Viktoria's Pov.
„Hey Vik, jetzt warte doch mal!”, hörte ich die Stimme des Eisprinzen hinter mir und verlangsamte mein Tempo jedoch nur minimal.
Ich kam gerade aus Dumbledore's Büro und wollte mich eigentlich in den Slytheringemeinschaftsraum begeben, wurde jedoch von einem neugierigen Draco Malfoy aufgehalten.
Er fing an zu rennen und schloss zu mir auf.
Ich setzte meinen Weg weiter stur fort und richtete meinen Blick auf den Gang vor mir.
„Was wollte Professor McGonagall von dir?”, wollte Draco außer Atem wissen und unterstrich seine Frage mit einem fragenden und erwartungsvollen Ausdruck im Gesicht.
„Sie hat mich zu Dumbledore gebracht.”, antworte ich kurz und erntete ein Kopfschütteln seinerseits, da er wohl mit mehr Informationen gerechnet hatte.
Er atmete kurz laut aus und schenkte mir einen nicht leicht zu deutenden Blick.
„Viktoria, durch deine Erzählungen, fühle ich mich so, als wäre ich selbst dabei gewesen!”, sagte der junge Malfoy sarkastisch, sprach jedoch gleich weiter.
„Und was wollte Dumbledore von dir?
Er hat doch nicht etwa was rausgefunden, oder?”
„Nein er hat nichts rausgefunden. Er hat keine Ahnung.
Ich weiß selbst nicht genau, was er von mir wollte.
Er hat mir eine alte Wikinger Geschichte erzählt und mich dann entlassen.
Das war's.”, endete ich mit meinem Vortrag und bog rechts in den nächsten Gang ein.
„Jetzt warte doch, wieso hast du es so eilig?
Ich muss dir etwas sagen!”, sagte Draco ernst und hielt mich auf, indem er meine Schulter packte und mich zu sich umdrehte.
„Und was?”, fragte ich ihn, mit einem Anflug von Interesse in meiner Stimme.
„Du weißt doch, dass ich meiner Mutter einen Brief geschrieben hatte, um ihr die Nachricht zu überbringen, dass das Verschwindekabinett einsatzfähig ist, oder?”, erzählte er im schnelldurchlauf.
Ich nickte und wartete drauf, dass er weitersprach.
„Sie übergab die Nachricht an den dunklen Lord.
Genau in einer Woche wird es passieren.
Die Todesser werden nach Sonnenuntergang im Verschwindekabinett warten, bis wir sie holen.
In einer Woche, wird der mächtiste noch lebende Zauberer tot sein.”, endete der Eisprinz und wartete auf eine Reaktion meinerseits.
„Und wie hat sich der dunkle Lord den Ablauf vorgestellt?”, fragte ich an Draco gewandt und tippte mit meinem Finger auf mein Kinn.
„Naja, Snape meinte, dass Dumbledore an dem Tag unterwegs sein würde und wir ihn somit, wenn er zurück kommt, auf dem Astronomieturm abfangen können.
Lange Rede kurzer Sinn.
Es wird auf den Astronomieturm passieren.”, meinte der junge Malfoy ernst und sah mir mit leichter Panik in den Augen entgegen.
„Okay, dann soll es so sein.”, gab ich monoton von mir und nahm ihn in den Arm.
„Ach, was sehe ich denn da, Todesser sind also doch noch in der Lage Gefühle und Zuneigung zu zeigen.”, hörte ich die provokante Stimme von Harry Potter hinter mir und ich merkte wie sich Draco augenblicklich in meinen Armen anspannte.
Ich löste mich von ihm und drehte mich zu dem goldnene Trio um, welches soeben im Gang erschienen ist.
Ich ballte meine Hände zu Fäusten und hatte Schwierigkeiten mich zu beherrschen.
„Nein nein Harry, du irrst dich. Zuneigung zeigen sie sich nur gegenseitig.
Ich meine zwei grausame Menschen passen eben wie die Faust aufs Auge.”, lachte Ron Weasley scheinheilig und trat neben Potter.
„Pass auf, was du sagst Weasley!”, erhob Draco seine Stimme neben mir und wollte nach seinem Zauberstab greifen, doch ich hielt ihn auf, indem ich seinen Arm packte und festhielt.
„Lass es!”, flüsterte ich grob und schüttelte kaum merkbar meinen Kopf.
„Was ist denn los, Malfoy, lässt du dir etwa von deiner kleinen Freundin Befehle erteilen?”, höhnte Potter und schien sich besonders toll zu fühlen.
Draco schnaufte laut auf, schlug meine Hand weg und ging bedrohlich auf Potter zu.
