11. Kapitel ~ Die Angst als stetiger Begleiter

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Viktoria Pov.

Freitag, der Tag, den die meisten Schüler liebten, denn es ist der kürzeste Tag der Woche, Unterricht nur bis 12:00 Uhr und dann einfach nichts tun, seine Freizeit genießen.
Manchmal ist es uns auch erlaubt, schon freitags nach Hogsmeade zu gehen, wie auch heute und deshalb sitzen alle Schüler, die in der 3 Stufe sind hibbelig auf ihren Plätzen. Für die Älteren unter uns, ist es nichts Besonderes mehr in das kleine Zauberer- und Hexendorf zu gehen und doch freuen sich sogar die 7 Klässler immer noch auf Hogsmeade.
Ich saß gerade in meiner letzten Stunde, Verwandlung, mit Professor McGonagall.
Es war langweilig wie immer,
Das war der Vorteil, eine Reinblütige Familie zu haben, denn den Stoff kann man meistens schon 1 Jahr zuvor und man war somit den anderen immer vorraus.
Die Stunde war fast zu Ende, unsere Verwandlungs-Lehrerin gab uns nur noch die Hausaufgaben auf, mit denen wir die restlich Stunde anfangen sollten.
Draco der neben mir saß, schob mir einen kleinen Zettel rüber, auf welchem stand..

"Wir sollten bald mal anfangen das
Verschwindekabinett zu finden. Ich hab auch schon eine Idee wo wir suchen könnten, warte einfach vor dem Klassenraum auf mich."

Wie aufs Stichwort, beendete Professor McGonagall den Unterricht und wir durften gehen.
Draußen wartete Draco schon ungeduldig. Er lehnte lässig an der kalten Wand und eine Haarsträhne hing ihm ins Gesicht. Ich musste schon sagen, gut sah er schon aus. Keine Frage.
Aber wie gesagt, die Aufgabe hat erstmal Priorität.
„Also, wo sollen wir anfangen zu suchen? Das Schloss ist extrem groß. Das Verschwindekabinett könnte überall sein.”
Er fing an zu grinsen und nahm mich am Handgelenk, „Entspann dich Vik, ich bin mir zu 80% sicher, dass wir es dort finden, also komm schon.”
Ich verdrehte genervt die Augen, „Nenn mich nicht Vik, du weißt ganz genau, dass ich das nicht leiden kann!"
Aber Draco ignorierte mich und zog mich durch gefühlt hundert Gänge, bis wir vor einem Wandteppich zum Stehen kamen.
Es war der Teppich auf welchem "Barnabas der Bekloppte" abgebildet war.
Draco der meinen misstrauischen Blick bemerkte, konnte darauf nur lachend den Kopf schütteln.
Er ließ mein Handgelenk los, und ging exakt 3 mal an der gegenüber liegenden Wand auf und ab und plötzlich erschien eine große Tür aus schwerem dunklen Holz.
Anfangs war ich so überrumpelt, dass ich einfach nur stocksteif stehen blieb, und erst wieder alles realisierte, als Draco mich vorsichtig wieder an der Hand nahm und mit mir den Raum betrat.

Genau da wo Draco mich hielt, fing es an zu kribbeln.
Er bedeutete mir wirklich etwas, aber was genau konnte ich nicht sagen.
Das Einzige, was ich wusste, war dass ich so etwas noch nie gefühlt habe. Dieses Gefühl, Draco nie wieder los lassen zu wollen, ihm nur noch in seine Augen sehen zu wollen, die Zeit zu vergessen und das für immer. Es ließ mich nicht mehr los.
Als ich meine Gedanken bei Seite schob, sah ich diesen Raum, er war bis zur Decke gefüllt, voll mit Schrott.
„Draco, was ist das für ein Raum.”, fragte ich ihn verwirrt.
Er drehte sich zu mir um, „Das meine liebe Vik, ist "der Raum der Wünsche" auch bekannt als "der Da und Fort Raum", er erscheint dann wenn du etwas Dringendes benötigst, wie in unserem Fall, heißt das, dass das Verschwindekabinett irgendwo hier unter diesem Schrott versteckt ist.”
Ich war sprachlos, ich hatte zwar schon vom "Raum der Wünsche" in der "Geschichte von Hogwarts" gelesen, aber es wurde geschrieben, dass es sich um einen Mythos handeln sollte, doch da ich nun selbst in dem Raum stand, konnte ich dies widerlegen.
Wir bahnten uns einen Weg, durch die Kisten, Stühle, Tische, Bücher und sonstigen Gerümpel.
Mein Zeitgefühl hatte ich schon lange verloren, ob es nun erst 20min. oder bereits Stunden waren, die wir hier herum irrten, konnte ich nicht sagen. Draco ging die ganze Zeit voraus, bis er plötzlich stehen blieb und ich voll in ihn hinein lief.
Er kommentierte dies nur mit einem amüsierten Grinsen, was auch mich zum lächeln brachte.
Und dann sah ich es, das Verschwindekabinett.
Es stand genau vor uns, nur leider funktionierte es nicht.
Wir probierten jeden verdammten Zauber aus, der uns bekannt war, auch die Bücher die hier herum lagen, suchten wir nach brauchbaren informationen ab, nichts.
Wir probieren alles, echt alles aus.
Ich sprach alle Zauber die ich kannte.
Alle die ich mal wo gelesen habe.
Alle die ich mal jemanden hab sagen hören.
Es brachte trotzdem nichts.
Die Angst, was passieren könnte, wenn wir es nicht schaffen das Verschwindekabinett zu reparieren, war mein stetiger Begleiter.
Wenn wir es nicht schaffen unsere Aufgabe zu erledigen.
Wenn der dunkle Lord dies erfahren würde.
Was mache ich mir nur vor, natürlich würde der dunkle Lord es erfahren.
Wahrscheinlich wäre er sogar der Erste.
Er würde uns bestimmt stundenlang, vielleicht auch Tage lang foltern und erst wenn er denkt es sei genug, würde er uns umbringen.
Die Vorstellung war grausam.
Ob es wirklich zu einem Krieg kommen würde, zwischen Gut und Böse?
Auf welcher Seite werde ich kämpfen?
Ich werde auf der bösen Seite, der Seite der Todesser und des dunklen Lord kämpfen müssen.
Neben meinen Eltern und Draco.
Aber was, wenn ich das nicht möchte.
Es war echt zum Haare raufen.

Ich versuchte noch einen letzten Zauber, der mir einfiel.
Erfolglos.
Es war zum kotzen, jetzt hatten wir es endlich gefunden und dann fehlte nur ein Zauber, der es wieder zum funktionieren bringen sollte...

Überraschender Wendepunkt - Wendung ins Gute oder in den Wahnsinn... (Draco Ff)Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt