63. Kapitel ~ Wer an das Gute glaubt, bewirkt das Gute.....

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Viktoria's Pov.

„Das ist nicht von Bedeutung!” kreischte Voldemort, der jedes Wort mit gespannter Aufmerksamkeit verfolgt hatte, nun jedoch ein gackerndes irres Gelächter ausstieß. „Es ist nicht von Bedeutung, ob Snape mein oder Dumbledores Mann war oder welch kleine Steine sie mir in den Weg zu legen versuchten! Ich habe sie zertreten, wie ich deine Mutter zertreten habe, Snapes angebliche große Liebe! Oh, aber das passt alles zusammen, Potter, und auf eine Weise, die du nicht verstehst! Dumbledore versuchte mich daran zu hindern, in den Besitz des Elderstabs zu gelangen! Aber ich war vor dir dort, kleiner Junge. Ich war bei dem Zauberstab, bevor du ihn in die Hande bekommen konntest, ich hatte die Wahrheit begriffen, ehe du so weit warst. Ich habe Severus Snape getötet, und der Elderstab, der Todesstab, der Zauberstab des Schicksals, ist wahrhaft mein! Dumbledores letzter Plan ist misslungen, Harry Potter!”, gab der dunkle Lord siegessicher von sich und zielte weiterhin mit dem Elderstab auf Potters Brust.
„Jaah, allerdings”, sagte Harry. „Du hast Recht. Aber bevor du versuchst mich zu töten, würde ich dir raten, darüber nachzudenken, was du getan hast.... denk nach, und versuch ein wenig zu bereuen, Riddle ....”
„Was soll das heißen?”, keifte der dunkle Lord.
Nichts, was Potter zu ihm gesagt hatte, keine Enthüllung und kein Spott, hatte Voldemort so heftig schockiert wie dies.
Ich sah, wie sich seine Pupillen zu schmalen Schlitzen verengten, sah die Haut um seine Augen weiß werden. „Das ist deine letzte Chance”, sagte der Außerwählte, “das ist alles, was dir noch bleibt ... ich habe gesehen, was du anderenfalls sein wirst... sei ein Mann ... versuch es ... versuch ein wenig zu bereuen ...”

„Du wagst es -?”, sagte Voldemort erneut.
„Ja, ich wage es”, erwiderte Potter. „weil Dumbledores letzter Plan zwar nach hinten losging, aber nicht gegen mich. Sondern gegen dich, Riddle.” Der Elderstab zitterte in Voldemorts Hand und der Außerwählte umschloss Dracos Zauberstab ganz fest.
Der Moment, war nur noch Sekunden entfernt.
„Dieser Zauberstab arbeitet immer noch nicht richtig für dich, weil du den Falschen ermordet hast. Severus Snape war nie der wahre Herr über den Elderstab. Er hat Dumbledore nie besiegt.
„Er tötete -”
„Hörst du nicht zu? Snape hat Dumbledore nie geschlagen! Sie ha- ben Dumbledores Tod untereinander vereinbart! Dumbledore hatte die Absicht, unbesiegt zu sterben, als der letzte wahre Herr über den Elderstab! Wenn alles so gelaufen wäre wie geplant, wäre die Macht des Zauberstabs mit ihm untergegangen, weil er ihm nie abgerungen wurde!”
„Aber dann, Potter, hat Dumbledore mir den Zauberstab so gut wie geschenkt!”,Voldemorts Stimme bebte vor boshaftem Vergnügen.
„Ich habe den Zauberstab aus dem Grab seines letzten Herrn gestohlen! Ich habe ihn gegen den Wunsch seines letzten Herrn an mich genommen!
Seine Macht gehört mir!”
„Du begreifst es immer noch nicht, Riddle, oder? Den Zauberstab zu besitzen genügt nicht!
Ihn zu halten, ihn zu gebrauchen macht ihn nicht wirklich zu deinem eigenen.
Hast du Ollivander nicht zugehört? Der Zauberstab sucht sich den Zauberer... der Elderstab erkannte einen neuen Herrn, ehe Dumbledore starb, jemanden, der ihn nie auch nur berührt hatte.
Der neue Herr nahm Dumbledore den Zauberstab gegen seinen Willen ab, und ihm war nie bewusst, was er da eigentlich getan hatte, und auch nicht, dass der gefährlichste Zauberstab der Welt sich ihm unterworfen hatte." Voldemorts Brust hob und senkte sich rasch.
Ich konnte den Fluch förmlich kommen spüren, konnte spüren, wie er sich in dem Zauberstab des dunklen Lord, der auf Potters Gesicht gerichtet war, aufbaute.
„Der wahre Herr über den Elderstab war Draco Malfoy!”, als diese Worte über die Lippen des Außerwählten kamen, spürte ich einen plötzlichen Händedruck.
Draco hatte meine Hand gepackt.
Seine Atmung war unregelmäßig und hektisch.
Er blickte wie gebannt auf den Gryffindor und wartete bis er weitersprach.

Blankes Entsetzen trat für einen Moment in Voldemorts Gesicht, doch dann war es wieder verschwunden. „Aber was spielt das für eine Rolle?”, sagte er leise.
„Selbst wenn du Recht hast, Potter, ändert sich nichts für dich und mich. Du hast den Phönixstab nicht mehr. In unserem Duell hier zählen also nur unsere Fähigkeiten .... und wenn ich dich getötet habe, kann ich mich um Draco Malfoy kümmern-”
„Aber da kommst du zu spät!”, unterbrach ihn Potter.
„Du hast deine Chance verpasst. Ich war zuerst da. Ich habe Draco schon vor Wochen überwältigt. Ich habe ihm diesen Zauberstab abgenommen!”
Der Außerwählte zuckte kurz mit dem Weißdorn-Zauberstab und alle Augen in der Halle ruhten auf ihm.
„Also geht es nur noch um die eine Frage, oder?”, flüsterte der Junge, der überlebt hat. „Weiß der Zauberstab in deiner Hand, dass sein letzter Herr entwaffnet wurde? Denn, wenn er es weiß ... dann bin ich der wahre Herr über den Elderstab...”
Eine rotgoldene Glut ergoss sich plötzlich über alle Anwesenden, als der Rand der gleißenden Sonne am Sims des Fensters auftauchte.
Das Licht traf in mein Gesicht, so dass ich meine Hand vor meine Augen hielt.
Auch die Gesichter, der beiden sich im Kreis bewegenden Personen, wurde erleuchtet.
Voldemorts Gesicht war mit einem Mal ein flammender Fleck.
Ich hörte die hohe Stimme kreischen, während auch der Auserwählte mit Dracos Zauberstab zielte.
„Avada Kedavra!”
„Expelliarmus!”
Der Knall war wie ein Kanonenschlag, und die goldenen Flammen, die zwischen den zwei sich duellierenden in der leeren Mitte des Kreises aufloderten, den sie beschritten hatten, kennzeichneten die Stelle, wo die Zauber zusammenstießen.
Ich sah Voldemorts grünen Strahl auf Potters Zauber treffen, sah den Elderstab in die Höhe fliegen, dunkel gegen den Sonnenaufgang, sah ihn quer über die Decke trudeln wie den Kopf von Nagini, durch die Luft zu seinem Herrn hin wirbeln, den er nicht töten würde und der gekommen war, um ihn endlich ganz in Besitz zu nehmen.
Der Außerwählte fing den Zauberstab mit der unfehlbaren Sicherheit des Gryffindor-Suchers in seiner freien Hand auf, während Voldemort mit ausgebreiteten Armen nach hinten fiel und die schlitzartigen Pupillen seiner roten Augen sich nach oben drehten.
Der dunkle Lord schlug mit banaler Endgültigkeit auf dem Boden auf, mit schwachem und zusammengeschrumpftem Körper und leeren weißen Händen, das schlangenartige Gesicht ausdruckslos und unwissend.
Voldemort war tot, getötet von seinem eigenen zurückprallenden Fluch.
Ich blickte ungläubig zum Auserwählten, der mit zwei Zauberstäben in der Hand da stand und auf die Hülle seines toten Feindes starrte.
Eine zittrige Sekunde lang herrschte Stille, blieb der Schrecken dieses Augenblicks in der Schwebe.
Dann brach Tumult los.
Die Schreie, der Jubel und das Gebrüll der Zuschauer gellten durch die Luft.
Die glühende neue Sonne ließ die Fenster erstrahlen.
„Es ist vorbei!”, schrie ich vor Glück und Erleichterung und sprang dem Eisprinzen in die Arme.
Er wirbelte mich durch die Luft und lachte ausgelassen.
Als er mich wieder abgesetzte, zog ich ihn zu mir hinunter und küsste ihn innig.
Es war vorbei...
Voldemort war tot!
Das Gute hatte gesiegt......!

Überraschender Wendepunkt - Wendung ins Gute oder in den Wahnsinn... (Draco Ff)Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt