10. Kapitel ~ Wird am Ende des Schuljahres einer von uns ein Mörder sein?

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Viktoria Pov.

Es war jetzt schon Ende Oktober und ich hatte seit dem Vorfall, auf den Hogwarts Ländereien und dem Kuss, kein Wort mehr mit Draco gesprochen.
Was fällt ihm überhaupt eigentlich ein?
Ich meine unser Leben ist momentan doch schon kompliziert genug und da haben Gefühle einfach keinen Platz.
Ich sah Draco zwar täglich, wich aber jedem Gespräch aus, und auch wenn ich ihn auf den Gängen sah, wechselte ich schnell die Richtung, was auch ca. 2 Wochen gut funktioniert hatte, bis uns unser Hauslehrer, Professor Snape um 19:00 zu sich ins Büro bestellt hatte.

Es war ein verregneter Donnerstag und bis zu dem Treffen bei Snape blieben mir noch knapp 2 Stunden, also beschloss ich einstweilen in den Slytherin-Gemeinschaftsraum zu gehen.
Dort ließ ich mich in eines der grünen Sofas fallen, welche in Richtung Kamin gestellt waren und aus dem Grund hatte ich auch nicht bemerkt wie Zabini und Draco sich neben und gegenüber von mir niederließen.
Ich schaute von meinem Buch für VgddK auf und machte ein genervtes Gesicht.
„Vik wieso distanziert du dich so von uns, haben wir etwas gemacht, was dich dazu veranlasst hat wieder so zu werden wie in der 2 und 3. klasse?”, fragte mich Zabini sichtlich enttäuscht und niedergeschlagen

"Flashback 2. Schuljahr"

Die schule hatte gerade erst wieder begonnen und wir kamen gestern mit dem Hogwarts Express an.
Nun saß ich hier im Slytherin-Gemeinschaftsraum und starrte in die grünen Flammen des Kamins, die den Raum in ein dunkles Licht rückten.

Ich war damals schon immer gern lieber allein gewesen, als Einzelgängerin hatte man es einfach leichter, man musste nicht auf andere Rücksicht nehmen, doch das sollte sich mit diesem Tag ändern...

Draco Malfoy und Blaise Zabini kamen auf mich zu, beide zierte ein fieses Grinsen, dass konnte nichts gutes bedeuten.
Doch so kam es nicht, beide setzten sich einfach nur neben mich und fingen an sich mit mir anzufreunden.
Nur Leider wurde das nicht weniger, wenn nicht sogar schlimmer sie verfolgten mich förmlich, hingen mir am Rockzipfel und setzten sich im Unterricht, der großen Halle oder im Gemeinschaftsraum immer neben mich.

Irgendwann entwickelte es sich zu einer Routine, und ich musste zu geben, dass es ohne diese Idioten extrem langweilig gewesen wäre, sagen tat ich ihnen dies natürlich nicht, trotzdem musste ich sagen, dass ich in ihnen meine Freunde gefunden hatte.

Bis zu jenem Tag, ich weiß nur das es irgendwann in den Osterferien gewesen sein musste. Draco's Eltern  Draco und ich gingen auf irgendeinen dieser Reinblüter-Bälle.
Der Ball verlief meinerseits ohne irgendwelche Vorkommnisse, doch dies sollte sich ändern, denn als wir wieder im Malfoy Manor waren, wurde Lucius Malfoy aus irgendeinem Grund sehr sauer, ich verstand nicht warum aber er gab mir die Schuld daran, es muss etwas auf dem Ball passiert sein, und er brauchte einfach einen Sündenbock.
Dieser war leider ich. Er folterte mich ohne wirklichen Grund, mein 12 jähriges "Ich" schrie sich die Seele aus dem Leib, aber niemand half mir. Niemand.
Kein Draco, obwohl ich dachte er wäre mein Freund und auch nicht Narzissa, Draco's Mutter, kam mir zu Hilfe.
Ich war einfach zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort.
Als Lucius sich abreagiert hat, ließ er mich einfach im Saal liegen und weil ich es aus eigener Kraft nicht schaffte aufzustehen, schlief ich auf dem dreckigen Boden ein.
Seit diesem Vorfall, hatte ich jedes Vertrauen in Draco verloren.
Wegen diesem Abend distanzierte ich mich wieder, und wurde erneut zur Einzelgängerin in Hogwarts.
Diese blieb ich auch das restliche Jahr, doch irgendwann und irgendwie schafften, es die beiden Idioten, Anfang des dritten Schuljahres die Freundschaft mit mir wieder neu aufzubauen, aber es war nie wieder wie früher, dass Vertrauen war gebrochen...

"Flashback Ende"

Anfangs reagierte ich nicht auf Zabini's Fragen, da ich noch in Erinnerungen schwelgte.
Also fragte er erneut, aber diesmal etwas strenger und mit mehr Nachdruck „Viktoria, was bei Merlin's Barte ist nur los mit dir, haben wir irgendwas gemacht?”

Sie hatten nicht wirklich etwas gemacht, Zabini konnte am wenigsten etwas für die Situation, aber ich konnte Draco einfach nach dem Kuss und seinem Geständnis, dass er Gefühle mir gegenüber hat, nicht mehr ansehen.

Ich kam damit nicht klar, dass jemand mir seine Liebe schenkt.
Es lag wahrscheinlich daran, dass ich es nicht anders kannte
Ich musste über meinen Schatten springen und dieses kindische herum Getue sein lassen.
Immerhin haben ich und Draco eine Aufgabe zu erfüllen, die höchste Priorität hat.
Ich nahm meine ganze Kraft zusammen und antworte ihm „Ihr könnt nichts dafür, ich habe einfach etwas Abstand von allem gebraucht, und da habt auch ihr dazugehört. Ich weiß es war nicht nett von mir, aber ich hatte das wirklich nötig, und nein Zabini ich distanziere mich nicht wieder, Merlin, fällt mir das jetzt schwer, aber...
Ja, okay ich brauche euch zwei Idioten, es wäre ziemlich langweilig ohne euch, ich hoffe ihr nehmt mir das nicht übel.”

Und wieder stahl sich dieses typische Malfoy und Zabini Grinsen, in die Gesichter meiner Freunde.
Auch ich musste mir ein Grinsen verkneifen.
Worauf Draco immernoch grinsend erwiderte „Ach Vik, dass war echt rührend, so etwas aus deinem Mund zu hören bedeutet uns viel.”
„und natürlich nehmen wir dir das nicht übel, denn wir brauchen dich doch auch, du bist unserer beste Freundin.”, fuhr Zabini fort.
Daraufhin mussten wir alle lachen.

Nach dem wir uns wieder gefangen hatten, sah ich auf die Uhr und sprang auf, es war 18:55 Uhr.
„Draco wir müssen in 5min. bei Professor Snape sein, na los beeil dich.”, befahl ich ihm mit etwas Nachdruck.
Er sprang ebenfalls vom Sofa auf und so liefen wir auf dem schnellsten Weg, zu Snape's Büro.
Um Punkt 19:00 Uhr, klopfte ich an die Tür, seines Büros.
Als wir ein dumpfes „Herein” hörten, öffneten wir die Tür und traten ein.
Er deutete uns mit einer Handbewegung, dass wir uns setzen sollten, was wir dann auch taten.
Anfangs herrschte eine erdrückende Stille, bis ich sie brach „Warum haben sie uns herbestellt, Professor?”
„Ich kenne eure Aufgabe, ich weiß zwar nicht, wo das Verschwindekabinett zu finden ist, oder wie man es reparieren kann, trotzdem solltet ihr euch beeilen, der dunkle Lord wartet nicht gern.
Bei eurem zweiten Teil der Aufgabe, würde ich euch gerne meine Hilfe anbieten, einen Menschen zu töten ist nicht ohne, es verfolgt einen ein Leben lang.
Am meisten betrifft dies dich Draco.
Ich würde mich zu Verfügung stellen, und würde diesen Part übernehmen, wenn es sein muss, es wäre natürlich verständlich, denn Albus Dumbledore, einen der mächtigsten Zauber zu töten, und einen der unverzeihlichen Flüche, anzuwenden ist für einen Menschen in euren Alter eine schwere Aufgabe.
Also falls etwas sein sollte, könnt ihr beide jederzeit zu mir kommen, ihr wisst ja wo ihr mich findet, ihr dürft jetzt gehen.”
Als er endete, drehte er uns seinen Rücken zu und ging in die andere Ecke seines Büros.

Das ließen wir uns natürlich nicht zweimal sagen, denn wir rannten förmlich aus dem Büro des Professors.
Auf dem Weg zurück zum Gemeinschaftsraum ergriff Draco das Wort „Es tut mir leid, Viktoria, falls ich etwas falsch gemacht habe, der Kuss war ein Fehler, tut mir leid, trotzdem bedeutest du mir einfach mehr, als du solltest.”
„Ich versteh dich wirklich.
Ich bin mir meiner Gefühle selbst nicht bewusst.
Aber ich glaub, dass es zurzeit besser wäre keine Gefühle für den anderen zu haben, denn wenn der dunkle Lord das rausfinden sollte, dann hätte er ein Druckmittel gegen uns in der Hand und das wäre ganz und gar nicht gut.

Draco nickte daraufhin.
„Meine Gefühle werden dir gegenüber nie verschwinden, ich liebe dich Vik.”, flüsterte der Eisprinz, bevor in seinem Schlafsaal verschwand.
Ich ging verwirrt und müde in meinen Schlafsaal.
Alle meine Mitbewohnerinnen schliefen schon, wie lange wir bloß weg waren?
Ich legte mich ins Bett, aber an Schlaf war nicht zu denken, eher im Gegenteil.
Ein Gedanke ließ mich nicht los...

Wird am Ende des Jahres einer von uns ein Mörder sein.....?

Überraschender Wendepunkt - Wendung ins Gute oder in den Wahnsinn... (Draco Ff)Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt