Viktoria's Pov.
„Miss Lestrange, ist Löcher in die Wand starren interessanter, als meinem Unterricht zu folgen?", hörte ich gedämpft die monotone Stimme unseres Verteidigung gegen die dunklen Künste Professors.
Ich erschrak aus meiner Trance und versuchte peinlich berührt den Blickkontakt mit Professor Snape zu meiden.
„Nein Professor, bitte fahren sie fort.", versuchte ich mich aus der Situation zu retten.
Er sah mich noch kurz eindringlich an, bevor er seine Aufmerksamkeit wieder der Klasse und seinem Unterricht widmete.
Ich stützte meinen Kopf mit meiner linken Hand und merkte, wie mein Blick wieder in die Ferne glitt.
Ich hatte Probleme mich zu konzentrieren.
Ich ließ meine Augen ein weiteres Mal über die Schüler schweifen und stoppte bei Draco, welcher unfreiwillig in der ersten Reihe Platz genommen hatte, da er zu spät zu Snapes Unterricht erschien und er dies nicht duldete.
Er kam mir etwas unruhig vor.
Er wippte mit seinem Fuß und knetete seine blassen Finger.
Immer wieder blickte er ungeduldig auf die Uhr und schien es im Klassenzimmer nicht mehr lange auszuhalten.
Ich wandte mich von ihm ab und widmete meine Aufmerksamkeit den Gryffindors, die auf der anderen Seite des Klassenraumes saßen.
Sie verhielten sich alle sehr eigenartig.
Fast alle tuschelten über die Bänke hinweg und schienen sehr aufgebracht zu sein.
Meine Augen blieben bei Granger hängen und suchten den Umkreis ab.
Von Weasley war keine Spur.
Erst dachte ich, dass Potter und er wieder etwas ausheckten.
Ich verwarf den Gedanken jedoch schnell wieder als ich Potter eine Reihe vor Granger ausmachen konnte.
Mein Blick glitt zu ihm und auch als er bemerkte, dass ich ihn zu beobachten schien und mich ebenfalls nicht mehr aus den Augen ließ, wandte ich meinen Blick nicht ab.
Irgendetwas stimmte nicht.
Irgendetwas schien passiert zu sein, von dem wohl alle außer die Slytherins bescheid wussten.
Potter beäugte mich eines kritischen Blickes, kehrte mir jedoch dann den Rücken zu, als es anfing zum Stundenende zu läuten.
Er und Granger verließen mit zügigen Schritten den Raum und auch die restlichen Gryffindors schienen es eilig zu haben, den Raum zu verlassen.
Ich erhob mich langsam und packte meine Bücher ein, als sich zwei starke Arme um meine Taille schlangen.
Meine Augen fokussierten immer noch die Tür, durch die zuvor Potter und Granger verschwunden sind.
„Was ist an der Tür denn so spannend?", fragte mich Draco und legte seinen Kopf auf meiner Schulter ab.
„Nichts...", antwortete ich noch halb in Gedanken versunken.
Drehte mich dann aber zu ihm um und hievte meine Tasche über meine Schulter.
„Lass uns essen gehen!", versuchte ich die komische Situation zu überspielen und erntete einen fragenden Blick meines Gegenüber.
„Gut..", gab der junge Malfoy von sich und schüttelte kurz seinen Kopf, um die restlichen Gedanken loszuwerden.
Er nahm meine Hand und steuerte die Tür an, um den Klassenraum zu verlassen.
Jedoch wurden wir von einem alles andere als gut gelaunten Professor Snape aufgehalten.
„Sie zwei, auf ein Wort!", hörte ich die eintönige Stimme des Todessers.
Ich atmetete laut aus und drehte mich mit einem Ruck um.
„Was ist!?", gab ich in einem äußerst unfreundlichen Ton von mir.
Draco neben mir spannte sich an und verstärkte den Griff unserer Hände.
„Nun", fuhr Snape fort und erhob sich von seinem Schreibtisch.
Er kam mit langsamen, bedrohlich wirkenden Schritten auf uns zu, während das Ende seines Umhanges auf dem Boden schliff.
„Mr. Weasley wurde gestern Abend in den Krankenflügel eingeliefert.
Er hatte von einer vergifteten Flasche Met getrunken und konnte nur durch die Hilfe vonseiten Potters gerettet werden.", er sah uns eindringlich an, während mein Blick kurz zu Draco glitt, welchem unmittelbar jede Farbe aus dem Gesicht entwich und ihn noch bleicher aussehen ließ.
„Und was sollen wir damit zu tun haben?", sprach eben genannter mit erstaunlich fester Stimme.
„Nun", wiederholte sich Snape und schritt langsam um uns herum und mein Hals fühlte sich augenblicklich außerordentlich trocken an.
Es hatte wieder nicht funktioniert.
Der Plan ist wieder gescheitert.
Die Zeit wurde langsam knapp.
Es blieb nicht viel übrig, um sich einen weiteren Mordplan einfallen zu lassen.
„Die Flasche war von Slughorn, aber sie war ursprünglich für Dumbledore gedacht, da Slughorn sie verschenken wollte.", er blieb genau vor uns stehen und musterte uns beide inständig.
„Was haben sie vor?"
Ich schluckte schwer.
Ich vertraute ihm nicht.
„Nichts", brachte ich ohne weiteres heraus und wandte meinen Blick nicht von ihm ab.
„Warum glaube ich Ihnen nicht, Viktoria?" fragte der ehemalige Zaubertrank Professor mürrisch und verschränkte die Arme ineinander.
Ich merkte, wie er versuchte in meinen Kopf einzudringen, jedoch konnte ich dies verhindern.
„Welche Gedanken wollen Sie von mir verbergen?", er sah mich energisch an und schien auf eine Antwort meinerseits zu warten.
Ich dachte nicht einmal daran und atmete schwer aus.
„Lassen Sie uns in Ruhe und mischen Sie sich nicht in fremde Angelegenheiten ein!", erhob Draco seine Stimme und zog mich stürmisch aus dem Raum.
Ich folgte ihm ohne überhaupt zu wissen wohin er lief.
Als ich frische Luft spürte, konnte ich wieder frei atmen und spürte wie der Druck auf meiner Brust aufing zu verschwinden.
Er ging Richtung See und ließ sich aufs grüne Gras fallen.
Ich tat es ihm gleich und ließ mich neben ihm nieder.
„Du musst ihn jetzt persönlich umbringen, oder?" , fragte ich gedankenlos und warf kleine Kieselsteine in den See.
Draco nickte nur stumm und schien den Tränen nahe zu sein.
Er schien auch nicht gerade davon begeistert zu sein.
„Du weißt was das heißt", sprach ich meine Gedanken laut aus.
„Ich bin gescheitert, Viktoria.
Schon wieder."
„Nein, Draco, wir sind gescheitert.", unterbrach ich den jungen Malfoy und machte eine kurze Pause.
Eine Träne rann seine Wange hinunter und er blickte weiter starr nach vorne.
Ich wusste, dass er es nicht schaffen würde, Dumbledore zu töten.
Ich sah hinunter zu meinen Händen und erkannte, wie viel Blut eigentlich an ihnen klebte.
Ich sah alle unschuldigen Opfer wieder vor meinem inneren Auge.
Ich schüttelte energisch meinen Kopf, um diese Erinnerung loszuwerden.
Jedoch ließen sich nicht alle vertreiben.
Diese Taten werde ich nie wieder rückgängig machen können.
Ich war eine Mörderin.
Ich wollte nicht, dass Draco sich so fühlen muss wie ich.
Er hatte es nicht verdient so zu leiden.
„Ich kann keinen Menschen umbringen. Ich schaff das einfach nicht.", nahm ich Dracos brüchige Stimme neben mir war und sah ihn an.
Immer mehr heiße Tränen verließen seine Augen und hinterließen salzige Striemen auf seinem Gesicht.
Ich lehnte mich zu ihm, nahm sein Gesicht in meine Hände und zwang ihn mich anzusehen.
Ich nahm ihn in den Arm und merkte wie sein Körper immer wieder durch heftige Schluchzer geschüttelt wurde.
„Alles wird gut, wir schaffen das.", sprach ich in einem sanften Ton und strich ihm über seinen Rücken.
Wir saßen lange so da, ohne etwas zu sagen.
Ich hielt Draco einfach nur fest und versuchte selber stark zu bleiben.
Er löste sich von mir und sah mich an.
„Wenn ich es nicht tue, kommt mein Vater nie zurück...", er schmiegte sein Gesicht in meine Hände, welche ich wieder auf seine Wangen gelegt hatte.
Für einen kurzen Moment schloss er die Augen und beruhigte sich ein wenig.
Als er seine Augen wieder öffnete, versuchte er ein Lächeln zu Stande zu bringen, scheiterte aber kläglich.
Mit meinem Daumen strich ich die letzte Träne von seinem Gesicht und sah ihm in die Augen.
„Danke", flüsterte Draco, zog mich näher an sich und küsste mich im Schatten des großen Baumes.
Viele würden den Moment als perfekt beschreiben.
Und das war er auch.
Es war einer dieser Momente, die man genießen sollte, da man nicht wusste, wann und ob sich dies jemals wieder wiederholen würde.
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Überraschender Wendepunkt - Wendung ins Gute oder in den Wahnsinn... (Draco Ff)
Fiksi PenggemarViktoria Elizabeth Lestrange, ihr Leben lang wurde sie darauf hin erzogen die perfekte Todesserin zu sein. Das Gefühl der Liebe ist ihr fremd. Viktoria wird mit den unterschiedlichsten Aufgaben konfrontiert. Doch zu alldem kommt noch etwas viel Sc...
