57. Kenne deinen Platz

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Ein paar Minuten sind vergangen, bis ich Schritte davonlaufen hörte. Ich öffnete einen Spalt der Tür, durch den ich spitzte, um mich zu vergewissern, dass er weg ist. In Itachi's Zimmer angekommen, sah ich ihn auf dem Rücken im Bett liegen. Seine Augen geschlossen.
Ich beschloss zu warten, bis er wach und erholt ist, also legte ich mich in der Zeit neben ihn. „Gute Besserung.", flüsterte ich, während ich leicht sein Handgelenk nahm. Doch ich spührte irgendetwas hartes...
Ich striff den Ärmel seines Mantels zurück und schaute auf den freigelegten Arm. Er war total abgemagert. Fast nur noch Haut und Knochen, was das merkwürdige Gefühl erklärt. Ob das vielleicht etwas damit zu tun hat, dass er zusammengebrochen ist? Ich muss wissen was mit ihm ist, damit ich ihm helfen kann! Besser, ich sehe nach, ob der Zustand auf seinen kompletten Körper zutrifft.
Ich raffte mich auf und stupste ihn an, um zu sehen wie tief er schläft. Hätte er keine Atmung würde man nach dem 'Stupser' denken er wäre tot. Unbekümmert setzte ich mich leicht auf ihn, meine Knie an seiner Hüfte, damit ich sein Hemd besser aufknöpfen kann. Als nun auch sein gesamter Oberkörper zu sehen war, bestätigte sich meine Theorie. Hat er eventuell auch Essensprobleme wie ich sie mal hatte? In Gedanken versunken strich ich über seine Haut die, die gut sichtbaren Rippen bedeckte.
„Ich wollte garade sagen, dass du nicht so zierlich sein und etwas zupacken sollst, aber bei dem Klappergestell kann ich deine Vorsicht verstehen.", hörte ich eine Stimme neben mir. Ich ließ aus Schreck einen mittellauten Schrei von mir, als ich Hidan im Türrahmen entdeckte.
„Unanständiges Mädchen... find' ich gut...", meinte er in seiner Flirtstimme. „Es ist wirklich nicht so wie du denkst!", versuchte ich zu erklären- „Nein, nein, ich verstehe dich total, immer der selbe ist doch total langweilig. Die Gier, die Lust! -", meinte er poetisch mit einem Arm über meiner Schulter, „Hallo? Bisschen Motivation, Uchiha! Ich wette du hast lange nicht mehr gefickt... obwohl, wenn ich dich so anschaue... falls du überhaupt mal eine hattest!", lachte er laut. „Hidan, er ist-", begann ich wieder, wurde aber wie immer unterbrochen. „Euch muss man aber auch alles sagen, Hosen runter jetzt, alle beide!", meinte Hidan. Was zur Hölle ist mit diesem Typen?!
„Hast du diesmal gleich zwei Opfer mitgeschleppt?", fragte Deidara lachend im Flur. „Opfer? Meine Bitches, sind danach immer glücklich, ja?", gab Hidan als Rückmeldung. Ich sah ihn mit einer gehobenen Augenbraue an. „Erstes Mal zählt nicht, klar? Aber keine Sorge, die Tage zeig ich dir wie sich richtiger Sex anfühlt.", wandte er sich an mich. Jaja, träum weiter.
„Weißt du, jeder hat das Recht ein Wixxer zu sein, aber du toppst jedes mal den Highscore!", lachte Dei.
„Noch lachste, bis du siehst, dass es um deine Freundin geht.", meinte Hidan knapp. „Was?!", rief Dei darauf hin und stürmte zu uns ins Zimmer.
Er sah mich verstört, aber auch auffordernd nach einer Antwort an.
„Es ging ihm nicht gut, ich wollte nur nachschau-", versuchte ich zu erklären. „Lüge, ich coache die beiden garade wie man fickt.", nahm mir Hidan das Wort, um Deidara zu provozieren. Dieser lachte nur, erkennend, was Hidan vor hatte: „Wir sind erwachsen. Ich vertraue ihr dass sie nur helfen wollte, sie hat eben ein gutes Herz.", er lächelte mir warm zu. Zum Glück hat er mir geglaubt, sonst wäre nur wieder Streit entstanden. „Erwachsen? Sagt jemand, der mit 21 das Erste mal einen weggesteckt hat.", meckerte Hidan. „Davor war ich mit meinen Händen auch sehr gut bedient.", schmunzelte er. „Leck mich!", fuhr Hidan ihn an. „So einen Luxus hat eben nicht jeder.", zuckte er mit den Schultern und verschwand aus unserem Blickfeld.
„Fühlst du dich nicht unnötig, wenn du weißt, dass du ihm niemals so nen geilen Blowjob geben kannst als er sich selbst?", wurde ich von Hidan gefragt. Stimmt eigentlich... „Naja, schlecht bin ich trotzdem nicht.", gab ich selbstsicher von mir. „Ach ja? Beweis es.", forderte er mit seinem üblichen Geier-Blick. „Beweis du mir doch erstmal, dass du auch mal kein Arschloch sein kannst.", konterte ich.
„Was soll das denn heißen?", entgegnete er empört. „Nun... dass du eben nur an dich denkst.", erklärte ich. „Verstehe...", grummelte er.
Ich beschloss zu Dei zu gehen, auch wenn es für ihn anscheinend ok war, will ich ihm erklären was los war.
In seinem Zimmer fand ich ihn nicht, jedoch sah ich ihn draußen, als ich durchs Fenster schaute.
Zügig bahnte ich meinen Weg nach draußen und ging auf ihn zu. Er hatte beide Hände in den Hosentaschen und sein Gesicht war ernst. „Hey.", sagte ich vorsichtig. „Wir müssen reden.", sagte er kalt.

„Ok und... worüber willst du reden?", fragte ich. „Was war das eben mit Itachi, hm?", verlangte er zu wissen. Er bemühte sich glechgültig zu wirken, doch ein Hauch von Wut schwang mit seiner Stimme mit. „Ich weiß, dass es falsch aussah, aber ich hab ihn bewusstlos im Flur gefunden und wenn ich nichts gemacht hätte, wäre er jetzt wahrschenlich tot.", meinte ich hektisch. „Dass du nichts von ihm willst ist mir klar, wie bereits gesagt, ich vertraue dir. Aber wieso rettest du einem Uchiha das Leben?", fragte er finster. „Weil ich ihn nicht verlieren wollte, er ist mir wich-", begann ich. „Er ist ein Uchiha!", schrie er mich an. „Na und? Er war schon immer für mich da, lange bevor ich dich überhaupt gekannt habe!", antwortete ich ihm etwas lauter. „Verteidigst du ihn etwa noch?!", brüllte er mich an, packte mich an meinem Shirt und zog mich nah an ihn heran. Eine Ader auf seiner Stirn ragte hervor und es wirkte als sei jeder Muskel seines Gesichts auf Spannung. „Ja.", gab ich möglichst sicher von mir, jedoch etwas gewinselt.
„Scheinbar hab ich dich längst schon an die Bastarde verloren.", entgegnete er mir daraufhin angewiedert. Er schubste mich während er das sagte von sich weg und kehrte mir den Rücken zu um ins Haus zu gehen. Fassungslos stand ich da. „Was meint du?", rief ich ihm hinterher. Keine Antwort. „Dei!", rief ich erneut und rannte ihm hinterher: „Ist dir die Rache gegenüber einer Familie, die nur noch aus einer Person besteht, wichtiger als ich?", fragte ich sauer. Er drehte sich schnell um und gab mir im selben Zug eine Ohrfeige. Da es alles andere als sanfst war taumelte ich ein kleines Stück zurück. „Du solltest wissen wo du stehst.", sprach er emotionslos.
Was...? Das kann doch unmöglich sein Ernst sein? Darauf wusste ich nichts mehr zu sagen, meine Beine wie festgewachsen, unfähig sich zu bewegen.

ehe tolles Kapitel an meinem gebi.. bringt gute Laune XD 🧢

~ 𝕋𝕙𝕖 𝕆𝕌𝕋𝕊𝕀𝔻𝔼 ~                         [Deidara X OC] Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt