Viktoria Pov.
Die Nacht im Krankenflügel war nicht sonderlich beruhigend, viel mehr ein Chaos der Gefühle und Gedanken.
Ich wachte schlaftrunken in dem weiß-bezogenen Bett auf, welches ungefähr in der Mitte des Krankenflügels lag.
Ich versuchte mich aufzusetzen, doch die Schmerzen, die nun wieder deutlich spürbar waren, da der Trank seine Wirkung verlor, ließen mich mit schmerzverzehrtem Gesicht zurück ins Kissen sinken.
Es musste ungefähr 06:00 Uhr morgens sein, da die aufgehende Sonne den Krankenflügel in ein warmes Orange tauchte.
Wie lange ich wohl geschlafen hatte und was solle ich den anderen Schülern über meinen Aufenthalt hier sagen? Ich kann ja wohl kaum sagen, dass der dunkle Lord mich höchstpersönlich bewusstlos gefoltert hatte.
Ich ließ meinen Blick, durch die Reihen der weiß-bezogenen Krankenhaus-Betten schweifen und stellte fest, dass ich ganz allein war.
Ich wusste nicht, wie ich Malfoy je wieder in seine Augen blicken konnte, ohne ihm jegliche Hoffnungen zu machen, aber zu aller erst musste ich hier raus, heimlich natürlich, denn Madame Pomfrey würde mich nie entlassen.
Ich sammelte meine ganze Kraft und setzte mich auf, obwohl jeder einzelne Muskel meines Körpers sich dagegen wehrte, schaffte ich es letztendlich und saß aufrecht im Bett.
Gut, dass irgendjemand mir meine Schuluniform vorbeigebracht hatte, so musste ich nicht im Krankenhaus-Nachthemd durch die Gänge Hogwarts laufen.
Nachdem ich mir auch noch meine grüne Slytherin-Krawatte gebunden hatte, stand ich mit leicht wackeligen Beinen auf.
Jeder meiner Schritte schmerzte, und so war der Weg, zur großen Halle eine Qual.
Vor der großen Halle, in der das Frühstück schon voll im Gange war, blieb ich kurz stehen, und holte tief Luft. Ich stieß die große Tür auf und sofort waren alle Blicke auf mich gerichtet, sogar die Lehrer schauten mir mit teils erfreuten aber auch zurückhaltenden Blicken entgegen.
Und wieder fragte ich mich, wie lange ich im Krankenflügel war und was über meine Abwesenheit spekuliert wurde.
Ich ließ mir aber nichts anmerken und ging erhobenen Hauptes zum Slytherin-Haustisch.
Ich konnte sofort den blonden Haarschopf, von Draco Malfoy ausmachen, und setzte mich ihm gegenüber, zu meinem Leidwesen saßen Parkinson und Zabini nur einen Platz weiter.
Das konnte ja heiter werden...
Als sie mich bemerkten, bombardierten sie mich sofort mit Fragen, denen ich allen gekonnt auswich, bis Parkinson fragte „Stimmt es, dass Potter dich angegriffen und in den Krankenflügel befördert hat?" Ah, das glaubten sie also alle, ich antwortete nur knapp mit einem „Nein", was alle nur verwirrt dreinschauen ließ, die erdrückende Stille war nicht gerade angenehm, also wandte ich mich ab und ließ meinen Blick unauffällig zu Potter, rüber zum Gryffindor-Tisch schweifen. Anscheinend denken nicht nur die Slytherins, dass Potter mich angegriffen hatte, denn alle, wirklich alle lobten Potter für seine große Tat und er genoss es auch noch förmlich, obwohl alles gelogen war.
Nach einer Zeit, widmete ich mich wieder den Tischgesprächen, die Diskussion über meine Abwesenheit war noch nicht zu Ende nur, dass sich jetzt fast alle Slytherins daran beteiligten. Verübeln konnte man es ihnen nicht, denn wenn Potter etwas kann, dann ist es für Aufmerksamkeit zu sorgen, was ihn mit dieser Lüge, mal wieder großartig gelungen war.
Als Potter und seine minderwertigen Freunde die Halle verließen, überlegte ich nicht lange und ging ihnen hinterher, was ich nicht mitbekam war, dass mir Malfoy, Zabini, Parkinson und noch andere Slytherins gefolgt waren, nur war ich schneller.
Kurz nach dem ich die Halle verlassen hatte, war Potter verschwunden, ich überlegte nicht lange, weil ich mir denken konnte, dass sie bestimmt aufs Schulgelände gegangen waren und verließ somit ebenfalls das Schulgebäude.
Und ich sollte Recht behalten, denn beim schwarzen See, hatten sie es sich unter dem großen Baum gemütlich gemacht.
Ich ging mit schnellen Schritten auf sie zu, und zog meinen Zauberstab aus meinem Stiefel.
Ich richtete meinen Zauberstab direkt auf Potter und knurrte ihn an „Potter, was fällt dir ein Lügen über mich zu erzählen, brauchst du mal wieder Aufmerksamkeit oder was ist sonst der Grund, dass du dich mal wieder aufspielen musst?"
Alle Drei drehten sich ruckartig in meine Richtung und das Wiesel war gerade dabei ebenfalls seinen Zauberstab zu ziehen, doch entwaffnete ich ihn geschickt mit einem „Expelliamus".
Anscheinend hatte Potter das Sprechen verlernt, da seine Schlammblutfreundin für ihn antwortete „Harry spielt sich gar nicht auf und Aufmerksamkeit sucht er auch nicht." , dies schimpfte sie mir in einem sehr unhöflichem Ton entgegen.
„Wer hat dich nach deiner Meinung gefragt, du wertloses, dreckiges Schlammblut".
Der hatte gesessen, denn sie drehte sich leicht um und das Wiesel legte ihr eine Hand auf die Schulter.
„Nenn sie nicht so, du bist nicht besser nur weil du Reinblütig bist, dass ist nichts besonderes, denn das bin ich auch!"
Ich lachte amüsiert auf
„Das ich nicht lache Weasley, du und deine Familie seid nichts außer dreckige Blutsverräter, und deine Eltern haben mehr Kinder als sie ernähren kön-..."
„Was ist dein verdammtes Problem, Lestrange?", unterbrach mich Potter und richtete seinen Zauberstab ebenfalls auf mich.
Ich lachte schrill auf und hob meinen Zauberstab nun ein Stück höher, direkt auf Potters Blitz-Narbe.
„Oh, was mein Problem ist? Das kann ich dir sagen, mein Problem bist du!"
Ich merkte, dass sich eine Schülertraube um uns gebildet hatte. Die Slytherins auf meiner Seite und die restlichen auf der Seite von Potter, aber aufgrund dessen ließ ich mich nicht unterkriegen.
Ich packte meinen Zauberstab fester, und im selben Moment wie Potter schoß ich einen einen "Stupor" auf ihn. Potter verteidigte sich mit einem "Expelliamus".
Anfangs waren wir auf Augenhöhe, die Zauber prallten immer und immer wieder aufeinander, sie trafen sich in der Mitte.
Wir beide hatten einen konzentrierten Ausdruck im Gesicht. Nur merkte ich, meine Kräfte nach den Aufenthalt im Krankenflügel anfingen zu schwinden.
Ich ließ mir meine Schwäche jedoch nicht ansehen, und fokussierte mich nur auf das Hier und Jetzt.
Ich wusste nicht wie lange dieser Kampf andauerte, bis mich meine Kräfte verließen und Potter dies nutzte um mich zu entwaffnen.
Als mich der Zauber traf und mein Stab mir aus der Hand gerissen wurde und in Potters landete, sank ich auf die Knie, so hilflos, ganz ohne Zauberstab.
Die Zeit schien wie still zu stehen.
Das goldene Trio kam mit schnellen Schritten auf mich zu, Potter beugte sich zur mir herunter und flüsterte mir ins Ohr.
„Ich weiß wer und was du bist, ich bekomme dich noch dran, und Malfoy auch, Todesser in Hogwarts, wirklich unbegreiflich, ich weiß zwar nicht was ihr vorhabt, aber ich finde es noch heraus und lasse dich und Malfoy als Todesser auffliegen!"
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Überraschender Wendepunkt - Wendung ins Gute oder in den Wahnsinn... (Draco Ff)
FanfictionViktoria Elizabeth Lestrange, ihr Leben lang wurde sie darauf hin erzogen die perfekte Todesserin zu sein. Das Gefühl der Liebe ist ihr fremd. Viktoria wird mit den unterschiedlichsten Aufgaben konfrontiert. Doch zu alldem kommt noch etwas viel Sc...
