Unten fiel die Haustür ins Schloss und ich richtete mich auf, wusch mein Gesicht, damit man nicht sah, dass ich geweint hatte und trocknete es dann ab. Ich hing gerade das Handtuch zurück, als er ins Badezimmer kam. Er machte mich von allen Kram, außer dem Halsband los und schickte mich in die Küche, den Einkauf auszuräumen. Ich ging also runter, räumte die Taschen aus, wärend er in die Waschküche ging. Bevor ich was dummes machen konnte, kam er aus den Keller schon wieder hoch.
"Mach Kaffee, zwei mal schwarz." Befahl er und setzte sich auf die Couch.
Ich machte also die Maschine an. Wärend die zweite Tasse voll lief, klingelte es an der Tür. Das Haus hatte keinen wirklichen Flur und so war die Haustür gleich vom Wohnzimmer aus erreichbar.
"Geh in dein Zimmer." Forderte der Mann.
Ich kam der Aufforderung gleich nach und ließ die Tür offen, damit die warme Luft etwas rausging. Ich setzte mich auf das Feldbett. Leise hörte ich ihn mit einen anderen Mann reden. Verstehen tat ich null, denn ich hörte sie auch nur, wenn ich mich darauf konzentrierte. Ich sah aus den Fenster in den Garten. Die Wiese war vertrocknet, auf der Terasse waren zwei Liegestühle und ein Grill stand da. Mehr konnte man nicht wirklich sehen. Vorsichtig versuchte ich das Fenster breit zu öffnen, doch es ging nicht. Ich kippte es und es ging ohne Probleme, doch es ließ sich nicht breit öffnen. War eine Sperre eingebaut?
Ein lauter Pfiff schallte durchs Haus.
"Sayo!" Wurde ich gerufen.
War der Besuch schon weg? Das konnte ich mir irgendwie nicht vorstellen. Trotzdem sollte ich runterkommen? Ich war nackt, das konnte doch nicht sein ernst sein. Unsicher ging ich aus den Zimmer und machte mich auf den Weg nach unten. Vorsichtig lunste ich ins Wohnzimmer, doch die beiden Männer hatten schon aufgesehen. Der Unbekannte hatte dunkelblonde kurze Haare und blaue Augen. Skeptisch sah er mich an, wärend der, der sich Herr fluchte, die flache Hand hob. Ich tabbelte mehr zu ihn, als normal zu laufen und setzte mich zu seinen Füßen auf den Boden.
"Michael." Der Fremde legte seinen Kopf in den Nacken.
Michael? War das sein Name? Er passte gar nicht zu ihn. Unter Michael stelle ich mir jemand vor, der seinen stink normalen Beruf nachgeht und eine glückliche Familie hat und keinen kriminellen.
"Simon." Meinte Michael daraufhin nur.
"Wäre es nicht einfacher sie zu beseitigen?" Wollte dieser Simon wissen.
Ich erkannte seine Stimme wieder. das war der Kerl von damals. Scheiße. Er hatte seinen Kompanen eingeladen? Ich meine, danke für die Namen, doch was sollte das jetzt. Ich merkte, wie ich in mir zusammenschrumpfte.
"Ne Haussklavin ist praktisch."
"Und gefährlich, was wenn sie-" Blondi wurde unterbrochen.
"Nichts und niemand kommmt ohne mein Wissen in das Haus und für sie hab ich noch was extra." Behauptete er.
Ich sah verwirrt zu ihn auf. Sein Kollege sah ihn überprüfend an.
"Komm her." Forderte Simon plötzlich.
Unsicher sah ich zu Michael hoch, welcher nur nickte. Ich rutschte also zu ihn rüber, blieb aber aus den Boden. Der andere drückte mein Kinn nach oben um sich das Halsband genauer anzusehen. Als er sich die Rückseite ansah, entließ er ein leicht verwundertes Gerusch.
"Ein Schloss, ernsthaft?" Fragte er.
Ein was? Ich tastete das Halsband ab. Tatsächlich war auf der Rückseite ein sehr kleines Schloss. Nicht sein ernst oder? Das heißt doch, dass ich es ohne ihn nicht abnehmen konnte.
"Sicher ist Sicher. Ich habe keine Zeit, mich um solche kleinen Regelverstöße zu kümmern, also sorg ich gleich, dass sie nicht passieren können."
"Überzeugt bin ich trotzdem nicht." Er nahm plötzlich den Ring vom Halsband in die Hand und zog mich daran hoch. Ich keuchte auf und ließ mich von ihn zu einer freien Fläche führen.
Simon hob seine Finger, so wie es Michael mir es mal beigebracht hatte. Ich kniete mich auf den Boden, legte die Hände hinter den Rücken und sah unsicher zu den dunkelhaarigen, welcher nur zufrieden nickte. Ich sah also zu den anderen hoch, welcher sich meinen Körper ansah. Wie ein Raubtier drehte er seine Runden um mich. Ich fühlte mich irgendwie wie ein Gegenstand, dessen Wert man gerade bestimmt. Es fühlte sich ekelig an. Als er durch mein Haar strich, kamen seine Fingerkuppen an meinen Nacken, was einen unangenehmen Schauer und Gänsehaut zu folge hatte.
"Nicht schlecht. Aber etwas dünn." Er hockte sich zu mir runter und umgriff plötzlich meine Brust.
Sofort schlug ich seine Hand weg. Michael trank seinen Kaffe, stand auf und kam auf uns beide zu. Ich dachte, er würde mich jetzt dafür bestrafen, doch er stellte sich einfach nur an die Wand und schlürfte entspannt seinen Kaffee weiter. Simons Kiefer hatte sich angespannt. Er richtete sich auf und öffnete seinen Gürtel.
"Hinstellen." Forderte der blonde Mann.
Unsicher stand ich auf, sah immer wieder zu Michael. Ich konnte diesen Simon nicht einschätzen.
"Macht sie das öfter?" Wollte er wissen, wärend er seinen Gürtel doppelt nahm.
"Ist schon mal passiert. Sayo ist eine etwas prüde Jungfrau." Meinte er schulterzuckend.
Es schien so, als wäre ich ihn egal. Ich wurde seinen Kollegen gegeben, wenn ich nicht auf ihn hören würde, würde er mich bestrafen, nicht Michael. Zumindest reimte ich es mir so zusammen, sonst würde ich seine Reaktion nicht verstehen.
"Hände hintern Kopf." Forderte Simon.
Ich zögerte, scheinbar zu lang, denn da holte er aus und schlug mir mit den Gürtel auf die Oberschenkel. Ich schrie vor Schmerz auf.
"Sayo!" Schrie Simon und ich legte meine Hände hinter den Kopf. Tränen brannten in meinen Augen.
"Fünf Schläge, wenn du die Hände runternimmst oder einen Schritt nach hinten gehst, fangen wir wieder von vorne an." Erklärte er.
Seine Stimme erinnerte ans Millitär. Verstehend nickte ich, schluckte den Kloß in meinen Hals runter. Am liebsten hätte ich die Augen zusammengekniffen. Doch ich glaubte, es war besser, wenn ich die Schläge kommen sehen würde. Als er kam, blieb mir die Luft stehen, als der Schmerz meine Brust durchzog. Ich keuchte auf, zu schreien war nicht möglich. Doch ich blieb still, verkrampte meinen Griff in den Haaren, damit ich die Hände nicht runter tat. Beim nächsten Schlag traf er meine Rippen. Ich biss mir auf die Lippen, kniff die Augen zusammen. Beim dritten Schlag, wurden die Knie weich. Doch ich blieb stehen. Der vierte traf wieder die Brust und der letzte meinen Magen.
"Gutes Mädchen." Lobte der Mann und umgriff meine Brust. Schmerzhaft knetete er sie, was mich das Gesicht nur noch mehr verziehen ließ.
Als er fertig war mich zu begrabschen, zog er meine Unterlippe hervor, auf welche ich noch immer gebissen hatte. Ein komischer Geschmack war in meinen Mund. Ich hatte Lippe blutig gebissen.
"Das schaffen echt wenige, so still zu halten." Er schien tatsächlich etwas erstaunt.
"Sie benimmt sich auch eigentlich, ein paar kleine Ausrutscher sind dabei, aber die kleinen Reflexe werde ich ihr noch abgewöhnen, nicht war, Sayo?"
Die Männer setzten sich auf die Couch und Michael wank mich zu sich. Ich ließ mich wieder zu seinen Füßen nieder und wartete. Auf was wusste ich selbst nicht wirklich.
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No escape
DiversosNeugier war eine Eigenschaft, die man bei Intelligenten Menschen wieder finden konnte. Ein Zeichen für Intelligenz. Doch meine Neugier hat mich ins Verderben gezogen. Aber war es wirklich Neugier? Ich konnte mich noch an meine zitternden Beine und a...
