Mit gestrafften Schultern trat sie aus dem Bad, nur die Handtücher um den Körper geschlungen, welche er ihr zurecht gelegt hatte und die kaum mehr als Brüste und Po zugleich bedeckten, oder ihr Haar zusammenhielt. Den Blick auf die noch immer viel zu sehnigen Füße gerichtet wandte sie sich allerdings nicht dem Schlafzimmer ihres Wald Gefängnisses zu, sondern rückte den Turban zurecht, der ihre nassen Haare umfing und ging überraschend sicheren Schrittes auf die Treppe zu, die wie sie wusste, in den Wohnteil des riesigen Hauses führte. Tatsächlich hörte sie das Klappern von Geschirr, welchem sie sich so lautlos wie möglich näherte.
Er wollte ihr Zeit geben, sich ihm zuzuwenden, ihn zu akzeptieren? Nein, die würde sie ihm nicht geben. So sehr seine, ihr vertraute Art sie auch lockte, sie würde sich seiner aufgezwungenen Fürsorge nur so lange hingeben, wie sie benötigte, um ihn davon zu überzeugen, dass sie bereit für ihn war, bis sie... sein Vertrauen gewann.
Marthas harte Hand hatte sie sehr genau gelehrt, was es bedeutete zu dienen und nur weil es sie mehr erfüllte, andere für sich knien zu lassen, bedeutete es nicht, dass sie nicht selber sehr genau wusste, wie man dienend zu führen vermochte. Den Blick gesenkt, doch den Kopf stolz erhoben, kniete sie mit geöffneten Schenkeln am Fuße der Treppe nieder.
Manch herrschender bestand darauf, das dabei stets die empfindlichen Handinnenflächen präsentiert wurden, Andere, das man kampfunfähig wirkte und die Hände auf dem Rücken hielt, doch sie entschied sich bewusst für Zweiteres, da es ihre weiblichen Vorzüge deutlicher hervorheben würde. Wenn er sie strafen wollte, dann würde er einen Grund finden, den er sicher nicht nur an ihrer Haltung fest machte.
Mit einem überraschten Laut schien er Notiz von ihr zu nehmen, hörte sie doch deutlich, wie er etwas aus Porzellan abstellte, bevor seine nackten Füße in ihr Blickfeld traten. Ihr Kinn umfassend zögerte er einen Moment, beließ ihren Blick dann wo er war und sprach:
„Hast Du es gewagt mich anzusehen?" Nur einen kurzen Moment gab sie sich, um darüber nachzudenken, doch sie hatte keinerlei Einsicht in die Küche gehabt. „Nein, Sir, ich hätte euch in der Küche nicht sehen können, selbst wenn ich es gewollt hätte. Bitte vergebt mir mein unaufgefordertes Erscheinen."
Etwas aus seiner Hosentasche ziehend strich das Bandana ihr Blickfeld, bevor er es ihr um die Augen legte und sie damit ihrer Sicht beraubte.
„Du bist noch nie herunter gekommen, was hat Dich dazu bewegt?" Schluckend raunte sie mit gesenkter Stimme: „Ich trage keine Kette und... wollte nicht alleine sein... ich... ich ertrage dieses Gefühl nicht mehr so gut."
Zärtlich ließ er seine Fingerspitzen ihre Kinnlinie hinauffahren und schien sie eine weitere Weile zu mustern.
„Verstehe..." flüsterte er liebevoll. „Ich hoffe, Du wirst es mir eines Tages vergeben können, meine Schöne. Danke, dass Du die Chance nicht zu nutzen versucht hast, um wegzulaufen, sondern stattdessen zu mir gekommen bist." Mit bebenden Lippen schmiegte sie sich in seine Hand. „Nein Master, ich denke ich habe verstanden, dass es zwecklos ist, fliehen zu wollen. Ich weiß nicht wo ich mich befinde und ich glaube auch zu verstehen, dass ihr nur versucht habt mich zu retten. Ich bin euch sehr dankbar und möchte nicht riskieren dorthin zurück zu müssen, wo nur Dunkelheit und Hunger wartet." Das Rascheln des Stoffes seiner Hose verriet ihr, dass er sich auf ihre Höhe begab, noch bevor sie seinen Atem auf der noch feuchten Haut ihrer Wange ausmachen konnte.
„Wie gerne würde ich Dir glauben, meine Schöne, aber so weit bist Du noch lange nicht. Komm ich habe Dir Essen gemacht. Du bist noch immer viel zu dünn und wirst Deine Kraft in nächster Zeit brauchen." hauchte er an ihre Lippen, während seine Hand behutsam das Handtuch auf ihrem Kopf löste und in ihr Haar fuhr.
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Mistress?
General FictionEs gibt Menschen, die gleichen einem Geschenk. Sie tragen Dich auf Händen, lesen Dir jeden Wunsch von den Augen und sind dankbar für Deine Aufmerksamkeit. Kira hat das große Glück diese Geschenke ihre Kunden nennen zu dürfen. Auch wenn sie oft Straf...
