9. Kapitel ~ Was ist das für ein Gefühl?

751 35 9
                                        

Viktorias Pov.

Ich blickte nach oben, genau in Potters widerliches Gesicht.
Ich ließ mir nichts anmerken, dass er mein Geheimnis herausgefunden hatte.
„Tja schade dich enttäuschen zu müssen Potter, aber wir gehören nicht zum dunklen Lord, und wenn ich nicht noch geschwächt wäre, dann hätte ich dich fertig gemacht.", brachte ich über meine Lippen.
Er warf mir meinen Zauberstab vor die Füße und ging mit seinem Gefolge im Schlepptau davon.

Ich saß immer noch im nassen Gras, die Schüler die vorher da waren, waren wieder verschwunden, nur Draco nicht, der mir gerade aufhelfen und mich stützen wollte, ich schüttelte daraufhin jedoch nur den Kopf und so gingen wir zurück zum Schloss, auf halben Weg blieb ich stehen und sagte:„Er weiß es, er weiß was wir sind."
Er nickte daraufhin nur und so gingen wir weiter, nur das wir nicht zurück ins Schloss gingen, sondern das wir über die Hogwarts Ländereien schlenderten.
Es war still, aber es war keine peinliche Stille.
Es war so eine Stille, in der jeder einfach nur seinen Gedanken nach hängen konnte.
Draco brach diese Stille jedoch mit einer Frage „Warum hast du mir nicht gesagt, dass du auch eine von ihnen bist und anscheinend die selbe Aufgabe hast wie ich?"
Ich seufzte, "Ich wusste einfach nicht wie. Wie sieht deine aus?"
Stille, bis er sie erneut brach, „Ich m-muss das Verschwindekabinett reparieren, damit die Todesser ins Schloss eindringen können und ........... I-Ich muss Dumbledore töten, weil ich das wieder richten muss, was mein Vater verbockt hat, und du?"
„Ich muss das Kabinett mit dir reparieren, nur muss ich nicht Dumbledore töten, sondern dafür sorgen, dass du es machst.", gab ich seufzend von mir.

Wir gingen noch etwas schweigend weiter.
„Ich hatte echt angst um dich, was da bei dem Todessertreffen passiert ist, du hättest nicht alles abbekommen sollen, ich bin daran ja auch beteiligt.", gab Draco sich die Schuld.
Ich sah den Schmerz in seinen Augen, die Schuldgefühle fraßen ihn innerlich fast auf.
In solchen Momenten wusste ich, dass Draco Malfoy nicht so wie sein Vater war, er war nicht der kalte Eisblock wie ihn alle kennen.
Ich habe schon oft Draco's wahres "Ich" zu sehen bekommen, nur zeigte er dies nicht oft, denn wie unsere Eltern immer sagten, "Gefühle machen dich schwach"...
Ich blieb stehen, was auch Draco dazu veranlassen ließ stehen zu bleiben.
„Ich hoffe, du weißt, dass du dir für das was passiert ist keine Schuld geben darfst. Du hast nicht gewusst, dass ich auch das dunkle Mal trage, obwohl du dir das eigentlich hättest denken können.
Jedenfalls hättest du erst recht nicht wissen können, dass wir die selbe Aufgabe vom dunklen Lord zugeteilt bekommen haben.
Dich trifft keine Schuld.
Und ich hab's ja auch ein wenig herausgefordert und ihn provoziert.", sagte ich was mir spontan einfiel.
„Ich hab's mir eh gedacht, dass du eine von ihnen bist, du bist immerhin eine Lestrange. Vielleicht wollte ich es mir nur nicht eingestehen.
Als ich im Sommer das dunkle Mal bekam, brach für mich eine Welt zusammen.
Ich habe mir damals selbst versprochen, niemanden in meine Angelegenheiten mit rein zu ziehen", gab Draco offen zu und sah mir dabei in die Augen.
Ich erwiderte den Blick.
„Ich weiß wie du dich gefühlt hast, als du das Mal eingebrannt bekommen hast.
Ich erinnere mich als wäre es erst gestern gewesen.
Es tat so extrem weh und ich wollte nicht wahrhaben, nun so zu sein.
So zu sein, wie meine Eltern mich immer haben wollten.
Ich meine ich war doch erst 11", schwelgte ich in Erinnerungen.
Ich senkte den Kopf.
Draco stellte sich mir gegenüber und hob mein Kinn mit seinen Finger an und zwang mich so ihn anzusehen.
„Ich habe mich in dich verliebt Viktoria.", sagte er mit flüsternder Stimme wie aus dem Nichts.
Er kam meinem Gesicht immer näher, unsere Lippen waren nur noch ein paar Millimeter von einander entfernt, die er nach nichtmal einer Sekunde überbrückte.
Er legte seine Lippen auf meine. Anfangs war ich etwas überrascht und versteifte mich, doch dann erwiderte ich den Kuss, was Draco in den Kuss hinein Grinsen ließ.
Als wir uns voneinander lösten, schauten wir uns immer noch in die Augen, dieses Gefühl was ich in diesem Moment verspürte kannte ich nicht, und es machte mir Angst.
Ich sah Draco mit geweiteten Augen an und brachte etwas Platz zwischen uns indem ich einen Schritt zurück machte.
Draco sah mich verwirrt und verletzt zugleich an.
Er ging einen Schritt auf mich zu und wollte nach meiner Hand greifen.
Doch ich wich ihm aus.
„Ich kann das nicht, verstehst du?"
Warf ich ihm an den Kopf und klatschte Draco eine mit meiner rechten Hand und lief zurück zum Schloss
Ich drehte mich nicht um, da ich wusste, dass er mir nachsah.

Was ist das für ein Gefühl, welches ich verspüre, wenn er in meiner Nähe ist........?

Überraschender Wendepunkt - Wendung ins Gute oder in den Wahnsinn... (Draco Ff)Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt