Schlussendlich hat Shoto mich dann auch zurück ins Zimmer gebracht, in dem überraschenderweise schon ein paar seiner Sachen sind, wobei ich alles eher mit mir habe machen lassen. Ich lasse es auch einfach zu, dass Shoto sich auf mein Bett setzt und mich sanft zu sich zieht, damit ich auf seinem Schoß sitze, meine Beine links und rechts von seinen, quasi auf meinen Knien sitzend.
"Mach dir nicht so viele Gedanken, Akira. Sie werden schon nicht schlecht reagieren und du bist erstrecht nicht alleine. Ich bin bei dir und auch Herr Aizawa weiß, damit umzugehen. Wir bekommen das schon hin, okay?"
Ich lächle schwach dank seiner aufbauenden Worte, spiele aber dennoch unsicher mit meinen Fingern herum.
"Warum war er hier? Wieso musste er unbedingt herkommen und es mir so schwer machen?" flüstere ich, woraufhin Shoto tief durchatmet.
"Dein Vater ist noch krasser drauf als mein Alter, so viel steht fest. Nimm dir seine Worte bloß nicht zu Herzen, okay?"
Ich schaue Shoto in die Augen, unsicher darüber, ob ich das wirklich so leicht kann, wie er das sagt. Shoto bemerkt das und legt seine Hände auf meine Wangen, um mir dann fest in die Augen zu schauen und beruhigend zu lächeln.
"Lass dir nicht von dem Kerl einreden, dass du kein Mensch bist. Du bist einer und du hast jedes Recht dazu, wie einer zu leben. Die Gefühle, die du zeigst, beweisen doch eindeutig, dass du nicht bloß deren Wissenschaftsprojekt bist, sonder so viel mehr als das. Vergiss das bloß nicht, Akira."
Ich schlucke, denn Shotos Worte lassen eine angenehme Wärme in meinem Körper entstehen, weshalb ich von meinen Händen ablasse und dem Jungen hier bei mir vorsichtig durch die Haare fahre.
"Du bist wirklich das Beste, was mir passiert ist." flüstere ich fast schon zu leise, doch als seine Augen bei meinen simplen, kurzen Worten anfangen, zu funkeln, ist mir klar, dass er mich verstanden hat. Ich atme tief durch und schlucke, während mein Blick über sein Gesicht wandert und jedes einzelne Detail genau aufnimmt.
Stille legt sich über uns und den Raum, bevor Shoto langsam seine Hände wieder sinken lässt und sie stattdessen auf meine Hüfte legt, um mich nahe bei sich halten zu können.
"Danke Shoto." murmle ich schließlich, seinem Gesicht sehr nahe und ich sehe, wie der Junge tief durchatmet.
"Danke für alles." füge ich hinzu und verschränke langsam meine Arme in seinem Nacken.
"Ich bin dir für genau so viel dankbar, Akira." gibt der Junge dann leise zurück und streckt seinen Hals ein wenig, um unsere Lippen zu einem Kuss verbinden zu können. Seine Lippen bewegen sich sanft gegen meine, während ich ihm ein wenig entgegenkomme, damit er seinen Hals nicht die ganze Zeit so strecken muss.
Eine meiner Hände wandert langsam in seine Haare, wo sich meine Finger dann in einigen seiner weiß-roten Haaren vergraben, um besseren Halt haben zu können. Shoto löst daraufhin seinen Griff von meiner Hüfte und schlingt seine Arme um meinen Unterkörper, völlig eingenommen von dem Kuss, den wir gerade teilen.
Dieser Kuss ist anders, er ist viel intensiver und es steckt mehr Bedeutung hinter ihm, was es uns beiden umso schwerer macht, sich von dem anderen lösen zu wollen. Dieser Moment gehört nur Shoto und mir, es tut gut, seine Nähe zu spüren und macht mich fast schon süchtig nach mehr.
Spielerisch ziehe ich leicht an Shotos Haaren, was dem Jungen ein überraschtes Keuchen entlockt und mir so die Möglichkeit gibt, den ersten weiteren Schritt zu machen. Langsam, geradezu neckend fahre ich mit meiner Zunge über seine Unterlippe, woraufhin Shoto tatsächlich seine Lippen spaltet und mich so weitermachen lässt.
Mein Herz schlägt mir bis zum Hals und meine Hände würden zittern, wenn sie sich nicht gerade in Shotos Oberteil und seinen Haaren festhalten würden. Ich spüre, wie Shotos Griff sich festigt und wie sein Körper sich an meinen schmiegt, als würde er mir so sagen wollen, wie sehr ihm das hier gefällt.
Vorsichtig und etwas zurückhaltend fangen wir an, den Mund des jeweils anderen zu erkunden. Jede Berührung unserer Zungen, unserer Lippen, facht dieses Feuer in mir nur weiter an und mein Körper verlangt nach mehr. Mehr Nähe zu Shoto, mehr Berührungen von ihm, mehr Küsse von seinen sanften Lippen.
Unser Kuss ist kein Kampf um Dominanz, er zeigt nur die gegenseitige Begierde und Liebe, was in diesem Moment viel mehr wert ist als jemals zuvor.
Ich spüre, wie Shotos Hände langsam an meinem Körper entlang nach oben wandern, um dann nach meinem Schuljackett greifen zu können und es mir von den Schultern streichen zu können. Er wirft das Jackett achtlos weg, in eine Ecke des Raumes, von nun an nicht mehr wichtig für uns. Meine Hände lassen von seinen Haaren ab und ich greife nach seiner Krawatte, bevor ich mich schwer atmend von seinen Lippen löse und ihm kurz in die Augen schaue.
Shoto atmet genau so schwer wie ich, seine Augen nur halb geöffnet und sein Blick schweift immer wieder kurz runter zu meinen Lippen, bevor er hart schluckt und ebenfalls nach meiner Krawatte greift. Ich öffne die Krawatte und ziehe sie ihm quälend langsam vom Hals, während Shoto zittrig durchatmet und es mir gleichtut. Die roten Krawatten fallen vom Bett, bevor ich mich seinem Jackett zuwende und es ihm ebenfalls ausziehe.
Es ist klar, worauf das hier herauslaufen wird, wenn wir jetzt nicht aufhören, aber in meinem Kopf herrscht gähnende Leere; alles, woran ich gerade denken kann, ist Shoto. Ihm scheint es nicht anders zu gehen, er starrt geradezu auf meine Lippen, weshalb ich mir kurz neckend auf die Unterlippe beiße und sanft lächeln muss. Das alles hier ist neu und aufregend, sowohl für mich, als auch für ihm. Aber genau das macht es so gut, so spannend.
Ich lasse meine Hände zum Kragen seines weißen Hemds wandern und fange an, langsam einen Knopf nach dem anderen zu öffnen, um stückweise immer mehr von seinem Oberkörper freizugeben. Das letzte Mal, als ich seinen trainierten Körper sehen konnte, war beim Sportfest, nachdem er seine Feuerseite eingesetzt und den Trainingsanzug verbrannt hat. Und das war auch nur aus der Ferne, das hier ist nun aus nächster Nähe und nur für mich, niemand sonst wird ihn so zu Gesicht bekommen.
Sobald ich sein Hemd komplett aufgeknöpft habe, ziehe ich es ihm aus und lege meine Lippen wieder auf seine, dieses Mal etwas fordernder als zuvor. Meine Hände erkunden seinen Oberkörper, wobei Shoto leicht die Luft einzieht, als meine kühlen Finger seine Haut berühren.
Sofort erwidert der Junge meinen Kuss, mit derselben Leidenschaft und Gier, die ich ihm biete. Auch seine Hände wandern nun zu den Knöpfen meines Hemds und knöpfen es auf, bevor er mir den Stoff auszieht und ich so das erste Mal richtig seine Finger auf meiner nackten Haut spüren kann. Seine linke Hand ist etwas wärmer als die rechte, weshalb mir schließlich ein kleines Seufzen in unseren Kuss entwischt.
Ich lege meine Hände auf Shotos Brust und drücke ihn nach hinten, bis er richtig im Bett liegt und ich so über ihn gebeugt bin, weshalb Shoto mir nun mit einer Hand die Haare aus dem Gesicht streicht und mit der anderen nach dem Verschluss meines BHs tastet.
Sobald er ihn gefunden hat und ihn öffnet, wird mir klar, dass es jetzt kein Zurück mehr gibt, und auch, wenn mein Herz so schnell rast wie noch nie zuvor, ist alles okay. Ich vertraue Shoto mehr als irgendwem sonst und ich hätte niemanden lieber hier. Ich weiß, dass er mir nicht wehtun wird.
Es fühlt sich richtig an, hier und jetzt. Es fühlt sich richtig an, mit ihm. Und das gibt mir genug Sicherheit.
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elementary || shoto todoroki
FanfictionAkiras Vater hat das junge Mädchen auf die UA gelassen, damit sie eine Heldin wird und ihre Familie stolz machen kann. Dass Akira eigentlich gar nicht die natürlichen Voraussetzungen dafür haben dürfte, weiß niemand. Niemand außerhalb ihrer Familie...