61. Kapitel ~ Das Böse wuchert, das Gute durchdringt...

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Viktoria's Pov.

Die Zauberer, die Verteidiger von Hogwarts und Voldemorts Todesser wurden gleichermaßen, zurück in das Schloss gezwungen.
Ich lief gefolgt vom Eisprinzen ins Innere der Gemäuer und schoss Zauber und Flüche gegen jeden Todesser ab, den ich zu Gesicht bekam.
Sie brachen alle nacheinander zusammen, ohne wirklich zu wissen was oder wer wie getroffen hatte.
Sie konzentrierten sich nur auf die Kämpfer von Hogwarts und rechneten nicht mit einem Hinterhalt.
Die sich zurückziehende Menge trampelte über die gefallenen Körper hinweg und drang tiefer ins Innere des Schlosses ein.
Ich und Draco wurden in die Eingangshalle gedrängt.
Ich duckte mich unter Flüchen hinweg und rechnete jeden Moment mit einem Angriff eines Todessers.
Ich blickte in der Halle umher und sah Voldemort auf der anderen Seite des Raumes stehen.
Er kämpfte nun zum ersten Mal mit.
Ich sah wie er mit seinem Zauberstab Flüche abfeuerte und in die große Halle zurückwich.
Der dunkle Lord schrie seinen noch treuen Anhängern Befehle zu, während er Zauber nach rechts und links schickte.
Ich sah, wie der dunkle Lord mehrere grüne Lichtblitze auf Schüler abfeuerte und fing an zu rennen.
Ich rannte in die Mitte der großen Halle und brachte einige Schildzauber hervor, und Seamus Finnigan und Hanna Abbott, die sonst Voldemort zum Opfer gefallen währen, jagten an mir vorbei in die große Halle, wo sie sich in den Kampf stürzten, der dort bereits in vollem Gange war.
Immer mehr Leute stürmten die Vordertreppe hoch, während die Zentauren mit lautem Hufgeklapper in die Halle platzten.
Hinter mir wurde die Tür zu den Küchen aus den Angeln gesprengt, weshalb ich einen Satz nach rechts machte und mich flach an die Wand drückte.
Die Hauselfen von Hogwarts schwärmten in die Eingangshalle, schreiend, Tranchiermesser und Hackbeile schwingnd, angeführt von Kreacher, dessen Stimme selbst in all dem Getöse noch vernehmbar war.
„Kämpft! Kämpft für meinen Herren, den Beschützer der Hauselfen! Kämpft gegen den dunklen Lord, im Namen des tapferen Regulus Black! Kämpft!”
Sie stachen auf die Schienbeine der Todesser ein.
Ihre kleinen Gesichter voller Heimtücke.
Wo ich auch hinblickte brachen Todesser unter der schieren Überzahl ein, die von Zaubern besiegt waren, die Pfeile aus Wunden zogen, denen Elfen ins Bein gestochen hatten oder die einfach versuchten zu entkommen, doch in der heranstürmenden Horde untergingen.
Viele bekannte Gesichter liefen mir über den Weg und ich stellte fest, dass es ihnen den Umständen entsprechend gut ging.
Ich rannte weiter die Gänge entlang und brachte noch einige Todesser zur Strecke.
Mir entgingen nicht die entsetzten Gesichter, als ich einen Todesser nach dem anderen tötete, die mir im Weg standen.
Ich war eine laufende Zielscheibe.
Nun auch für beide Seiten.
Ich fühlte mich immer besser, so als würden meine Schuldgefühle verpuffen.
Aber ich war mir sicher, nachdem der Krieg vorbei ist, würden sie wieder kommen.
Draco und ich unterstützten weiterhin die gute Seite und feuerten ohne Pause Flüche auf andere Todesser ab.
Es war jedoch gar nicht so einfach in der Menge den Überblick zu behalten, wer Freund und wer Feind war.
So schockte ich viele Todesser, doch auch einige meiner Zauber verfehlten die Kämpfer von Hogwarts nur knapp.
Es ging alles ganz schnell. Zu schnell.
Plötzlich standen Draco und ich an die Wand gedrängt.
Ich umklammerte meinen Zauberstab fester und  versuchte mir ein Bild vom jetzigen Ausmaß zu machen.
Mein Blick glitt durch die Halle und heftete sich auf die Silhouette meiner Mutter, welche sich mit drei Gegner auf einmal duellierte.
Granger, Ginny Weasley und das Lovegood Mädchen, gaben alle ihr Bestes, doch meine Mutter war ihnen ebenbürtig.
Als ein Todesfluch so nahe an Ginny Weasley vorbeischoss, dass sie dem Tod nur um Zentimeter entging, löste ich mich von der Wand und fing an zu rennen.
Ich rannte auf meine Mutter zu und brüllte: „AUS DEM WEG!”
Die drei Mädchen stoben geschockt auseinander, als ich gegenüber meiner Mutter Stellung nahm.
Meine Mutter drehte sich um sich selbst, brüllend vor Lachen, doch als sie ihre neue Herausforderin sah, gefror schlagartig ihr Gesicht.
Mit einem ausladenden Schwung meines Zauberstabs eröffnete ich das Duell.
„Was soll das werden, junge Dame?”, kreischte meine Mutter hysterisch und leckte sich über ihre trockenen Lippen.
Ich hielt den Stab höher und ein schelmisches Grinsen bildete sich auf meinen Gesichtszügen.
„Ich zahle dir heim, was du verdienst!
Es wäre zu gütig dich in Askaban verrotten zu lassen.
Alles was du mir angetan hast, wirst du bereuen.
Und für alles wozu du mich gezwungen hast, wirst du dich schämen!”
Ich sah wie das Lächeln nun entgültig aus ihrem Gesicht verschwand und zu einem Zähnefletschen wurde.
Ihr Zauberstab peitschte und wirbelte.
Lichtstrahlen schossen aus unseren beiden Stäben, und der Boden rund um unsere Füße wurde heiß und rissig.
Wir beide kämpften um Leben und Tod.
Ich spürte die Blicke, der Leute, welche an den Wänden standen, im Nacken.
Hunderte von Menschen beobachteten die Kämpfe zwischen Voldemort und seinen drei Gegnern und dem Kampf zwischen meiner Mutter und mir.
„Du bist nicht weiter meine Tochter, du elende Blutsverräterin!”, schrie sie wahnsinnig, mit vor Wut bebender Brust, während meine Flüche um sie herumtanzten.
„Du warst nie meine Mutter, Bellatrix!”
Ein schiefes Lächeln bildete sich auf meinem Gesicht, während meine Mutter weiterhin lachte.
Sie lachte genauso übermütig, wie Sirius Black gelacht hatte, als er rücklings durch den Schleier gestürzt war.
Mein Zauberstab erzitterte, als ein grüner Lichtblitz aus ihm geschossen kam.
Er rauschte unter dem ausgestrecktem Arm meiner Mutter hindurch und traf sie mitten auf die Brust, direkt über dem Herzen.
Ihr hämisches Grinsen erstarrte, ihre Augen schienen hervorzuquellen.
Für einen Bruchteil einer Sekunde wusste sie, was geschehen war, dann kippte sie vornüber, und Voldemort schrie.
Es kam mir vor, als würde er sich in Zeitlupe umdrehen. Ich sah, wie es McGonagall, Kingsley und Slughorn nach hinten schleuderte, wie sie sich windend und mit den Armen rudernd, durch die Luft flogen, als Voldemorts Zorn über den Sturz seiner besten Anhängerin mit der Wucht einer Bombe explodierte.
Er richtete seinen Zauberstab auf mich, als er erkannte, dass ich ihm in den Rücken gefallen war.
Mein Verrat, verdoppelte seine Wut.
Er schoss einen grünen Lichtblitz auf mich.
Im letzten Moment konnte ich einen Schildzauber vor mir ausbreiten und versuchte den Fluch abwehren.
Jedoch war der Todesfluch zu stark, sodass mein Schild brach und ich nach hinten, gegen eine kühle Steinmauer geschleudert wurde.
Durch den Aufprall, konnte ich mich kaum bewegen.
Jede einzelne Faser meines Körpers wurde von einem unglaublich starkem Stich durchzogen
Das Licht vor meinen Augen begann zu flackern und ich bekam kaum noch Luft.
Das Blut rauschte in meinen Ohren und dämpfte somit alle anderen Geräusche in meiner Umgebung.
Unter schmerzen rappelte ich mich wieder auf und stützte mich an der Wand ab.
Mit einem Blick zu Voldemort, erkannte ich, dass einige Mitglieder des Ordens, sich nun gegen den dunklen Lord duellierten.
Durch den Mord an meiner Mutter, wurden die restlichen Todesser auf mich aufmerksam.
Sie wussten nun, dass ich eine Verräterin bin.
Ich umklammerte meinen Zauberstab und tötete einige der Anhänger des dunklen Lords.
Ich war wie im Blutrausch.
Das Adrenalin linderte die Schmerzen.
Immer weiter kämpfte ich mich vorwärts.
Beschützte und tötete.
Fiel und stand wieder auf.
Ich lief weiter und sah die kämpfende Masse, aus Schülern, Lehrern, Eltern, Ordensmitglieder und Todessern.
Bunte Umhänge vermischten sich mit den schwarzen der Todesser.
Das Geschrei wurde zu Gebrüll und überall zuckten verschieden farbige Lichtblitze durch die Luft.
Ich konnte einen blonden Haarschopf vor mir ausmachen und rannte auf ihn zu.
Einige Kratzer und leichte Wunden zeichneten sich auf seinem Gesicht ab.
Als er mich sah, konnte ich Erleichterung in seinen Augen erkennen.
Er schockte einen Todesser und deutete mir ihm zu folgen.
Ich rannte neben ihm her, bis ich plötzlich sah, wie ein grüner Lichtblitz auf Draco zu flog.
In letzter Sekunde schaffte ich es mich vor ihn zu stürzten und den Fluch abzuwehren.
Er drehte sich geschockt zu mir um, während ich mir den Schweiß von der Stirn wischte.
Wir liefen wieder in die große Halle und blieben vor einem Halbkreis aus Zauberern und Hexen stehen.
Einige Todesser befanden sich noch unter den Lebenden, wurden jedoch von den Auroren in eine Ecke getrieben.
Ich trat über leblose Körper hinweg, drängelte mich nach vorne und blieb wie angewurzelt stehen, als ich sah wie Voldemort und Harry Potter sich gegenüber standen....

Überraschender Wendepunkt - Wendung ins Gute oder in den Wahnsinn... (Draco Ff)Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt