der Letifold sein Opfer erstickt, verdaut er die Beute unverzüglich noch im Bett. Etwas dicker und fetter geworden, verlässt er dann das Haus, ohne eine Spur von sich oder dem Opfer zu hinterlassen."
Ich war etwas angeekelt, schrieb aber weiter und konnte somit vor Ende der Stunde, meinen 3 Pergament langen Aufsatz abgeben.
Ich verließ das Klassenzimmer und machte mich auf dem Weg zum nächsten Unterricht.
Das würde ein langer Tag werden.
Als das Abendessen vorbei war, ging ich müde in Richtung Gemeinschaftsraum, wobei meine Füße über den Boden schliffen.
In den Mädchenschlafsälen ließ ich mich rücklings auf mein Bett fallen und bemerkte plötzlich etwas in meiner Tasche.
Als ich es aus meinem Umhang nahm, fielen meine Augen auf den Brief, den ich in der Früh auf die Schnelle in meiner Umhangtasche verstaut hatte.
Ich brach das Siegel und fing an die drei Worte zu lesen.
Es ist soweit...
Tom Vorlost Riddle
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Überraschender Wendepunkt - Wendung ins Gute oder in den Wahnsinn... (Draco Ff)
FanfictionViktoria Elizabeth Lestrange, ihr Leben lang wurde sie darauf hin erzogen die perfekte Todesserin zu sein. Das Gefühl der Liebe ist ihr fremd. Viktoria wird mit den unterschiedlichsten Aufgaben konfrontiert. Doch zu alldem kommt noch etwas viel Sc...