Wenige Zentimeter vor ihm blieb er stehen und blickte zornig zu dem Auserwählten hinab.
Weasley neben ihm plusterte sich auf seine volle Größe auf und versuchte somit bedrohlicher neben Potter zu erscheinen.
Was ehrlicherweise kläglich scheiterte.
„Pass lieber auf, Harry, du weißt nicht wozu Lestrange und er alles fähig sind.
Nach Katie Bell und Ron, versuchen sie wahrscheinlich dich als nächstes zu töten!”, erhob Granger ihre besserwisserische Stimme und stemmte ihre Arme in ihre Hüfte.
„Keine Angst, Granger, Potter ist für den dunklen Lord reserviert. Wir werden ihm kein Haar krümmen.”, witzelte ich und schritt lachend auf die versammelte Gruppe zu.
„Oh, der dunkle Lord also? Nur seine Anhänger nennen ihn den dunklen Lord.”, warf Weasley in die Runde und grinste überheblich.
„Das musst du erstmal beweisen!”, konterte ich, funkelte ihm aggressiv entgegen, verschränkte meine Arme und blies mir eine Locke aus dem Gesicht.
„Das ist doch offensichtlich, ich hoffe dein Vater verrottet in Askaban, Malfoy!”, erhob Potter seine Stimme, unterbrach den Blickkontakt mit Draco jedoch nicht.
„Pass auf, was du sagst!”, keifte der Eisprinz aufgebracht und ballte seine Hände zu Fäusten.
Granger atmetete erschrocken ein, als sie erkannte wie ernst Draco es meinte.
Er war total erbost, unbeherrscht und schien in seinem Kopf bereits einen Mordplan für Potter zu kreieren.
„Was ist los, Malfoy? Willst du Harry mit bloßen Händen umbringen?”, spottete der Rothaarige heuchlerisch, wurde jedoch von seinem besten Freund unterbrochen.
„Nein Ron, Malfoy hat nicht den Mumm dafür, aber ich wette Lestrange hätte keine Scheu davor jemanden zu töten.
Was ohne Frage nichts verwerfliches, als Tochter von Bellatrix Lestrange wäre.”, brachte er nun das Fass zum überlaufen.
Ohne Vorwarnung landete Dracos geballte Faust in Potters Gesicht und ließ ein Knacken erklingen.
Eben genannter wollte nun auf den jungen Malfoy losgehen, wurde jedoch von Granger und Weasley zurückgehalten.
Auch Draco versuchte ich mit aller Kraft, davon abzuhalten, dem Auserwählten einen erneuten Schlag ins Gesicht zu verpassen.
Potter hielt seine blutende Nase und Draco schüttelte seine schmerzende rechte Hand.
„Mr. Potter, Mr. Malfoy.”, hörte ich die eintönige Stimme unseres Hauslehrers, welcher soeben im Gang erschien.
Ihm folgte Minerva McGonagall, welche ebenfalls alles andere als erfreut zu sein schien.
„Severus, was ist hier los?”, fragte sie ihren Kollegen aufgebracht.
„Nun, es scheint mir eine Meinungsverschiedenheit zwischen Potter und Mr. Malfoy gegeben zu haben.”, schätzte Snape die Situation ein und traf somit genau ins Schwarze.
„Mr. Potter ist das war?”, fragte die spitzhütige Verwandlungslehrerin an Potter gewandt und schenkte Draco nur einen empörten Blick.
„Ja, Professor McGonagall.”, gab dieser kleinlaut zu und hielt weiter seine schmerzende Nase.
„Nun gut, 50 Punkte Abzug für beide!”, sagte die Verwandlungslehrerin immer noch verärgert und bekam ein zustimmendes Nicken vonseiten Snape.
„Mr. Potter, sie sollten den Krankenflügel aufsuchen.
Dies gilt auch für sie Mr. Malfoy!” endete McGonagall mit ihrem Vortrag und machte auf dem Absatz kehrt.
Severus Snape ging in die entgegengesetzte Richtung und bog schließlich in einen anderen Gang ein.
„Nimm dich in acht, Potter.”, riet ihm Draco, nahm mich bei der Hand und ließ das goldene Trio einfach eiskalt stehen.
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Überraschender Wendepunkt - Wendung ins Gute oder in den Wahnsinn... (Draco Ff)
FanficViktoria Elizabeth Lestrange, ihr Leben lang wurde sie darauf hin erzogen die perfekte Todesserin zu sein. Das Gefühl der Liebe ist ihr fremd. Viktoria wird mit den unterschiedlichsten Aufgaben konfrontiert. Doch zu alldem kommt noch etwas viel Sc...
